TISCHTENNIS

Niederlage im Top-Spiel: Der erste Platz ist dann mal weg

Laura Tiefenbrunner gab eine gute Vorstellung ab, hatte am Ende aber kein Erfolgserlebnis.
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Laura Tiefenbrunner gab eine gute Vorstellung ab, hatte am Ende aber kein Erfolgserlebnis.

Kolbermoors Tischtennis-Damen haben auch das zweite Spitzenspiel in der Bundesliga gegen den Top-Favoriten TTC Berlin verloren. Nachdem es im Heimspiel noch relativ knapp war, mussten sich die Kolbermoorerinnen diesmal mit 1:7 geschlagen geben und gaben damit auch die Tabellenführung ab.

Frankfurt– Auch das zweite Aufeinandertreffen innerhalb von nur einer Woche haben die Bundesliga-Tischtennis-Damen des SV-DJK Kolbermoor gegen den TTC Berlin eastside verloren. Im Duell der Giganten unterlagen sie deutlich mit 1:7 – es war zugleich auch die höchste Saisonniederlage, mit der man den ersten Rang in der Tabelle abgeben musste.

Berlin mit einer Top-Aufstellung

Dass Kolbermoors Damen in ihrem Auswärtsspiel, das in der hessischen Landessportschule in Frankfurt stattfand, auf eine Berliner Mannschaft trifft, die so ziemlich alles an Rang und Namen auffahren würde, war allen Beteiligten klar. Dies bekam das einheimische Quartett, das im Gegensatz zur letzten Woche ebenfalls mit veränderter Aufstellung antrat, gleich von Beginn an zu spüren. Yuan Wan stand gegen Xiaoa Shan auf verlorenem Posten und verlor mit 4:11/5:11/4:11. Danach ließ Kristin Lang Kolbermoor hoffen: Die 35-Jährige Physiotherapeutin setzte sich erneut gegen Nina Mittelham durch. Beim 3:1-Erfolg machte sie es gegen die Deutsche Meisterin im vierten Satz spannender, als ihr lieb war. Nachdem ihre Konkurrentin auf 7:10 verkürzte, nahm sie eine Auszeit und kassierte danach aber weitere zwei Minuspunkte. Der sechste Matchball sollte dann zum 11:9-Sieg reichen – und am Ende der Ehrenpunkt werden.

Tiefenbrunner auf gutem Niveau

In der Folge war man nicht gerade vom Glück verfolgt oder machte den einen oder anderen Fehler, den Berlins Spielerinnen ausnutzten. Laura Tiefenbrunner spielte im hinteren Paarkreuz bei der 0:3-Niederlage gegen Britt Eerland über weite Strecken auf einem sehr guten Niveau, verlor aber im ersten Satz beim Stand von 10:10 zunächst den eigenen Aufschlag und musste dann einen weiteren Punkt zum 10:12 hinnehmen. Gleiches galt für Anastasia Bondareva, die gegen die Ex-Kolbermoorerin Yaping Ding bis auf den zweiten Satz keine schlechte Leistung ablieferte. Im dritten Durchgang schienen die Tipps ihres Trainers Michael Fuchs Früchte zu tragen. Sie spielte extreme Vorhand-Topspin-Bälle, die ihr auch eine 4:0-Führung einbrachten. Allerdings wusste ihre Gegnerin danach die passende Antwort, was zum 4:4 führte. Die 18-jährige Bondareva verlor am Ende mit 9:11.

Lang verlor das Spitzeneinzel

Wie in der ersten Begegnung lagen Kolbermoors Damen nun wieder mit 1:3 im Hintertreffen. Gelang es damals noch, den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich zu erzielen, kamen Kolbermoors Damen diesmal nicht mehr heran. Kristin Lang unterlag im Spitzeneinzel gegen Xiaona Shan mit 1:3 Sätzen. Yuan Wan gewann gegen Nina Mittelham den ersten Satz noch mit 12:10, nachdem sie zunächst zwei Satzbälle liegen ließ. Dann aber ging die Kurve nach unten, wobei aber im vierten Satz die eine oder andere Chance vorhanden war. Dass Kolbermoors Damen nach dem 1:5 verloren hatten und die Tabellenführung abgeben mussten, war nun klar.

Bondareva unterliegt im Entscheidungssatz

Nahe dran an einer Ergebniskosmetik war Anastasia Bondareva, die gegen Britt Eerland in einer sehr guten Begegnung zunächst zum 2:2-Satzausgleich kam. Im Entscheidungssatz lag sie beim Seitenwechsel jedoch mit 4:5 im Rückstand und konnte diesen aber bis zum Schluss nicht mehr aufholen. Die 0:3-Niederlage Tiefenbrunners gegen Yaping Ding besiegelte letztendlich Kolbermoors 1:7-Niederlage. Trainer Michael Fuchs sagte: „Es waren sehr gute Spiele dabei. Spielerisch bin ich nicht enttäuscht. In einigen Szenen hat die Erfahrung gefehlt. Berlin hat verdient gewonnen, das Ergebnis ist aber bitter.“

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