Nach viertem Saisonsieg: Jakob Lange vom WSV Kiefersfelden führt Continental-Cup-Wertung an

Jakob Lange (WSV Kiefersfelden) überzeugte in Eisenerz mit seinem vierten Saisonsieg im Continental Cup. Andrea Breuer

Im österreichischen Eisenerz sind weitere Continental-Cup-Wettbewerbe in der Nordischen Kombination ausgetragen worden . Mit Jakob Lange (WSV Kiefersfelden) und Luis Lehnert (WSV Oberaudorf) waren zwei heimische Athleten des SV Inngau mit am Start.

Eisenerz– Gesprungen wurde auf der dortigen K98-Meter-Schanze. Die Läufe fanden auf der sehr selektiven 2,5-Kilometer-Schleife im Erzbergland statt, die viermal zu durchlaufen war.

Jakob Lange war als Mitfavorit angereist und steht derzeit in der Gesamtwertung des Continental Cups auf Platz eins. Der 24-Jährige kam gleich vom ersten Trainingssprung an sehr gut zurecht und konnte sich in jedem Trainingsdurchgang im Vorderfeld platzieren. Aufgrund der sehr schwierigen Windbedingungen mit Böen bis zu 60 km/h wurde das Reglement des ersten Wettbewerbs verändert. Der Wettkampf wurde in einen Massenstart umgewandelt, bei dem zuerst der 10-Kilometer-Lauf stattfand und im Anschluss gesprungen wurde. So konnte man dem viel zu starken Wind ausweichen. Als Führender im Continental Cup startete Lange aus der ersten Startreihe. Er lief von der Spitze ein sehr aggressives Rennen, bei dem sehr schnell klar wurde, dass nur der Norweger Lars Buraas und der Italiener Buzzi mithalten konnten. Beide sind jeweils weltcup-erfahrene Athleten und wie Lange ausgesprochen gute Läufer. Nach der Hälfte des Rennens übersäuerte der Italiener und musste die anderen ziehen lassen, sodass sich in der zweiten Hälfte des Rennens Lange und Buraas clever an der Spitze ablösten und mit großem Vorsprung gemeinsam als Sieger das Rennen beendeten. Sie erzielten dabei einen Vorsprung von knapp einer Minute auf den drittplatzierten Italiener Runggaldier. Luis Lehnert verlor mehr als gedacht und platzierte sich mit drei Minuten Rückstand auf dem zwischenzeitlichen 35. Platz.

Entscheidung im Springen

Die Führung nach dem Laufen war am darauffolgenden Sprungwettkampf am nächsten Morgen eine hervorragende Ausgangslage für Lange, die er dann auch souverän nutzen konnte. Mit einem Sprung von 97,5 Metern und guten Haltungsnoten gewann der Inngauer diesen Kombinationswettkampf mit elf Sekunden Vorsprung auf Sprung-Seriensieger Simen Tiller aus Norwegen und 1:20 Minuten auf den drittplatzierten Österreicher Stefan Rettenegger. Lehnert belegte im Abschlussklassement den 35. Platz.

Schlechte Ski im zweiten Bewerb

Im zweiten Wettbewerb landeten beide Inngauer Athleten mit guten Sprüngen im Vorderfeld und hatten vor dem Laufwettbewerb eine Minute Rückstand zum einmal mehr führenden Norweger Tiller. Bei diesem Abstand war Lange klar in der Favoritenrolle auf einen neuerlichen Sieg. Allerdings hatte das Wachsteam des DSV bei stark wechselnden Witterungsbedingungen diesmal nicht das glücklichste Händchen, und das gesamte DSV-Team hatte so in der Loipe wenig Chancen. Während Lange aufgrund seiner Laufstärke mit einer für ihn völlig indiskutablen 17. Laufzeit noch den elften Gesamtrang absichern konnte, fiel Lehnert auf den 49. Gesamtrang zurück.

Nach Finnland und Russland

Mit vier Siegen führt Jakob Lange dennoch die Gesamtwertung weiter deutlich an und geht als Favorit auf den Gesamtsieg in den Saisonendspurt. In zwei Wochen warten zwei weitere Continental-Cup-Wettbewerbe auf der Großschanze im finnischen Lahti, eine Woche später findet das Saisonfinale im russischen Nizni Tagil statt. Luis Lehnert startet nächste Woche bei der Junioren-WM in Oberwiesenthal. rap

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