Tischtennis-Bundesliga

Nach erstem Heimsieg: Kolbermoor nähert sich dem Spitzenduo an

Kristin Lang – hier erfolgreich im Spiel gegen Petrissa Solja – durfte mit ihrer Leistung nach ihrer Verletzungspause durchaus zufrieden sein.
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Kristin Lang – hier erfolgreich im Spiel gegen Petrissa Solja – durfte mit ihrer Leistung nach ihrer Verletzungspause durchaus zufrieden sein.

Den vergangenen Sonntag können sich Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen im Kalender rot anstreichen. Einerseits landeten sie im dritten und letzten Heimspiel der Vorrunde gegen den TSV Langstadt mit dem 5:3-Erfolg ihren ersten Heimsieg, andererseits gewann der TSV Schwabhausen das Spitzenspiel gegen den SV Böblingen, sodass Kolbermoor nur noch einen Punkt hinter dem Spitzenduo liegt.

Kolbermoor– Am Ende ging dieser Erfolg auch in Ordnung, denn die Gastgeberinnen zeigten in jeder Hinsicht Engagement und kämpften bis zum Schluss um jeden Ball. Dass ausgerechnet Kristin Lang ihr Auftakteinzel gegen Dina Meshref in vier Sätzen verlor, war etwas überraschend. Allerdings wusste man aufgrund ihrer Verletzung um den Trainingsrückstand. Sie ließ nach ihrem ersten Einzel auch wissen, dass sie sich noch etwas „morsch“ gefühlt habe. „Ich habe in meinem Spiel drei, vier Fehler gemacht, die sonst nicht passieren. Dafür hat Yuan Wan alles ausgebessert“, meinte Lang. Tatsächlich war es die 23-jährige gebürtige Eberswalderin, die für eine Überraschung sorgte und mit Petrissa Solja Deutschlands derzeit beste Spielerin in vier Sätzen in die Schranken wies. Wan nahm dabei im vierten Durchgang beim Stand von 5:6 eine Auszeit, ging dann mit 9:6 in Führung und gewann letztendlich mit 11:7.

Kristin Lang läuft zur Hochform auf

Auch im hinteren Paarkreuz teilte man sich die Punkte, sodass man nach den ersten Begegnungen bei einem 2:2-Zwischenstand hielt. Kolbermoors stellvertretender Abteilungsleiter Günther Lodes zeigte sich dabei beeindruckt von den gebotenen Leistungen: „Das Niveau ist sehr hoch.“ Dieses Niveau hielt auch im zweiten Durchgang an. Da lief Kristin Lang zu Hochform auf. Zunächst lag sie gegen Petrissa Solja mit 0:2 im Hintertreffen. Und auch im dritten Satz lief sie bis zum 6:7 einem Rückstand nach, glich dann aber aus und holte anschließend vier Punkte in Folge zum 11:7-Erfolg. Nach dem Ausgleich zum 2:2 führte sie im Entscheidungssatz mit 4:2, was Solja veranlasste, eine Auszeit zu nehmen. Diese half allerdings nur der 35-jährigen Physiotherapeutin, die ihre Gegnerin – nachdem man bei 5:3 die Seiten wechselte – an die Wand spielte und mit 11:3 die Nase vorne hatte. Von diesem Erfolg angestachelt, setzte Yuan Wan noch eins drauf und schlug Dina Meshref in vier Sätzen zum 4:2.

Svetlana Ganina sichert den Sieg

Einen Punkt hatte man nun schon sicher. Aber man wollte mehr und bekam auch mehr. Verantwortlich dafür war einmal mehr Svetlana Ganina, die Tanja Krämer in vier Sätzen niederringen konnte. Obwohl sie im ersten Satz anfangs noch mit 1:5 im Rückstand lag, kam sie mit der Zeit immer besser ins Spiel und schaffte zwangsläufig auch eine 2:1-Satzführung. Beim 10:6 im vierten Satz vergab die Russin zwar den ersten Matchball, sorgte dann aber mit dem nächsten Punkt zum 11:7 dafür, dass sich Kolbermoors Damen die ersten beiden vollen Punkte auf dem Habenkonto gutschreiben lassen durften. Dass sich Laura Tiefenbrunner im abschließenden Einzel gegen Franziska Schreiner geschlagen geben musste, hatte nur noch statistischen Wert.

Abteilungsleiter Michael Fuchs zeigte sich erfreut: „Es war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Eigentlich war Yuan Wan die Spielerin des Tages, hat sie doch Petrissa Solja und auch Dina Meshref geschlagen.“ Für den SV DJK Kolbermoor punkteten: Wan, Ganina (je 2), Lang (1). eg

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