Niederlage gegen den Vorletzten

Immer voll drauf, doch der Tabellenvorletzte war diesmal stärker:Kapitän Tom Brandstetter (20) und sein Team führte bereits mit 2:0, gab dann aber den Sieg aus der Hand. Fabian Bartsch
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Immer voll drauf, doch der Tabellenvorletzte war diesmal stärker:Kapitän Tom Brandstetter (20) und sein Team führte bereits mit 2:0, gab dann aber den Sieg aus der Hand. Fabian Bartsch

TSV Mühldorf gibt gegen Niederviehbach 2:0-Führung aus der Hand

Mühldorf – Eibelstadt schlägt in der 3. Deutschen Volleyballliga Friedberg mit 3:1, Deggendorf schafft am Samstagabend das gleiche Ergebnis gegen Zirndorf. Plötzlich fand sich die Volleyballmannschaft des TSV Mühldorf auf Rang drei in der Tabelle, weil zum Tabellenersten aus Eibelstadt acht Punkte fehlten, zu den Deggendorfern immerhin nur zwei. Das lag aber auch daran, dass Mühldorf der Nachzügler dieses Spielwochenendes war, erst am Sonntagnachmittag gegen den Tabellenvorletzten aus Niederviehbach ran musste.

Doch leider veränderte sich an dieser Platzierung nichts mehr. Nach einer 2:0-Führung kamen die Gastgeber aus Niederviehbach eindrucksvoll zurück ins Spiel, sicherten sich mit einem 3:2-Sieg immerhin zwei Punkte gegen den Abstieg, während Mühldorf mit einem Pünktchen auf Platz drei bleibt.

Doch kein Grund nervös zu werden: Denn weil Eibelstadt mit nurmehr zwei verbleibenden Saisonspielen maximal noch auf 46 Punkte kommen kann, Mühldorf mit aktuell 33 Punkten in seinen fünf noch ausstehenden Spielen aber noch 15 Zähler holen kann, sieht man dem Restprogramm relativ gelassen entgegen – noch.

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Der TSV Mühldorf hatte in Satz eins leichte Anlaufprobleme, als er mit 6:8 zurücklag. Dann eine technische Auszeit und Mühldorf drehte den Spieß , holte sich mit drei Punkten in Folge die Führung (16:14) und nötigte nach weiteren drei Zählern in Folge den Gastgebern aus Niederbayern bei 17:20 zur ersten Auszeit. Die brachte Mühldorf tatsächlich aus dem Tritt: Niederviehbach glich auf 21:21 aus. Dann aber war die Mannschaft aus Mühldorf wieder am Zug, die mit Flo Gschwendtner und Nico Philipeit im Mittelblock agierte, und sicherte sich beim 24:21 drei Satzbälle, wovon der zweite zum 25:22 verwandelt wurde.

Nelson als Diagonalspieler sowie Fabian Bartsch und Kapitän Tom Brandstetter als Außenangreifer dominierten dann im zweiten Satz das Spielgeschehen. Basierend auf das Zuspiel von Alex Brandstetter hatten die Mühldorfer die Niederviehbacher von Beginn an im Griff. 3:0 nach nur wenigen Augenblicken, später 10:4 und 12:6. Die Gastgeber reagierten, brachten Philip Heckmann für Jann Günther, beim Stand von 14:6 Johannes Klinkert für Andrej German und beim 15:6 Gerard Fischer für Moritz Engelmann. Doch auch nachdem Sebastian Dollinger für Sebastian Willert ins Spiel kam, tat dies der Siegeslaune Mühldorfs keinen Abbruch. Nach einem Doppelwechsel, bei dem Nelson für Jonas Zusann Platz gemacht hatte und Fabian Liemer anstelle von Alex Brandstetter ins Spiel kam, um die Angriffsmöglichkeiten Mühldorfs zu variieren, setzte sich Mühldorf auf 19:6 ab. Bei 23:9 erhielt auch Kilian Nennhuber Spielzeit, der für Fabian Bartsch als Außenannahmespieler für Mühldorf kam. Mühldorf ließ noch drei Punkte für Niederviehbach zu, machte dann aber mit 25:12 alles klar.

In Satz drei dann ein komplett anderes Bild. Plötzlich war Niederviehbach die tonangebende Mannschaft. 0:3, 3:8, 9:16 – plötzlich war der Wurm drin im Spiel der Mühldorfer, die sich erst einmal auf eine etwas veränderte Formation der Niederviehbacher einstellen mussten, zumal nun Philipp Heckmann von Beginn an auf dem Feld stand und auch Johannes Klinkert von Beginn an ran durfte. Mühldorf verkürzte auf 11:16, bevor der Gastgeber mit der Einwechslung von Günther für German neue Impulse setzte und bis zum 20:13 davoneilte. Mayer versuchte es nun mit Nennhuber für Gschwendtner und Iven Ferch für Nelson, schließlich mit Jonas Zusann für Brandstetter, doch mehr als eine Ergebniskorrektur war nicht drin (15:25).

Im vierten Durchgang dann ein ausgeglichener Spielverlauf, wobei Michi Mayer schon beim Stand von 2:3 für Nelson Fabian Liemer auf die Diagonalposition setzte. Beim 4:5 nahm Mayer eine Auszeit, der Mühldorfer Trainer konnte aber nicht verhindern, dass Niederviehbach auf 7:4 erhöhte. Beim 5:11 reagierte Mayer erneut, brachte Iven Ferch für Nico Philipeit als Mittelblocker und tatsächlich lief es besser: Mühldorf verringerte den Abstand auf 8:11.

Nach einer Auszeit auf Seiten von Niederviehbach waren dann aber wieder die Gastgeber am Zug, die auf 16:11 davoneilten. Mühldorf verkürzte (13:17), rang dem Team aus Niederviehbach eine Auszeit ab, das dann gleich wieder den alten Vorsprung herstellte (19:15 und 22:16). Mayer wechselte zurück, Nelson sollte es für Liemer richten, doch auch er konnte den Satzverlust nicht abwenden (17:25).

Die Entscheidung muss also im fünften Durchgang fallen. Mayer vertraute weiterhin auf seine Start-Sechs und wurde nicht enttäuscht. Schnell lag Mühldorf mit 4:1 in Front, als Niederviehbach diesem Lauf mit einer Auszeit unterbrach. Prompt schlug Niederviehbach zurück, kam auf 4:5 ran. Mayer nun mit einem ungewöhnlichem Wechsel, als er Jonas Zusann, eigentlich Zuspieler, für Mittelblocker Flo Gschnwendtner brachte (4:6).

Plötzlich rissen die Gastgeber im Hexenkessel von Niederviehbach die Führung an sich, machten sogar fünf Punkte in Folge, Mühldorf stand beim 7:11 mit dem Rücken zur Wand. Mayer wechselte Ferch für Nelson ein und Mühldorf verkürzte auf 10:12. Nachdem Liemer für Bartsch auf das Spielfeld kam dann wieder Niederviehbach am Zug, das sich beim Stand von 14:11 drei Matchbälle herausgespielt hat. Mühldorf hielt dagegen, (13:14), doch unterlag schließlich mit 13:15. Nur ein Punkt gegen den Tabellenvorletzten – für den Aufstiegsaspiranten aus Mühldorf zu wenig, wenn man sich vorzeitig Platz eins sichern wollte. je

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