Aschaus Trainer muss vor dem Spiel in Kolbermoor rotieren

Neun Ausfälle

Die Welt des SV Aschau hat kurz rosiger ausgeschaut - mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Heimspielen hat Jürgen Grassls Mannschaft eine kleine Heimserie hingelegt. Doch das Pech bleibt den Veilchen in dieser Saison einfach treu: Neun Spieler fallen dem Tabellenletzten aus diversen Gründen am Wochenende aus, Grassl muss seine Erfolgstruppe vom vorigen Wochenende wieder mal umbauen.

Schwere Voraussetzungen, um beim SV DJK Kolbermoor Punkte zu entführen.

Karatepe angeschlagen

Birol Karatepe hat seine Rotsperre zwar abgesessen und könnte am Wochenende erstmals in der Frühjahrsrunde auflaufen. Er wird aber laut Grassl angeschlagen passen müssen. Für die Veilchen wiegt der Ausfall schwer: Der Trainer hält Karatepe für einen der Schlüsselspieler in den eigenen Reihen. Der 28-Jährige ist ein technisch beschlagener Ballverteiler und gefürchteter Freistoßschütze. Weil mit Burim Djimsiti und Francesco Berardi in der Winterpause zwei Veteranen den Klub verließen, wäre auch Karatepes Erfahrungsschatz und Führungskraft gerade in dieser entscheidenden Phase der Bezirksligasaison mehr als gefragt.

Die Veilchen haben zwar zuletzt auch ohne Karatepe mit 5:2 gegen den SB Rosenheim II gewonnen, dies allerdings vor heimischem Publikum. Auswärts sprang für Aschau in elf Saisonspielen erst ein Punkt heraus.

Am zweiten Spieltag nahmen die Veilchen, damals noch unter der Leitung Mehmet Karahans, einen Punkt aus dem Derby beim VfL Waldkraiburg mit. Dabei hatten sie allerdings eine schnelle Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben. In den zehn folgenden Auswärtsspielen trafen die Veilchen gerade einmal viermal - es war stets zu wenig für einen Zähler.

Grassl sagt vor dem Spiel in Kolbermoor, man wolle "mitnehmen, was geht". Einfach wird dies freilich nicht. Der Gegner verfügt über eine der besten Defensivreihen der Liga - erst 30 Gegentore nach 21 Saisonspielen sprechen eine deutliche Sprache. Grassl setzt deshalb darauf, dass seine Aschauer gegen den Favoriten möglichst lange ohne Gegentor bleiben, denn in der Offensive versprüht Kolbermoor mit 35 Treffern nicht gerade große Gefahr.

Nur ein Punkt auswärts in elf Partien

Ein renommierter Name im Kolbermoorer Sturm ist jedoch immer für ein Tor gut. Patrick Eder sicherte sich in der vergangenen Saison mit 30 Buden die Torjägerkanone der Liga und auch in dieser Spielzeit zeigt er sich treffsicher. Seine 16 Treffer überbietet derzeit nur Maximilian Probst vom SB Chiemgau Traunstein. wam

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