Nach Vorfall im Training: Starbulls hatten die Köpfe nicht frei - 5 Gegentore in 8 Minuten

Josh Mitchell: Hatte sein Fehlen etwas mit dem Vorfall im Training zu tun?

Mit einer ernüchternden 5:9-Niederlage endete das Auswärtsspiel der Starbulls Rosenheim am Dienstagabend. Das Spiel des 21. Spieltags war wegen dem traditionellen Klausentreiben in Sonthofen vom Freitag vorverlegt worden.

Sonthofen – Nach dieser 5:9-Niederlage in Sonthofen verpassten die Starbulls, die neben Michael Baindl, Michael Fröhlich und Kevin Slezak diesmal auch noch auf Josh Mitchell (musste das Training am Montag abbrechen) verzichten mussten, den vorübergehenden Sprung auf Rang drei der Oberliga Süd.

Zerfahrenes Spiel bis Sonthofen fünfmal traf

Vor der Kulisse von lediglich 491 Zuschauern – darunter rund 25 Rosenheimer Fans – entwickelte sich in den ersten Minuten ein zerfahrenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einer ersten gefährlichen Starbulls-Chance von Fabian Zick in der 8. Spielminute, waren die Gäste aber zu weit aufgerückt und Sonthofens Jaden Schubert vollendete einen Konter zum 1:0. Nur zwei Minuten später nutzen die Bulls ihr erstes Powerplay zum 2:0 durch Edgars Homjakovs. Rosenheim war es zuvor mehrfach nicht gelungen den Puck aus der Gefahrenzone zu bringen. Nach einem Scheibenverlust von Maximilian Vollmayer wiederum nur zwei Minuten später lief Rosenheim erneut in einen 2:1-Konter, den Homjakovs und Filip Stopinski erfolgreich vollendeten. Eine anschließende Rosenheimer Auszeit sowie der Torwartwechsel – Lukas Steinhauer ersetzte Luca Endres – brachte zunächst keinen Erfolg. Erneut Homjakovs und Jörg Noack mit einem Schuss von der blauen Linie, bei dem Steinhauer alles andere als gut aussah, führten zum zwischenzeitlichen 5:0. Eineinhalb Minuten vor dem Ende des ersten Drittels brachte Felix Linden mit einem Schuss aus spitzem Winkel Rosenheim zumindest erstmals auf die Anzeigetafel.

Sonthofen mit Kontern erfolgreich

Im Mittelabschnitt schraubte Sonthofen einen Gang zurück und überließ den Starbulls zunehmend das Spiel, blieb aber dennoch weiterhin mit Kontern gefährlich. Zwei solche führten auch zu den Rosenheimer Gegentreffern sechs und sieben des Abends durch Daniel Maly und Fabjon Kuqi. In der Folge belohnte sich dann aber doch die Mannschaft von Trainer John Sicinski durch einen Doppelschlag von Tadas Kumeliauskas und Daniel Bucheli.

Im Schlussabschnitt verflachte das Spielgeschehen weiter. Tore fielen nur noch im Powerplay. Zunächst erhöhte Sonthofen durch Homjakovs und Santeri Ovaska jeweils in Überzahl auf 9:3, dann betrieben Dominik Daxlberger und Kumeliauskas noch Ergebniskosmetik für die Starbulls.

Stimmen zum Spiel

Martin Ekrt, Trainer Sonthofen:„Es freut uns, dass wir inklusive dem Sieg gegen Selb nun sechs Punkte eingefahren haben. Das erste Drittel war schon gut, aber danach waren immer noch 40 Minuten zu spielen. Rosenheim hat die Qualität, immer noch zurückzuschlagen. Daher mussten wir höllisch aufpassen. Aber meine Jungs haben das alle sehr gut und konzentriert gemacht.“

Nach Vorfall im Training rückt Eishockey in den Hintergrund

John Sicinski, Trainer Rosenheim: „Das Spiel war schon im ersten Drittel gelaufen. Die letzten Tage waren für uns zum Vergessen. Ich kann verstehen, dass meine Jungs heute nicht den Kopf für das Spiel hatten. Es gab gestern im Training einen Vorfall, der Eishockey in den Hintergrund rücken ließ und der dafür sorgte, dass wir die Köpfe nicht freihatten.“

ERC Bulls Sonthofen – Starbulls Rosenheim 9:5 (5:1, 2:2, 2:2). Tore: 1:0 (8.) Schubert (Slavetinsky, Havlicek), 2:0 (10.) Homjakovs (Slavetinsky, Havlicek – PP1), 3:0 (12.) Stopinski (Homjakovs, Hechtl), 4:0 (15.) Homjakovs (Havlicek – PP1), 5:0 (16.) Noack (Stopinski, Homjakovs), 5:1 (18.) Linden (Zick, Krumpe), 6:1 (26.) Maly (Homjakovs), 7:1 (30.) Kuqi (Kneisler, Slavetinsky), 7:2 (30.) Kumeliauskas (Wellhausen, Vollmayer), 7:3 (31.) Bucheli (Henriquez, Draxinger), 8:3 (41.) Homjakovs (Slavetinsky, Havlicek – PP1), 9:3 (51.) Ovaska (Havlicek, Homjakovs – PP1), 9:4 (54.) Daxlberger (Kumeliauskas, Vollmayer – PP2), 9:5 (60.) Kumeliauskas (Litesov, Zick – PP1); Strafminuten: Sonthofen 22 plus Disziplinarstrafe Kneisler, Rosenheim 26 plus Disziplinarstrafe Linden; Schiedsrichter: Gossmann; Zuschauer: 491. sar

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