Nach 22 Jahren Österreich den Titel abgenommen: Deutsche Weitenjäger sind wieder Weltmeister

Weltmeister im Weitschießen bei der „WM dahoam“ in Regen: Das deutsche Team mit Reinhold Beyerlein, Markus Schätzl, Michael Späth und Peter Rottmoser, das nach 22 wieder einen WM-Titel bejubeln durfte. Kamhuber
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Weltmeister im Weitschießen bei der „WM dahoam“ in Regen: Das deutsche Team mit Reinhold Beyerlein, Markus Schätzl, Michael Späth und Peter Rottmoser, das nach 22 wieder einen WM-Titel bejubeln durfte. Kamhuber

Jeder internationale Titel ist für die Athleten, Nation und Fans ein Fest für sich. Allerdings gibt es Siege, die mehr berauschen und eine gesamte Sportart prägen. Nach 22 Jahren wurden Deutschlands Weitenjäger wieder Weltmeister im

Regen – Das war bei den Nationenwertungen im Weitenwettbewerb der Damen und Herren bei der Weltmeisterschaft im Stockschießen in Regen der Fall. Obwohl Annalena Leitner (SV Unterneukirchen), Antonia Kachelmann (ESC Uehlfeld), Birgit Wagner (ESV Mitterskirchen) und Sabrina Miels (AC Neustift) nach den fünf Durchgängen den beiden Österreicherinnen Petra Winkler und Evelyn Perhab die Plätze 2 und 3 überlassen mussten, reichte es als Team mit 230,07 Metern zu einem souveränen Sieg vor Österreich (224,97) und der Schweiz (183,75). Damit sind Deutschlands Weitendamen die ersten Mannschaftsweltmeister aller Zeiten.

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In Graz zum letzten Mal Teamweltmeister

Vor 22 Jahren bei der Weltmeisterschaft in Graz sind die deutschen Weitenjäger zum letzten Mal Teamweltmeister geworden. Und bei der „WM dahoam“ in Regen war es endlich wieder soweit. Europameister Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen), Routinier Peter Rottmoser (SV Schechen), Lokalmatador Michael Späth (FC Altrandsberg) und Wiederkehrer Reinhold Beyerlein (TSV Friedenfels) stellten Österreich in den Schatten. Allerdings dauerte es etwas, bis das DESV-Quartett Fahrt aufnahm.

Nach zwei Durchgängen noch hinter Österreich

Nach den ersten beiden Durchgängen lag Deutschland noch hinter Österreich. Während die beiden Bundestrainer Christian Englbrecht und Thomas Englmaier (beide SV Oberbergkirchen) Philipp Baumgartner und Markus Bischof auf der Rechnung hatten, überraschte vor allem der noch relativ unbekannte Manuel Wildhölzl. Als Schätzl aber im dritten Durchgang abging und die spätere Tagesbestweite von 99,55 Meter erreichte, schien die Sache im Zusammenspiel mit Rottmoser (97,54) und Beyerlein (90,26) schon gelaufen. Doch im gleichen Durchgang legte Bischof um sechs auf 92,42 und Markus Weichinger um zwei auf 90,87 Meter zu. Nun stand Deutschland wieder unter Druck, dem dann ausgerechnet Späth standhielt. Der Lokalmatador und Junioren-Mannschaftsweltmeister verbesserte sich im vierten Versuch um über acht Meter auf 91,72 wodurch Deutschland in der Endabrechnung mit 290,30 doch relativ klar vor Österreich (282,27) und Slowenien (213,61) triumphierte.

Medaillenchancen beim Einzelfinale am Freitag

Im Einzelfinale am Freitag von 17 bis 21 Uhr kann der komplette DESV-Tross wieder WM-Medaillen abräumen. Denn alle acht schwarz-rot-goldenen Weitenjäger haben das Finale der jeweils zwölf besten Vorrundenteilnehmer problemlos erreicht.

Die Ergebnisse

WM im Weitenwettbewerb – Nationenwertung Damen: 1. Deutschland (Annalena Leitner/SV Unterneukirchen, Birgit Wagner/ESV Mitterskirchen, Antonia Kachelmann/ESC Uehlfeld, Sabrina Miels/AC Neustift) 230,07 Meter; 2. Österreich 224,97; 3. Schweiz 183,75; 4. Australien 173,96; 5. Italien 169,57; 6. Kanada 165,56; 7. Namibia 140,22.

Herren: 1. Deutschland (Markus Schätzl/SV Oberbergkirchen, Peter Rottmoser/SV Sche-chen, Michael Späth/FC Altrandsberg, Reinhold Beyerlein/TSV Friedenfells) 290,30; 2. Ös-terreich 282,27; 3. Slowenien 213,61; 4. Australien 211,02; 5. Italien 200,58. kam

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