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Hochsprung-Gegner von 1973 trafen sich

Nach 48 Jahren den früheren DM-Konkurrenten im Chiemgau aufgespürt

Präsentierten Urkunden und Medaillen der Deutschen Meisterschaft im Hochsprung von vor 48 Jahren: Vizemeister Uwe Tobaben aus Buxtehude (rechts) und der Ruhpoldinger Claus Pichler, der den Bewerb gewann.
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Präsentierten Urkunden und Medaillen der Deutschen Meisterschaft im Hochsprung von vor 48 Jahren: Vizemeister Uwe Tobaben aus Buxtehude (rechts) und der Ruhpoldinger Claus Pichler, der den Bewerb gewann.
  • VonLudwig Schick
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Im Jahr 1973 haben sich Claus Pichler und Uwe Tobaben bei der Deutschen Schülermeisterschaft im Hochsprung duelliert, danach ging der Kontakt der beiden Kontrahenten verloren. Nach 48 Jahren trafen sich der Ruhpoldinger und sein damaliger Herausforderer aus Niedersachsen nun wieder.

Ruhpolding – Dass sportliche Erlebnisse auch nach fast einem halben Jahrhundert noch nachwirken und präsent sein können, dafür sind Uwe Tobaben aus der Hansestadt Buxtehude und der Ruhpoldinger Claus Pichler der beste Beweis. Beide talentierte Hochspringer aus längst vergangenen Schülertagen trafen sich vor kurzem im privaten Rahmen mit Blick auf die Chiemgauer Berge, um nochmals ihre Eindrücke von der 3. Deutschen Schülermeisterschaft 1973 in Koblenz aufzufrischen.

Pichler hat alle „in Grund und Boden gesprungen“

Beide Kontrahenten aus völlig entgegengesetzten Landesteilen hatten sich aufgrund ihrer Vorleistungen für das damals noch rein westdeutsche Großereignis qualifiziert und dort auch den Einzug ins Finale der bis zu 14-Jährigen geschafft. In dessen Verlauf zeigte dann Pichler seine außergewöhnliche Klasse und gewann unangefochten mit 1,95 Metern Sprunghöhe den deutschen Meistertitel, Uwe Tobaben wurde mit 1,81 Metern Vizemeister. „Der Claus hat uns alle in Grund und Boden gesprungen, das war schon imposant“, erinnert sich der Niedersachse an die Situation, als der Ruhpoldinger Durchgang für Durchgang die Messlatte immer höher legen ließ und erst in Richtung Zwei-Meter-Marke scheiterte. Und das, obwohl er ein Jahr jünger war als die anderen Mitbewerber.

Dabei waren die Wettbewerbsbedingungen nicht gerade optimal, denn der anhaltende Regen ließ den Anlauf, eine veraltete Aschenbahn sowie die rutschige Gummimatte am Absprungpunkt zu unkalkulierbaren Risikofaktoren werden, blickt Pichler zurück. Für ihn war der Koblenz-Trip die erste große Reise seines jungen Lebens, dementsprechend fremd empfand er die damaligen Eindrücke. Vor allem an das luxuriöse Hotel Brenner in Koblenz, in dem er mitsamt Trainer und Betreuer Martin Haßlberger logierte, blieb ihm bis heute in Erinnerung.

Danach aus den Augen verloren

Dass sich die beiden Jungsportler nach dem Koblenzer Höhepunkt letztlich aus den Augen verloren, dürfte daran gelegen haben, weil Tobaben in den Hürdenbereich sowie zum Fünfkampf wechselte und Pichler später aufgrund massiver Knieprobleme seine Sportlerlaufbahn an den Nagel hängen musste. Dabei standen ihm mit dem deutschen Jugendtitel 1978 (der spätere Olympiasieger Dietmar Mögenburg landete auf Platz zwei) und mit einer persönlichen Bestleistung von 2,18 Metern alle Wege offen.

Übers Internet den Kontrahenten wieder entdeckt

Zustande kam das späte Treffen über die touristische Schiene. Wie Uwe Tobaben erzählt, hatte er heuer eine Wanderreise nach Ruhpolding gebucht. In dem Zusammenhang erinnerte er sich an jenen blonden, für sein Alter schon großgewachsenen Burschen aus Ruhpolding, dessen Namen er aber nach so langer Zeit nicht mehr wusste. Das Internet führte ihn letztlich auf die richtige Spur des damaligen Konkurrenten, der zwischenzeitlich seiner Heimatgemeinde als Bürgermeister vorgestanden hatte. Und damit keine Zweifel aufkommen, hatte der Gast aus dem hohen Norden Urkunde und Medaille des Wettbewerbs im Reisegepäck mit dabei. Damit konnte auch Claus Pichler aufwarten, denn auch für ihn war der damalige Erfolg eine wichtige sportliche Station gewesen.slu

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