Nach der Niederlage im Pokalfinale: Kolbermoors Tischtennis-Damen wollen Wiedergutmachung

Kristin Lang (hinten) will am Wochenende mit Böblingens Qianhong Gotsch noch eine offene Rechnung aus der Vorrunde begleichen. Erlich

Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen sind nicht unbedingt glücklich in das neue Jahr gestartet. Im Finale des Final Four unterlagen sie dem Barin mit 0:3. An diesem Wochenende wollen sie die Gelegenheit aber nützen, alles wieder ins rechte Licht zu rücken.

Kolbermoor – Kolbermoors Tischtennis-Damen wollen in den beiden Auswärtsspielen zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde möglichst vier Punkte holen.

Im Pokal hat das Glück gefehlt

„Wir haben letzte Woche gegen Berlin nicht unbedingt das Glück gehabt, das wir gebraucht hätten, um beispielsweise ein knappes Auftaktspiel wie es bei Kristin Lang gegen Fu Yu der Fall war, zu gewinnen. Wir versuchen nun, eine gute Rückrunde zu spielen, um noch Zweiter zu werden“, so Kolbermoors Coach Michael Fuchs.

Die beste Gelegenheit dazu bietet sich nun an diesem Wochenende, wenn man zum Rückrundenauftakt am Samstag zunächst beim TV Busenbach und am Sonntag beim SV Böblingen antreten muss. Wenn man also morgen beim Tabellenachten antritt, scheint die Angelegenheit klar zu sein. Am Ende sollte ein klarer Sieg zu Buche stehen. Zumindest die Bilanzen der Gastgeberinnen sowie der Damen des Tabellenzweiten belegen dies. Michael Fuchs ist da aber ganz anderer Meinung. „Unsere Damen haben zwar gut trainiert. Wir müssen aber ohne Yaping Ding spielen. Und außerdem ist eine Tanja Krämer oder Jessica Göbel immer für den einen oder anderen Punkt gut“, erklärte er die Situation, die das heimische Quartett in der Waldbronner Turnhalle erwartet. Vor allem im Doppel ist die 39-Jährige, die seit Jahren mit Jessica Göbel ein sehr harmonisches Duo bildet, recht schwer zu bezwingen. Busenbach, das letzte Woche beim Final Four dem späteren Titelträger TTC Berlin im Halbfinale unterlegen war, wird zudem sicherlich alles versuchen, den Abstand zum Nichtabstiegsplatz, der nur einen Zähler beträgt, nicht größer werden zu lassen.

Gotsch – 52-jährige Ausnahmespielerin

Mit dem TV Böblingen, bei dem man am Sonntag zu Gast ist, hat man in den letzten Jahren einerseits gute Erfahrungen gemacht, andererseits aber nicht mit deren Aushängeschild Qianhong Gotsch. Gegen die inzwischen 52-jährige Ausnahmespielerin, die in Gärtringen für die CDU im Gemeinderat sitzt, hat sich zuletzt sowohl Kristin Lang wie auch Lily Zhang die Zähne ausgebissen. Die Chinesin, die bislang 666 Einzel für den SV Böblingen bestritt und 577 davon gewann, ist auch maßgeblich daran beteiligt, dass die Baden-Württembergerinnen derzeit auf Platz vier liegen. Aber nicht nur diese Akteurin ist es, die für Furore sorgt, sondern auch der Rest dieses Teams. Böblingen spielt sehr solide, weshalb Trainer Volker Ziegler am Sonntag auch wieder auf die Mannschaft vertraut, die am Ende der Vorrunde den TSV Schwabhausen mit 6:4 nach Hause schickte. Nicht umsonst erklärte Michael Fuchs: „Es wird kein Spiel im Vorübergehen“. Da mag er mit Sicherheit recht haben, denn ihn und sein Quartett erwarten auch noch viele Zuschauer. In den beiden letzten Begegnungen konnte der SV Böblingen 650 Besucher begrüßen. Und da die Partie als Topspiel eingestuft wird, dürfte die Halle am Silberweg aus allen Nähten platzen. eg

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