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Ein Achterpack für Rosenheim

Nicht konkurrenzfähig: TSV 1860 Rosenheim bekommt 0:8-Klatsche in Schweinfurt

Schweinfurts Ex-Profi Daniel Adlung (rechts) gegen den jungen Rosenheimer Malik Salkic (links).Michael Hörling
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Schweinfurts Ex-Profi Daniel Adlung (rechts) gegen den jungen Rosenheimer Malik Salkic (links).Michael Hörling

Fünf Tore in zwölf Minuten kassierte der TSV 1860 Rosenheim beim FC Schweinfurt. Am Ende fuhren die Sechziger mit einer 0:8-Packung zurück nach Rosenheim.

Schweinfurt – Es war irgendwie so wie beim Ringen: Schwer- gegen Leichgewichtler auf der Matte, der „Floh“ wehrt sich nach Leibeskräften, der Überlegene braucht eine Zeit, um sich seinen Gegner zurechtzulegen. Und packt dann gnadenlos zu. So ähnlich ging’s Außenseiter und Regionalliga-Schlusslicht TSV 1860 Rosenheim beim Meisterschaftsanwärter 1. FC Schweinfurt 05. Am Ende war´s zwar kein Schultersieg, aber einer nach kompletter technischer (und auch sonstiger) Überlegenheit: 8:0!

Und jetzt kommt es schon, das große Aber: Außer den Außenpfostenschuss von Meris Skenderovic (13.) brachten die Hausherren nicht richtig viel zustande in den ersten 35 Minuten. Das mutige Solo von Laurin Demolli mit allerdings zu harmlosem Abschluss (32.) hätte fast sogar die Sechziger-Führung bedeuten können. Bis zur 37. Minute hielten die Rosenheimer wacker dagegen.

„Das 1:0 war der Dosenöffner“

Um dann ihr ganz eigenes Debakel zu erleben, ihren Untergang auch ohne Eisberg. Wobei schon das 1:0 bezeichnend war: Skenderovic deutete im Fünfer wartend an, dass Adam Jabiri doch nun auf ihn flanken möge. Der tat das: Und Linor Shabani konnte das Kopfballtor sehenden Auges nicht verhindern. „Das 1:0 war der Dosenöffner“, weiß FC 05-Trainer Tobias Strobl.

Was danach passierte, kann man in der Kategorie „Zwei-Klassen-Unterschied“ zusammenfassen. Noch vor der pause netzte Schweinfurt doppelt ein, beim 2:0 parierte TSV-Keeper Joey Brenner zuvor zwei Mal famos, um dann doch das 16. Saisontor von Adam Jabiri zuzulassen. In der Folgezeit durften Daniel Adlung und der eingewechselte Amar Suljic je zweimal ran, bei Kristian Böhnleins 4:0 gleich nach der Pause patzte Brenner, der dann auch beim 6:0 einen Flankenball unterlief. Hätte der FC 05 nicht nach 81 Minuten sein Treiben eingestellt, es wäre vielleicht zweistellig geworden.

„Wir waren nicht regionalligatauglich“

Am Boden zerstört: MaximilianKuchler und der TSV 1860 Rosenheim nach der 0:8-Pleite in Schweinfurt.

„Wir waren heute nicht wettbewerbefähig, nicht regionalligatauglich. Weder fußballerisch, noch von der Fitness oder der Man-Power“, gab Rosenheims Trainer Florian Heller frank und frei zu. Doch was sollte er auch groß sagen, außer dass ordentliche 37 Minuten halt nicht reichen. „Danach hören wir ja in der Regionalliga noch nicht auf. Wir wollten die Partie so lange wie möglich offen halten“, sagt er. Das gelang ja auch. „Aber je länger das Spiel dauerte, desto größer wurden die Abstände, kamen wir nicht mehr in die Zweikämpfe!“

Dazu kam, dass außer den beiden mitgereisten Ersatzkeepern Vegard Salihu und Christoph Wallner sich zwar warm machten, aber nicht aufs Feld gingen, als Leo Benz zehn Minuten vor dem Ende verletzt aus der Partie musste. Nur noch neun Feldspieler verhinderten aber das Allerschlimmste, wobei Amar Cekic noch die Latte traf.

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Doch die Schweinfurter wirkten auch nicht richtig glücklich. Wohl deshalb, weil parallel die Spvgg Bayreuth ab der 90. Minute noch zwei Mal traf, um gegen Illertissen mit 4:2 zu gewinnen. Weiter acht Punkte mehr haben die Oberfranken, eine weitere Partie in der Hinterhand. Und kommenden Samstag steht das direkte Duell an. Der FC 05 muss es gewinnen, will er nochmals vorne ran kommen. „Heute haben wir Rosenheims individuelle Fehler gnadenlos ausgenutzt“, weiß Tobias Strobl. Auf der weiter defekten Anzeigetafel gab es keine Infos zum Spielstand zu lesen. Aus Sicht der Rosenheimer war sicherlich das zumindest zu verschmerzen.

TSV 1860 Rosenheim: Brenner – Benz, Salkic, Kuchler (ab 73. Kießling), Jesse – Marinkovic, Shabani – Demolli, Schiedermeier (ab 66. Majanovic), Kamuf – Fenninger (ab 77. Zander).

Schiedsrichter: Schwarzmann

Zuschauer: 452.

Tore: 1:0 Skenderovic (37.), 2:0 Jabiri (42.), 3:0 Adlung (45.), 4:0 Böhnlein (47.), 5:0 Cekic (49.), 6:0 Suljic (73.), 7:0 Suljic (77.), 8:0 Adlung (81.).

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