EISHOCKEY DEL 2 PLAY-DOWN-RUNDE

Nicht mit dem Schädl(er) durch die Wand

Der Spaß kam im Training nicht zu kurz: Von links Thomas Schädler, Cameron Burt und Leopold Tausch. Ziegler
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Der Spaß kam im Training nicht zu kurz: Von links Thomas Schädler, Cameron Burt und Leopold Tausch. Ziegler

„Die Stimmung ist gut, die Spieler haben im Training hervorragend mitgearbeitet, das alles stimmt mich positiv“, erklärte gestern Starbulls-Interimstrainer Thomas Schädler, der die Rosenheimer Eishockeyspieler nach der Beurlaubung von Franz Steer (wir berichteten) erfolgreich durch die alles entscheidende Play-down-Runde gegen Crimmitschau führen soll.

Das erste Spiel, findet heute, Freitag, 19.30 Uhr, im Emilo-Stadion statt.

Zusammen mit Co-Trainer Martin Reichel und Schüler-Erfolgscoach Oliver Häusler versuchte Schädler vor allem für eine gute Stimmung auf dem Eis und in der Kabine zu sorgen. Nach der Mittwoch-Einheit gab es ein kleines Kabinenfest, aber Thomas Schädler ist erfahren genug, um zu wissen, dass allein gute Stimmung nicht reicht, um Spiele in der Abstiegsrunde zu gewinnen. „Im Spiel wird sich zeigen, was Sache ist. Wenn der Druck dazukommt, wenn wir vielleicht 0:1 in Rückstand geraten, dann sind die Spieler gefragt“, erklärte Schädler, der in den Trainingseinheiten großen Wert auf viele Schüsse und das Verwerten von Abprallern legte.

„Die Fans können für uns ein wichtiger Faktor werden“ Thomas Schädler

„Das ist sicher ein Rezept um Tore zu schießen, andererseits ist enorm wichtig, dass wir in der Defensive gut stehen und dem Gegner keine leichten Puckgewinne erlauben. Das ist ein Schlüssel zum Erfolg“, erklärte der 49-jährige DNL-Coach, der Diplomtrainer ist, von denen es im deutschen Eishockey nicht sehr viele gibt. Schädler hofft natürlich auch auf die Unterstützung der Starbulls-Fans: „Das kann ein ganz wichtiger Faktor für uns im Kampf um den Klassenerhalt werden.“

Schädler ist normalerweise ein Freund davon, den Gegner unter Druck zu setzen, selbst die Initiative zu ergreifen und körperbetont zu spielen, aber in dieser Serie gegen Crimmitschau, die durchaus sieben Spiele dauern kann, muss man seine Kräfte gut einteilen: „Noch dazu, wenn man wie wir eigentlich nur mit drei Reihen spielen kann.“ Dazu ist Tyler McNeely nach seiner Viruserkrankung körperlich noch angeschlagen. „Er hat einige Kilo verloren, wird aber natürlich spielen, aber ich darf ihn nicht verheizen und deshalb wird er wohl auch in Unterzahl nicht immer auf dem Eis stehen“, sagt Schädler.

Thomas Schädler war Kapitän beim Aufstieg in die Oberliga

Die Starbulls wollen also nicht mit dem Schädl(er) durch die Wand, sondern werden es mit einem Spruch halten, der neun Jahre lang in der Trainer-Kabine hing und heißt: „Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“

Deshalb hat Thomas Schädler zusammen mit Martin Reichel Gegner Crimmitschau genau analysiert. „Allein, dass ihr Topskorer Patrick Pohl in der dritten Sturmreihe spielt, sagt schon alles über den Crimmitschauer Kader aus. Aber wenn sie keine Schwächen hätten, wären sie in der Hauptrunde sicher nicht Tabellenletzter geworden“, gibt sich Schädler kämpferisch.

So wie er als Spieler war und so wie er als Kapitän die Starbulls Rosenheim von der Bayern- in die Oberliga geführt hat. Jetzt kann er zusammen mit dem Team für einen weiteren Meilenstein in der Rosenheimer Eishockey-Geschichte sorgen – den Klassenerhalt in der DEL 2. Dann wäre die Stimmung in Eishockey-Rosenheim nicht nur in den Trainingseinheiten gut... bz

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