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Im ersten Satz war mehr drin

Nichts zu holen gegen den Spitzenreiter: Karlsruhes Volleyballer siegen in Mühldorf

Leo Tille überzeugte als Zuspieler und souveräner Aufschläger.
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Leo Tille überzeugte als Zuspieler und souveräner Aufschläger.

Drei Satzbälle vergaben die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer im Sonntag-Heimspiel gegen den Spitzenreiter Karlsruhe. Wer weiß wie das Spiel gelaufen wäre, hätten die Gastgeber den ersten Satz gewonnen.

Mühldorf – „Wir hätten den ersten Satz nicht verlieren dürfen“, sagte Mühldorfs Zuspieler Leo Tille nach dem 0:3 gegen die Baden Volleys des SSC Karlsruhe. Dann wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen und am Ende hätte es nicht 0:3 gestanden. Aber so konnten nach einem ausgeglichenen ersten Satz die Baden Volleys eindrucksvoll zeigen, warum sie an der Tabellenspitze der 2. Volleyball-Bundesliga gestürmt sind.

Beide Teams waren geschwächt

Dass es schwer werden würde für die Mühldorfer, daraus machte Cheftrainer Heiko Roth im Vorfeld kein Geheimnis. Hinzu kam, dass Kapitän Tom Brandstetter gesundheitlich nicht ganz fit war und auf das Training unter der Woche verzichtete, um möglichst am Spieltag wieder fit zu ein. Aber auch die Karlsruher waren geschwächt und mussten einige Spieler krankheitsbedingt zuhause lassen.

Mit einer taktischen Umstellung versuchte der Mühldorfer Trainer, die Gegner zu verwirren. Fabian Bartsch und Laurenz Welsch tauschten die Positionen, Fabian Bartsch spielte auf der Diagonalposition und Laurenz Welsch als Außenangreifer. Ansonsten startete man mit der Standardaufstellung, mit der auch an den vergangenen Spieltagen bis auch wenige Wechsel durchgespielt wurde.

Mühldorfer gingern schnell die Führung

Im ersten Satz übernahmen die Mühldorfer schnell die Führung. Das Spiel lief für sie wie aus einem Guss: David Fecko lieferte starke Sprungaufschläge, Florian Gschwendter und David Fecko zeigten sich souverän blockstark und Fabian Bartsch und Tom Brandstätter konnten mit harten Angriffen punkten. Von einer gesundheitlichen Schwäche war beim Kapitän der Mühldorfer nichts zu sehen.

Charles Kahn, Mühldorfer Spezialist für Floataufschläge, kam beim 17:14 ins Spiel. Es lief, die Mühldorfer gingen mit komfortablen 20:15 in Führung. Doch dann gab es ein paar Eigenfehler, die man sich gegen eine Mannschaft wie die Baden Volleys nicht leisten kann. Der Vorsprung schmolz auf 20:18. Heiko Roth nahm eine Auszeit, um das Sideout zu halten. Fabian Bartsch setzte einen ganz wichtigen Big Point zum 21:18, so dass es in eine an Spannung kaum zu überbietende Endphase ging.

Drei Satzbälle nicht verwandelt

Fabian Bartsch schmetterte einen Angriff am Doppelblock vorbei zum 23:20. Doch die Karlsruher spielten sich auf 23:22 heran. Nach einem „Dankeball“, den Tom Brandstetter zum 24:23 verwandeln konnte, hatten die Mühldorfer endlich ihren ersten Satzball. Nach einem Aufschlagfehler schafften die Karlsruher den Ausgleich. Doch so bitter es war: Die Mühldorfer erspielten sich auch einen zweiten und einen dritten Satzball, den sie nicht verwandeln konnten.

Daran konnte dann auch Leo Tille nichts mehr retten, der beim Spielstand von 25:25 für Laurenz Welsch eingewechselt wurde. Laurenz Welsch tat sich mit der taktischen Umstellung nicht ganz so leicht. Die Karlsruher erspielten sich zwei Satzbälle und verwandelten den zweiten und gingen mit 1:0 in Führung.

Verlorene Satz steckte in den Knochen

Im zweiten Satz starteten die Mühldorfer mit ihrer Standardaufstellung. Der verlorene Satz steckte ihnen in den Knochen und die Gäste zogen schnell mit 5:2 davon. Laurenz Welsch konnte ein paar starke Angriffe platzieren, schien mit dem Hinterfeldangriff jetzt besser zurechtzukommen. Aber dennoch zogen die Baden Volleys souverän mit 12:6 davon.

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Immer wieder punktete Karlsruher Kapitän Jens Sandmeier, der ein ums andere Mal hervorragend bedient wurde von seinem Zuspiel-Routinier Fabian Schmidt, dem ehemaligen Vizeweltmeister der U21 Beachweltmeisterschaft.

Die Angriffe der Mühldorfer landeten im Aus, waren leicht verzogene, was eine Top-Mannschaft wie die Karlsruher nicht verzeiht. Im zweiten Satz kam dann Leo Tille beim Spielstand von 8:16 für Tom Brandstetter auf das Feld, der sowohl im zweiten als auch im dritten Satz seine Qualitäten als Zuspieler und auch als Aufschläger mehrfach unter Beweis stellte. Ebenfalls eingewechselte wurde Fritz Vähning, Kapitän der U17 Jugendnationalmannschaft, der ebenfalls lieferte.

Kein Vorbeikommen an großen Spielern

Doch die Karlsruher ließen sich ihren Run nicht mehr nehmen. Trotz immer wieder starker Angriffe von Fabian Bartsch und super Abwehraktionen von Kilian Nennhuber kamen die Mühldorfer nicht näher als zwei Punkte an die Gäste ran. Aller Athletik und guter Technik zum Trotz, kamen sie an die großen Blockspieler nicht vorbei. Allein die brutalen Angriffe von Kapitän Jens Sandmeier mit seinen 2,02 Meter waren kaum zu verteidigen.

Mühldorfs MVP war Flo Geschwendter

Am Ende des dritten Satzes hatte dann Fritz Vähning die mental schwierige Aufgabe, bei einem Spielstand von 21:24 aufzuschlagen. Das meisterte er zwar souverän, aber den Punkt machten dann doch die Karlsruher und so hieß es am Ende 0:3.

MVP auf Mühldorfer Seite wurde Flo Geschwendter mit seiner starken Leistung im Block. Das schnelle Zuspiel brachte auf Karlsruher Seite den MVP Titel für Fabian Schmidt.enk

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