„Noch nicht das Optimum erreicht“: Philipp Nawrath freut sich auf den Einsatz

Endlich darf er wieder in einem „richtigen“ Wettkampf ran: Biathlet Philipp Nawrath (SK Nesselwang) vom Stützpunkt Ruhpolding. Der 27-Jährige gibt beim IBU-Cup am Arber, der am Donnerstag begonnen hat, seinen Saisoneinstand.

Ruhpolding– Zuvor hatte er lediglich bei internen Test-Wettkämpfen in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena Rennpraxis sammeln können. „Ich bin soweit zufrieden“, beurteilt er seinen derzeitigen Leistungsstand – wohlwissend, dass er nach einer Leistenbruch-Operation im Mai noch nicht auf seinem Top-Niveau angelangt sein kann. Denn nach der Operation war für Nawrath die Saisonvorbereitung zunächst mit großen Einschränkungen verlaufen. Rund drei Wochen lang konnte der Allgäuer praktisch gar nichts machen, anschließend wurden die Belastungen allmählich hochgefahren.

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Im Oktober wieder eingestiegen

Der Landespolizist musste die Deutschen Meisterschaften im Herbst auf Skirollern noch auslassen, aber Mitte Oktober beim Lehrgang am Dachstein konnte Nawrath bereits mitmischen. „Da ging es schon relativ gut weiter“, freut er sich. Im Dezember gab es dann – mit 14 Tagen Abstand – die internen Testrennen in Ruhpolding. Schon mit dem Verlauf des ersten dieser Wochenenden war er weitgehend zufrieden. „Das zweite Wochenende war dann noch besser, auch wenn es noch nicht das war, was ich mir vorstelle.“

Doch die Wettkampfpraxis war wichtig für die Selbsteinschätzung. Zum einen, weil er sehen konnte, „wie wirkt sich das am Schießstand aus, wie ruhig steht man da, wie schnell kann man die Serien durchziehen?“ Die guten Leistungen „waren auch für den Kopf gut. Gleichzeitig habe ich auch gesehen, was mir noch fehlt. Da weiß man dann genauer, woran man noch arbeiten muss.“

Erholung in der Heimat im Allgäu

Trotz aller nötigen Konzentration aufs Training: Auch Regeneration ist im Biathlon wichtig. Daher nutzte auch Nawrath die Zeit über die Feiertage, „um einmal richtig abzuschalten“. Gut eine Woche verbrachte er in der Heimat im Allgäu, ehe er wieder voll ins Training einstieg. Insgesamt ist sein Gefühl derzeit „relativ gut, auch wenn ich vor allem bei meinem physischen Vermögen noch nicht das Optimum erreicht habe“. Das liege unter anderem daran, dass ihm die intensiven Einheiten aus dem Sommer fehlten und er diese erst in der jüngsten Zeit ins Training einbauen konnte. Was im Saisonverlauf noch machbar ist, sei „schwer abzuschätzen“. So könnte die EM in Polen ein Ziel für ihn werden. Offen ist, ob es schon in diesem Winter zu einer Rückkehr in den Weltcup reicht. Dass Nawrath sich bei optimaler Form auch dort gut präsentieren könnte, hatte er im vergangenen Winter bewiesen. Daran anzuknüpfen, ist sein langfristiges Ziel. who

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