Niedermaier hofft auf Sommer-EM: „Ein Spektakel wäre es schon...“

Max Niedermaier(rechts) wollte beim Legenden-Rennen in Inzell gemeinsam mit Günther Bauer (links) jubeln. Das abgesagte Rennen soll im März 2021 nachgeholt werden. Reygondeau/GoodShot

Es war eine schwierige Saison mit wenig Fahrpraxis – und dennoch durfte sich Eisspeedway-Pilot Max Niedermaier (Edling) über einen großen sportlichen Erfolg freuen: Bei der Team-Weltmeisterschaft in Berlin holte er gemeinsam mit Hans Weber (Schliersee) und dem für den MSC Teisendorf fahrenden Markus Jell (Altfraunhofen) Bronze. Dabei „hatten wir eine super Zusammenarbeit im Team, und der dritte Platz ist nicht schlecht“, freut sich der 32-Jährige.

Edling– Sogar Silber wäre möglich gewesen, nur um zwei Punkte musste man sich letztlich gegenüber Vize-Weltmeister Schweden geschlagen geben.

Silber wäre auch bei der Deutschen Meisterschaft – die zwei Tage zuvor ebenfalls in Berlin ausgetragen worden war – möglich gewesen. Doch ein Sturz kostete wertvolle Punkte, „und so bin ich halt Vierter geworden“, nimmt es Niedermaier eher gelassen, auch wenn er bekennt: „Das ist schon etwas ärgerlich.“

Absage der Rennen in Inzell „war heuer das Schlimmste“

„Dass dann aber die Absage der Rennen in Inzell kam, war heuer das Schlimmste.“ Denn in der heimischen Max-Aicher-Arena fahren die Piloten aus der Region nicht nur besonders gern, sondern Niedermaier wäre sowohl beim Legenden-Rennen von Günther Bauer als auch bei den beiden WM-Tagen (per Veranstalter-Wildcard) im Hauptfeld voll dabei gewesen. Dieser Rückschlag sei jedoch in einem größeren Zusammenhang zu sehen, denn erst einmal gelte: „Hoffentlich bleiben alle gesund.“ Und Niedermaier hofft nun eben auf 2021 – mit dem Nachholtermin für das Legenden-Rennen sowie zwei Grand-Prix-Tagen in Inzell.

Keine Chance auf die WM-Quali

Eine echte Chance, sich für die WM zu qualifizieren, hatte Niedermaier heuer nicht bekommen. Von den zwei angesetzten Qualifikationen konnte nur eine – nämlich diejenige in Örnsköldsvik (Schweden) – ausgetragen werden. Dagegen musste die Veranstaltung in Kaujahoki (Finnland) wegen des milden Winters abgesagt werden. Dort hätte Niedermaier fahren sollen, und bei der anschließenden Vergabe einiger WM-Startplätze durch den Weltverband FIM ging er leer aus. Immerhin hatte er Glück, dass sich der finanzielle und organisatorische Aufwand in der Vorbereitung in Grenzen gehalten hatte: Im Dezember wollte er nach Russland, „aber dann mussten wir an der Grenze umkehren und sind nach Schweden gefahren“. So war der Aufwand nicht ganz so hoch. Vorgesehen war zudem noch ein Renneinsatz des Edlingers bei der Europameisterschaft im polnischen Tomaszow Mazowiecki im März. Dieses Rennen musste zunächst ebenfalls wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden – und soll nun am Wochenende 8./9. August ausgetragen werden. Ob dann aber überhaupt schon internationale Veranstaltungen stattfinden können, sei längst nicht sicher, weiß Niedermaier. Zumindest hat er daher seine Startzusage gegeben. Denn die EM würde ihn schon reizen: „Das ist eine ähnliche schöne Halle wie in Inzell – und ein Spektakel wäre es schon...“ who

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