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Dramatik bis zum letzten Ballwechsel

Nach dem 5:5-Remis: Jetzt ist für Kolbermoors Tischtennisdamen das Halbfinale drin

Naomi Pranjkovic spielte im Viertelfinalhinspiel groß auf und wurde mit einem Punkt im Einzel auch belohnt.
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Naomi Pranjkovic spielte im Viertelfinalhinspiel groß auf und wurde mit einem Punkt im Einzel auch belohnt.

Nicht gewonnen, aber auch nicht verloren: Das ist das Fazit, das Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen nach dem Viertelfinalhinspiel beim TSV Schwabhausen zogen.Jetzt hat man am Sonntag alle Chancen das Halbfinale zu erreichen.

Schwabhausen – 5:5 bei 19:19 Sätzen hieß es nach etwa 205 aufregenden und spannenden Minuten: Schon die Eingangsdoppel mit einer Punkteteilung waren an Spannung beim Viertelfinalspiel der Kolbermoorer Tischtennisdamen in Schwabhausen kaum zu überbieten.

Insbesondere das Duo Lang/Wan sorgte nach der knappen 2:0 Satzführung gegen Sabine Winter und Orsolya Feher für Nervenkitzel, als sie im vierten Durchgang anfangs mit zwei Punkten im Hintertreffen lagen, Mitte des Satzes ausgleichen konnten und in der Endphase beim Stand von 10:8 plötzlich zwei Matchbälle hatten. Den ersten vergaben sie noch, aber der zweite zum 11:9 saß.

Tolles Tischtennis im ersten Paarkreuz

Auch im ersten Paarkreuz zeigte man den etwa 100 Zuschauern Tischtennis allererster Güteklasse. Eigentlich schien es ja, als könnte YuanWan die Australierin Yangzi Liu knacken nachdem sie ihre Gegnerin im ersten Satz kalt erwischte und mit 11:5 gewann. Allerdings musste sie mit Fortdauer der Begegnung feststellen, dass sich Liu immer besser auf sie einstellen konnte, sodass am Ende doch eine 1:3-Niederlage zu Buche stand.

Kristin Lang spiele groß auf

Dafür aber spielte Kristin Lang groß auf. Gegen Sabine Winter, gegen die sie vor drei Wochen noch ganz klar verlor, spielte sie sich in einen wahren Rausch und brachte ihrer Freundin mit dem 3:0 die dritte Saisonniederlage bei.

Im hinteren Paarkreuz hatte man das gastgebende Quartett vollends überrascht, auch wenn es sowohl bei Naomi Pranjkovic wie auch bei Svetlana Ganina im jeweils ersten Satz nicht unbedingt nach zwei Punkten aussah. Aber Pranjkovic ließ sich gegen Mercedesz Nagyvaradi im zweiten Satz beim Stand von 9:9 nicht aus der Ruhe bringen und gewann mit 11:8.

Im dritten Satz lag sie mit 6:8 im Rückstand und verbuchte anschließend vier Zähler in Folge zur 10:8-Führung. Nachdem sie diesen Durchgang mit 11:8 für sich entschieden hatte, spielte sie in Durchgang Nummer vier konsequent weiter und konnte bei einer 10:7-Führung gleich den ersten Matchball nutzen.

Svetlana Ganina musste über die volle Distanz gehen

Svetlana Ganina musste hingegen über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. Dabei lag sie gegen Mateja Jeger anfangs sogar mit 0:2 Sätzen im Rückstand. Der dritte Satz schien nach dem anfänglichen 1:3-Rückstand schon so etwas wie eine Entscheidung zu sein. Aber die Russin kämpfte sie heran und schaffte sogar eine 10:7 Führung. Nach dem knappen aber verdienten 12:10 Erfolg hatte sie den Widerstand zumindest im vierten Satz, den sie sogar mit 11:2 für sich entschied, scheinbar gebrochen. Dies schien die 5:1-Führung beim Seitenwechsel im Entscheidungssatz zu bestätigen. Allerdings kamen dann ein paar Leichtsinnsfehler hinzu, die zum 10:7 führten. Nicht unbedingt freiwillig spannte sie ihre Mannschaftskolleginnen und die mitgereisten Zuschauer auf die Folter, als sie drei Matchbälle vergab und erst in der Verlängerung mit 12:10 das bessere Ende für sich hatte.

Es wurde wieder spannend

Ein Punkt für ein Unentschieden, zwei Punkte für den Sieg, das war für den zweiten Einzeldurchgang die Ausgangslage. Als aber sowohl Kristin Lang wie auch Yuan Wan ihre Spiele abgeben musste, wurde es doch wieder spannend. Zumindest Svetlana Ganina sorgte mit dem klaren 3:0 Sieg gegen Mercedesz Nagyvaradi für den erlösenden Zähler, der das Unentschieden sicherte. Und Naomi Pranjkovic hatte dann sogar noch die Möglichkeit für einen Gesamtsieg zu sorgen. Gegen Mateja Jeger lag sie zwar mit 1:2 Sätzen im Rückstand, glich aber in Durchgang Nummer vier, in dem beide Spielerinnen ein Timeout benötigten, zum 2:2 aus.

Im Entscheidungssatz misslangen ihr aber in der Anfangsphase einige Bälle, sodass man beim Stand von 0:5 aus Sicht der Kolbermoorerin die Seiten wechselte. Mit der Zeit schaffte sie es aber doch noch ihrer Kontrahentin bis zum 7:9 gefährlich nahe zu kommen. Die Kraft reichte letztendlich doch nicht mehr aus, sodass am Ende eine 7:11-Niederlage zu Buche stand, die das 5:5 amtlich machte.

Top-Ausgangslage um das Halbfinale zu erreichen

Boris Pranjkovic, der den verhinderten Trainer Michael Fuchs vertrat, zeigte sich nach Spielende noch ganz aufgeregt: „Es war Dramatik pur und in jeder Hinsicht äußerst spannend. Kristin Lang hat überraschend gut gegen Sabine Winter gespielt und auch Naomi hat wirklich gut agiert. Die fünf Punkte, die wir gemacht haben, waren eigentlich klarer herausgespielt. Wir haben jetzt eine Top-Ausgangslage, das Halbfinale zu erreichen “.

Für Kolbermoor punkteten: Doppel: Lang/Wan (1); Einzel: Ganina (2), Lang, Pranjkovic (je 1).

Am Sonntag können Kolbermoors Damen im Rückspiel vor eigenem Publikum ab 13 Uhr den Einzug in das Halbfinale perfekt machen.

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