EISHOCKEY-OBERLIGA

Nach acht Siegen: Starbulls-Erfolgsserie ist gerissen

Da war die Rosenheimer Welt noch in Ordnung: Simon Heidenreich trifft zur 3:2-Führung für die Starbulls.
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Da war die Rosenheimer Welt noch in Ordnung: Simon Heidenreich trifft zur 3:2-Führung für die Starbulls.

Die Starbulls Rosenheim haben das Top-Spiel in der Eishockey-Oberliga Süd verloren. Die Mannschaft von Trainer John Sicinski musste sich im Nachholspiel in Regensburg mit 3:6 geschlagen geben. Dabei lagen die Rosenheimer schon mit 2:0 in Führung, ehe Sicinskis Team einen Riesenfehler machte.

Regensburg– Nach zuletzt acht Siegen in Folge hat der Erfolgslauf der Starbulls Rosenheim am Dienstagabend ein Ende gefunden. Die Grün-Weißen mussten sich im Nachholspiel bei den Eisbären Regensburg mit 3:6 geschlagen geben. Ausschlaggebend dafür war eine Schwächephase der Starbulls im Mittelabschnitt, als man binnen nicht einmal acht Minuten drei Gegentreffer hinnehmen musste.

Henriquez spielte für Ingolstadt

Im Vergleich zum 5:2-Sieg vom Sonntag war Rosenheims Trainer John Sicinski zu zwei Umstellungen gezwungen. Da neben den bereits schon länger fehlenden Benedikt Dietrich und Kevin Slezak auch der nach Ingolstadt abkommandierte Enrico Henriquez-Morales und Philipp Lode nicht mit von der Partie waren, rückten Alexander Biberger sowie Florian Maierhofer ins Lineup. Dominik Kolb – vor zwei Tagen noch Verteidiger – rückte anstelle von Henriquez-Morales an die Seite von Michael Baindl und Alexander Höller in die erste Sturmreihe. Dafür verteidigte diesmal Tobias Draxinger neben Dennis Schütt und Michael Gottwald rückte zu Beppo Frank. Maierhofer ersetzte Lode in der vierten Angriffsformation.

Zehn Sekunden bis zum Anschlusstor

Die Grün-Weißen zeigten sich von Beginn an hellwach und kamen – bedingt auch durch ein frühes Powerplay – sehr gut ins Spiel. Die Folge war die Führung durch den sträflich freistehenden Maximilian Vollmayer. Und damit nicht genug für die Starbulls-Anhänger: Nicht einmal zwei Minuten später traf Verteidigerkollege Florian Krumpe zum 2:0. Von den beiden Gegentreffern aufgeweckt, kamen nun aber auch die Gastgeber besser ins Spiel. Lediglich zehn Sekunden nach dem zweiten Rosenheimer Tor verkürzte Richard Divis auf 1:2. In den folgenden Minuten schnürten die Eisbären die Starbulls im eigenen Drittel regelrecht ein und kamen zu mehreren Torabschlüssen. Fast schon folgerichtig überwand Regensburgs Kapitän Peter Flache, der nach abgesessener Sperre wieder mit dabei war, Goalie Andi Mechel aus kurzer Distanz erneut und glich für die Gastgeber aus. In der Schlussphase des ersten Spielabschnitts war weiterhin die Mannschaft von Trainer Max Kaltenhauser am Drücker. Mechel rettete für die Grün-Weißen aber mit mehreren Paraden das Remis zur ersten Pause.

Nach der Führung legt Regensburg nach

Auch im Mittelabschnitt hatten die Gäste von der Mangfall zunächst das Momentum für sich. Nachdem er im ersten Anlauf noch gescheitert war, traf der von Kyle Gibbons und Curtis Leinweber in Überzahl schön in Szene gesetzte Simon Heidenreich zur erneuten Führung. Kurz darauf musste allerdings Beppo Frank auf die Strafbank und Regensburg glich durch Lukas Heger erneut aus. Fortan bestimmten wieder die Gastgeber das Geschehen. Nachdem auf beiden Seiten jeweils eine Überzahlsituation ungenutzt blieb, brachte Regensburgs Verteidiger Jakob Weber mit einer Einzelaktion die Domstädter erstmals in Front. Nur 36 Sekunden später kombinierten sich Heger, Petr Heider und Nikola Gajovsky durch die Rosenheimer Defensive und der tschechische Top-Scorer der Oberpfälzer schloss erneut erfolgreich ab. Nach dem Doppelschlag nahm Sicinski eine Auszeit und schaffte es so, wieder Ruhe in seine Mannschaft zu bringen. Die letzten Minuten des zweiten Drittels verstrichen damit torlos, sodass es mit einem 3:5 aus Starbulls-Sicht in den Schlussabschnitt ging.

Letzter Treffer ins leere Tor

In diesem verpassten die Gastgeber in den ersten Minuten trotz guter Chancen die Vorentscheidung. In der Schlussphase drückten dann noch einmal die Starbulls. Während eines weiteren Powerplays etwa dreieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Sicinski frühzeitig Mechel zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Doch all dies nützte nichts. Mit einem Empty-net-Goal sorgte Constantin Ontl für den 6:3-Endstand.

„Wir haben nach der 2:0-Führung einen Riesenfehler gemacht“, meinte Starbulls-Coach Sicinski. Das 1:2 habe Regensburg wieder ins Spiel gebracht, während sein Team den Faden verloren hätte. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir wenig Land gesehen und haben Sachen gemacht, die wir seit Monaten nicht mehr gemacht haben. In den letzten zehn Minuten war der unbedingte Wille da, aber das war zu wenig.“ Während Regensburgs Trainer Max Kaltenhauser eine „brutale Mannschaftsleistung“ sah, meinte Sicinski: „Das waren nicht die Starbulls, die wir gewohnt sind.“

Spielstatistik:Eisbären Regensburg – Starbulls Rosenheim 6:3 (2:2, 3:1, 1:0). Tore: 0:1 (5.) Vollmayer/Leinweber, Daxelberger, 0:2 (7.) Krumpe/Höller, 1:2 (7.) Divis/Gajovsky, Heger, 2:2 (10.) Flache/Keresztury, Ontl, 2:3 (22.) Heidenreich/Gibbons, Leinweber – PP1, 3:3 (25.) Heger/Tippmann, Ontl – PP1, 4:3 (32.) Weber/Keresztury, Ontl, 5:3 (32.) Gajovsky/Heger, Heider, 6:3 (60.) Ontl/Flache; Strafminuten: Regensburg 12, Rosenheim 10; Schiedsrichter: Harrer/Lender. sar/tn

Eine der Chancen in der Schlussphase, aber der Puck trudelt am Regensburger Gehäuse vorbei.

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