Nach der Niederlage im Spitzenspiel: Wasserburgs Wunden sind geleckt

Gibt die Richtung vor:Matthias Haas und der TSV Wasserburg blicken voraus. cb
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Gibt die Richtung vor:Matthias Haas und der TSV Wasserburg blicken voraus. cb

1.400 Zuschauer besuchten das Bayernliga-Spitzenspiel des TSV 1880 Wasserburg gegen den FC Pipinsried. Dass die Fans aus dem Dachauer Hinterland zufrieden die Heimreise antraten, war angesichts des 2:0-Erfolgs logisch. Doch auch die Wasserburger Anhänger gingen nicht unzufrieden nach Hause.

Wasserburg– Sie waren trotz der Niederlage mit dem Spiel ihrer Mannschaft zufrieden, sprachen ihr Anerkennung und Mut zu. Die Zuschauer hatten gesehen, dass die Löwen alles gegeben und den haushohen Ligafavoriten am Rande eines Punktverlustes hatten.

Nuancen hatten entschieden

Eben jener Fakt, dass in dieser Partie mehr drin gewesen wäre, nagte jedoch an der Mannschaft. Die Spieler grämten sich, ärgerten sich und diskutierten lange über die vertane Chance. Auch Trainer Leo Haas kam nach eingängigem Videostudium zum Schluss, dass lediglich Nuancen die ausgeglichene Begegnung entschieden hatten. Pipinsried war in den zwei, drei entscheidenden Situationen cleverer. Dass den Löwen zudem ein regulärer Treffer aberkannt wurde, wurde vom allgemeinen Lobgesang auf den FC Pipinsried bayernweit übertönt. Cleverness und Abgezocktheit lassen sich allerdings nur schwer trainieren. Das ist ein Prozess, der noch etwas Zeit erfordert. In der neuen Trainingswoche haben die Löwen ihren Ärger in neue Energie umgewandelt und noch einmal eine Schippe draufgelegt. Die Wunden vom Wochenende sind geleckt. Der Trainer will, die Mannschaft will. „Diese Niederlage wirft uns nicht um“, sagte Leo Haas nach dem Spiel und gab die Marschrichtung vor.

Mit Dachau kommt ein weiteres Top-Team

Diese Leidenschaft wird angesichts der kommenden Aufgaben auch von Nöten sein. Im zweiten von drei Heimspielen am Stück, empfangen die Löwen am Freitag, 19.30 Uhr, mit dem TSV Dachau 1865 ein weiteres Topteam der Liga. Dachau besiegte den TSV Buchbach im Pokal souverän mit 4:1 und erreichte gegen den TSV 1860 München in der nächsten Runde ein 0:0 nach regulärer Spielzeit, ehe das Aus im Elfmeterschießen folgte. Die Mannschaft des ehemaligen Schalkers Fabian Lamotte ist gespickt mit höherklassig erfahrenen Akteuren wie Abwehrchef Alexander Weiser oder Torjäger Christian Doll.

Im bislang einzigen Aufeinandertreffen beider Vereine siegte der TSV Wasserburg 2007 in der Relegation zur Bezirksoberliga in Grafing mit 3:2. In der Bayernliga treffen sich die Kontrahenten heute nun wieder. jah

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