Der nordische Komionierer Jakob Lange überzeugt bei der Deutschen mit Spitzenplätzen

Jakob Lange zeigte sich in Klingenthalnicht nur laufstark, sondern auch auf der Schanze eine ansteigende Form. Schäfer
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Jakob Lange zeigte sich in Klingenthalnicht nur laufstark, sondern auch auf der Schanze eine ansteigende Form. Schäfer

Die deutsche Meisterschaft der Nordischen Kombinierer fand in der Vogtlandarena im sächsischen Klingenthal statt. Dort waren alle deutschen Spitzenathleten vom A-Kader bis zu den besten Junioren am Start. Ebenfalls mit dabei: Der Flintsbacher Jakob Lange.

Klingenthal – Jakob lange überzeugte im diesjährigen Sommer-Grand-Prix in Oberwiesenthal, wo er unter anderem mit einem 12. Platz gegen ein nahezu komplettes Weltcup-Starterfeld erzielen konnte.

Deutlich an Sprungkraft zugelegt

Für Jakob Lange, der nach längerer Auszeit vom Spitzensport nun über den Sommer deutlich an Sprungform zulegen konnte, war der Wettkampf auf der 140-Meter-Schanze ein willkommener nationaler Vergleich und eine gute Standortbestimmung. Für ihn als deutlich laufstärkeren Athleten war es nicht ganz klar, wie er nach der langen Pause mit der doch sehr großen 140-Meter-Schanze zurechtkommen würde.

Von B-Kader-Trainer Conny Kreiselmeier hervorragend eingestellt, lief es aber vom ersten bis zum letzten Sprung durchwegs sehr gut für den 24jährigen. Jakob Lange konnte sich mit einem sehr guten Sprung im Feld der 38 besten Deutschen Kombinierer auf den 12. Platz in der Sprungwertung einreihen. Mit einem Abstand von nur 1:28 Minuten nach dem Springen auf den führenden Schwarzwälder Manuel Faisst war das für den Flintsbacher eine hervorragende Ausgangsposition vor dem abschließenden 10-Kilometer-Lauf. Dort konnte sich Jakob Lange dann einmal mehr deutlich nach vorne arbeiten. Er belegte mit einem Rückstand von nur zehn Sekunden zur Bestzeit den sechsten Gesamtrang im diesjährigen Einzelwettbewerb der Deutschen Meisterschaft und ließ dabei den vielfachen Weltmeister und Olympiasieger Eric Frenzel einen Platz hinter sich. Mit dieser Leistung war Jakob Lange stärkster Athlet des DSV B-Kaders und konnte die vielversprechenden Ergebnisse aus dem Sommer-Grand-Prix bestätigen. Neuer deutscher Meister wurde der Schwarzwälder Fabian Riessle vor Johannes Rydzek (SC Oberstdorf) sowie dem Schwarzwälder Manuel Faisst.

Am nächsten Tag fand der Wettbewerb im Teamsprint über zwei Sprünge von der 140-Meter-Schanze sowie zweimal 7,5 Kilometer in abwechselnden 1,5-Kilometer-Sprints statt. Jakob Lange wurde in ein Team mit seinem jungen Oberstdorfer Kollegen David Mach in Team BSV 2 gesetzt. Das Duo erreichte einenguten 6. Platz nach der Sprungkonkurrenz und startete das Rennen mit einem Abstand von nur 39 Sekunden auf die Schwarzwälder Sprungsieger Fabian Riessle und Manuel Faisst. In der Laufkonkurrenz konnte David Mach bereits in der ersten Runde auf Team BSV1/Julian Schmid aufschließen. Nach dem Wechsel lief Jakob Lange jeweils zusammen mit dem sechsfachen Weltmeister und BSV-Teamkollegen Johannes Rydzek ein enormes Temporennen, um auf Team Baden-Württemberg und Team Sachsen mit den Startern Eric Frenzel/Terence Weber evtl. noch aufschließen zu können. Letztlich reichte es zwar nicht mehr ganz nach vorne, aber das Duo David Mach/Jakob Lange konnte sich noch auf den vierten Platz nach vorne arbeiten. Neue deutsche Meister wurde das Duo aus dem Schwarzwald mit Riessle/Faisst vor Team Sachsen mit Frenzel/Weber und auf dem dritten Platz Team BSV 1 mit Rydzek/Schmid vom SC Oberstdorf.

Sprunglehrgang in Partenkirchen

Für Jakob Lange geht es nun nach dem aktuell absolviertem Höhentrainingslager im Südtiroler Schnalstal diese Woche bereits zum Sprunglehrgang nach Partenkirchen und im Anschluss zur Vorbereitung auf Schnee. rap

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