Schicksals-Heimspiel gegen SC Freising am Sonntag (16 Uhr)

Noch 24 Punkte zu holen

Thomas Lehel greift wieder an. Er soll vor allem im Mittelblock, dem Sorgenkind der Mühldorfer, Akzente setzen. Foto je
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Thomas Lehel greift wieder an. Er soll vor allem im Mittelblock, dem Sorgenkind der Mühldorfer, Akzente setzen. Foto je

Freising zittert um den Klassenerhalt, Mühldorf ebenso. Doch die besseren Karten für den Verbleib in der 3.

Volleyballliga Ost hält der SC Freising in der Hand: Mit elf Punkten auf dem Konto beträgt der Abstand zum rettenden achten Platz, den der TSV Zschopau aktuell besetzt, fünf Punkte. Mühldorf hingegen müsste in den verbleibenden acht Spielen schon zehn Punkte aufholen. "24 Punkte sind in dieser Saison noch zu vergeben. Wenn wir in jedem Spiel ans Limit gehen, ist sogar der Klassenerhalt möglich", zeigt sich Teammanager Stefan Philipeit noch kämpferisch im Hinblick auf das Kellerderby am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der Mittelschul-Turnhalle in Mühldorf.

Wenn nur das Wörtchen "wenn" nicht wäre. Denn vom Limit konnte in der vergangenen Woche nicht die Rede sein, als die Mühldorfer Volleyballer ein 1:3 gegen die Stützpunktmannschaft aus Kempfenhausen, dem Tabellenletzten, zu ertragen hatte. "Das war ein arger Rückschlag, ich hoffe die Mannschaft hat daraus gelernt und kann jetzt ihre Leistung wieder abrufen", meint Philipeit. Er jedenfalls rechnet sich durchaus Chancen aus gegen Freising, erinnert sich an das Hinspiel, das die Mühldorfer zwar mit 0:3 verloren hatten. Doch konnten die Mühldorfer damals bei den Ergebnissen der Sätze zwei und drei mit 23:25 durchaus mithalten. "Es ist vielleicht die letzte Chance, den Anschluss nicht abreißen zu lassen", meint Philipeit zum "Sechs-Punkte-Spiel". Sechs Punkte deswegen, weil im Falle eines Sieges des Aufsteigers Freising, dieser dann mit acht Punkten Vorsprung davongaloppieren würden. Mühldorf würde aber auch Boden zum Nichtabstiegsplatz verlieren.

Bei einem Sieg allerdings würde das Polster von Freising auf zwei Zähler schrumpfen. Der derzeit sichere TSV Zschopau müsste aber dann zusätzlich gegen den Dritten aus Marktredwitz verlieren, damit Mühldorf am rettenden achten Platz dran bleibt mit immerhin noch sieben Punkten Rückstand.

Bei aller Rechnerei darf man eines nicht vergessen: Nico Philipeit fällt weiterhin verletzungsbedingt aus (Bruch im Sprunggelenk). Doch steht dem Trainer Jogi Tille mit Thomas Lehel wenigstens wieder eine Alternative im Mittelblock zur Verfügung, nachdem sämtliche Alternativversuche bislang ohne Erfolg geblieben waren. "Lehel hatte auf dieser Position aber schon einige gute Spiele", so Philipeit.

Vor allen Dingen müsse das Mühldorfer Team Druck über die Aufschläge erzeugen, das habe zuletzt gefehlt, meint der Teammanager, der auch damit rechnet, dass Thomas Brandstetter nach auskurierter Grippe wieder zu alter Form aufläuft.

Eine Niederlage gab es letzte Woche übrigens auch für den Gegner der Mühldorfer aus Freising. Von einer "unglücklichen Niederlage" im Heimspiel gegen die VGF Marktredwitz schreibt der SC Freising auf seiner Internetseite. Groß seien die Chancen gewesen, die man liegengelassen hätte. Wenn der SCF am Sonntag nach Mühldorf reist, dann kann die Mannschaft erstmals in dieser Saison auf Mittelblocker Philipp Geißelmeier zurückgreifen, der nach einem halben Jahr in Shanghai seit Anfang der Woche wieder im Lande ist. Auch Felix Reißmann ist wieder ins Training eingestiegen, doch ein Einsatz wird wahrscheinlich noch zu früh kommen. Verzichten muss man dafür auf Markus Noack, der wegen Prüfungsstress passen muss. Ansonsten sind aller Voraussicht nach keine Ausfälle zu beklagen, sodass man mit zwölf Spielern die Fahrt nach Mühldorf antreten kann.

Die Marschroute ist für SCF-Trainer Tom Gailer klar: "Wir wollen und wir werden drei Punkte aus dem Kellerduell mitnehmen. Wir stehen zwar aufgrund der Tabellensituation ein wenig unter Druck, aber gerade in den "Muss-Spielen" konnten wir bisher immer Siege landen. Dazu haben wir durchaus ansprechende Form gezeigt in den letzten Wochen und von der Qualität unseres Kaders sehe ich uns im Vorteil. Die Einstellung muss aber auf jeden Fall passen, denn geschenkt wird uns sicher nichts." je

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