Ohne Medaille, aber sehr zufrieden

Naomi Pranjkovic startete in Kroatien erstmals in der Mädchen-Klasse und kam im Einzel unter die letzten 32.
+
Naomi Pranjkovic startete in Kroatien erstmals in der Mädchen-Klasse und kam im Einzel unter die letzten 32.

Varazdin – Auch wenn Naomi Pranjkovic ohne Medaille im Gepäck von den Croatian Open aus Varazdin in die Heimat zurückkehrte, zeigte sich das Tischtennis-Eigengewächs des SV-DJK Kolbermoor mit ihren Leistungen „sehr, sehr zufrieden“.

Die 14-Jährige startete nicht mehr bei den Schülerinnen, sondern zeigte ihr Können erstmals in der Mädchen-Konkurrenz.

In der Vorrunde des Einzel-Wettbewerbs gab die deutsche Meisterin bei ihren drei Erfolgen gegen die höher eingestuften Lara Opeka (Slowenien), Irina Rus (Rumänien) und Adriana Illasova (Slowakei) lediglich einen Satz ab. „Ich habe durchgehend gut gespielt und konnte mich während des Turniers noch steigern.“ Nach einem Freilos sowie einem 4:0-Erfolg gegen die Griechin Malamatenia Papadimitriou kam das Aus in der Runde der letzten 32 gegen Wu Yangchen aus China. Trotz der 12:10, 6:11, 7:11, 11:13 sowie 3:11-Niederlage hielt sich die Enttäuschung bei Pranjkovic in Grenzen. „Meine Gegnerin war sehr stark. Schade, dass ich meine 10:7-Führung im vierten Satz nicht nach Hause bringen konnte.“

Die zweite Starterin aus Kolbermoor bei den Mädchen, Anastasia Bondareva, hatte aufgrund ihrer Weltranglistenposition bereits einen Platz im Hauptfeld sicher. Der Neuzugang erhielt zunächst ein Freilos und setzte sich anschließend gegen die Ungarin Dorottya Tolgyes mit 4:0 durch. Auch für die Linkshänderin kam dann in der dritten Runde das Aus. Die Japanerin Misa Inayoshi erwies sich bei der 11:7, 8:11, 7:11, 9:11 sowie 9:11-Niederlage als eine Nummer zu stark.

Weniger erfolgreich verlief dagegen für das Duo der Doppel-Wettbewerbs. Naomi Pranjkovic und Finja Hasters (Spvg. Oldendorf) gingen erstmals gemeinsam in die Box. „Unsere Spielsysteme passen nicht gut zusammen“, sagte das Talent aus Kolbermoor nach dem Erstrunden-Aus gegen Hana Goda/Mia Scepanovic (Ägypten/Kroatien). Bondareva und Sophia Klee (SC Niestetal) hatten in Runde zwei gegen die Taiwanesinnen Chen Ci-Xuan/Chu Yi-Ching trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Satzführung das Nachsehen. Die deutschen Meisterinnen verloren den fünften Durchgang 7:11.

Im Jugend-Einzel hatten sich mit Mike Hollo und Felix Wetzel beide Starter aus Kolbermoor für das 128-köpfige Hauptfeld qualifiziert. Wetzel hatte jedoch Pech mit der Auslosung und musste in der Runde der letzten 32 gegen den an Position eins gesetzten Samuel Kulczycki (Polen) antreten. Nach dem 8:11, 5:11, 12:10, 9:11 sowie 7:11 musste der Linkshänder allerdings zugeben, „dass mehr möglich war“. Auf Hollo wartete nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Andrei Teodor Istrate (Rumänien) mit Chen Yuanyu aus China der spätere Silbermedaillengewinner. „Mein Gegner war schneller und besser“, gab der 15-Jährige nach dem 7:11, 6:11, 2:11 sowie 7:11 ehrlich zu.

In den Team-Wettbewerben schieden Naomi Pranjkovic und Mike Hollo jeweils in der Vorrunde aus.

Kommentare