Österreichs Biathlon in deutscher Hand – Markus Fischer Cheftrainer bei den ÖSV-Damen

Trainer Markus Fischer in Ruhpolding mit Katharina Innerhofer.
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Trainer Markus Fischer in Ruhpolding mit Katharina Innerhofer.

Die österreichische Biathlon-Nationalmannschaft ist sowohl bei den Herren als auch bei den Frauen fest in deutscher Hand. So ist der Ruhpoldinger Ricco Groß bereits seit zwei Jahren Cheftrainer bei den Männern. Im Frühjahr wurde Markus Fischer zum Cheftrainer bei den Frauen berufen.

Ruhpolding– Die österreichische Biathlon-Nationalmannschaft ist sowohl bei den Herren als auch bei den Frauen fest in deutscher Hand. So ist der Ruhpoldinger Ricco Groß bereits seit zwei Jahren Cheftrainer bei den Männern. Im Frühjahr wurde Markus Fischer vom Österreichischen Ski-Verband (ÖSV) zum Cheftrainer bei den Frauen berufen. Ihm zur Seite steht als Schießtrainer Gerald Hönig, der vorher in verschiedenen Funktionen beim Deutschen Ski-Verband als Trainer tätig gewesen ist.

Trainingslehrgang „daheim“

Zuletzt war Fischer mit seinem Team zu einem Trainingslehrgang in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. Für den 51-Jährigen ein Heimspiel, schließlich ist er in Ruhpolding zuhause. „Es hat alles gut gepasst“, so das Resümee von Fischer. Sechs Damen umfasst seine Mannschaft, Zugpferd ist Lisa Hauser, aber auch Katharina Innerhofer, Julia Schwaiger und Christina Rieder zählen zu den Top-Athletinnen im Team. Rieder holte bei der WM in Antholz den siebten Platz im Einzelrennen über 15 Kilometer. Fischer ist zuversichtlich, dass er seine Damen bis zum Saisonstart Ende November in Finnland auf das gewünschte Niveau bringt. Er baut dabei vor allem auf das Potenzial von Lisa Hauser. „Wenn sie mehr Konstanz bringt, ist von ihr einiges zu erwarten. Im Laufen hat sie noch Luft nach oben“, so Fischer über die 18. des Gesamtweltcups der vergangenen Saison. In dieser vorolympischen Saison soll auf das bewährte Trainingssystem gebaut werden. Wichtig sei ihm, eine gewisse Konstanz am Schießstand zu erreichen. Hier baut Fischer ganz auf die Erfahrung von Gerald Hönig. „Als ich noch aktiver Biathlet gewesen bin, war der Gerald mal mein Trainer. So schließt sich der Kreis“, erinnert er sich.

ÖSV-Ziele für die kommende Saison

Der Bruder von Biathlon-Legende Fritz Fischer hat einige Ziele für die kommende Saison. Im Nationencup will man unter den Top-10 bleiben. Platzierungen zwischen Platz sechs und acht werden angestrebt, auch mit der Staffel soll es in diesen Bereich gehen. Bei der WM 2021 in Pokljuka wünscht er sich, dass es eine seiner Sportlerinnen zur Flower-Ceremony, also unter die besten Sechs, schafft. „Eine Medaille wäre eine Überraschung“, gibt er zu, sagt aber auch, dass Pokljuka ein gutes Pflaster für den ÖSV sei. Immerhin holte 2014 Katharina Innerhofer dort den bisher einzigen Weltcup-Erfolg für Österreichs Damen.

Froh ist Fischer, dass trotz Corona die Vorbereitung fast problemlos verlaufen ist: „Wir waren sehr diszipliniert.“ Er befürchtet aber, dass die Weltcups in diesem Winter ohne Zuschauer stattfinden werden. Optimistischer ist er, was die Olympischen Spiele 2022 in Peking betreffen. „Da gehe ich davon aus, dass es geht“, sagt der erfahrene Coach, der schon Nationaltrainer in China und Kasachstan war. Seit 2016 hat er beim ÖSV verschiedene Teams betreut, ehe er jetzt im Frühjahr zum Damen-Cheftrainer befördert worden ist. shu

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