Nach der 1:3-Niederlage in Riessersee: Starbulls ohne Heimrecht in die Play-offs

Erzielte in Riessersee den einzigen Rosenheimer Treffer: Dominik Daxlberger. Ziegler

Einen Spieltag vor Ende der Meisterrunde in der Eishockey-Oberliga Süd ist zumindest für die Starbulls Rosenheim seit Freitagabend alles geklärt:

Garmisch-Partenkirchen – Das Heimrecht ist für Rosenheim nach der 1:3-Niederlage beim SC Riessersee endgültig weg, der 5. Tabellenplatz ist zementiert, der Gegner aus dem Norden im Achtenfinale der Play-off-Runde heißt Hannover Indians und das Heimspiel am Sonntag, 18 Uhr, gegen Weiden ist damit bedeutungslos geworden.

Die Entscheidung fiel im ersten Spielabschnitt, war aus Sicht der Starbulls Rosenheim aber bis zum Spielende unumstößlich: Der vierte Platz und damit ein mögliches Heimrecht für die Play-offs ist nach der 1:3 Niederlage dahin. Rosenheim war im Derby unter der Alpspitze vor 3023 Zuschauern anfangs zu passiv, fand danach keine wirksamen Mittel mehr, um die aus München massiv verstärkte SCR-Truppe in die Bredouille zu bringen.

Lange Zeit war die Partie wenig dazu angetan, um den zahlreich angereisten SBR-Anhang in adäquater Form zu bespaßen. Erst als Dominik Daxlberger sechs Minuten vor Spielende mit der Rückhand auf 1:2 verkürzte, schöpften die Starbulls und ihre Fans erstmals richtig Hoffnung.

In der Schlussminuten die Entscheidung

John Sicinski nahm Andi Mechel bereits zwei Minuten vor Spielende aus dem Tor. Eingedenk der Umstände freilich eine alternativlose Maßnahme. Allein, es half nicht mehr. In der Schlussminute traf Uli Maurer ins verwaiste Rosenheimer Tor. „Garmisch war einen Tick besser“, räumte Sicinski hinterher ein. Sein Team verlor diese wichtige Begegnung im ersten Abschnitt, müsse baldigst „einen Weg finden, weniger leichtsinnige Fehler zu machen“. Beide SCR-Treffer fußten auf kapitalen Missgeschicken der Gäste, in Form von Situationen, die sich hätten leicht klären lassen. Luca Zitterbart etwa kam nur an die Scheibe, weil selbige den Weg über die blaue Linie nicht fand. Münchens Leihgabe machte noch ein paar Schritte, traf dann aus dem Handgelenk präzise neben den Schoner von Mechel. Rosenheims Goalie waren keinerlei Vorwürfe zu machen. Mechel hielt was zu halten war. Unter anderem gegen Maurer, der aus kürzester Distanz abzog. Auch beim 0:2 parierte Mechel zunächst gegen Vollmer, ehe Victor Östling den Rebound aus spitzem Winkel versenkte. Die Kollision zweiter SBR-Cracks in der Entstehung fiel freilich unter Sicinskis Fehleranalyse.

Auf der anderen Seite war die Durchschlagskraft überschaubar. In der Startphase liefen Michi Baindl und Fabian Zick den 2-1 Konter, in der Schlussminute verpasste der Kapitän dann noch die beste Powerplaychance.

Sicinski attestierte beiden Teams das Mitwirken an einem „spannenden, Playoff-ähnlichen Eishockey“, benannte aber auch den aus seiner Warte maßgeblichen Faktor für die Niederlage. Man habe gesehen, dass Riessersee die „beste Defensive“ der Liga stelle. „Sie hat wenig zugelassen.“ Und nach solch einem Rückstand sei es nahezu überall schwierig, in das Spiel zurückzufinden.

Rosenheim erhöhte zum Mittellabschnitt die körperliche Präsenz, ließ die Werdenfelser nicht mehr so locker walten. Fruchtete zwar in Sachen Torgefahr nicht wirklich, sorgte aber für Stimmung, weil sich Jacob Robinson-Smith und Dennis Lobach die nonverbale Meinung geigten Nach Daxelbergers Hoffnungsschimmer wurde dann endlich auch das Gehäuse von Daniel Fießinger beharrlicher unter Beschuss genommen - ohne weiteren Erfolg

Tore: 1:0 (14.) Zitterbart (Vollmer, Eckl), 2:0 (15.) Östling (Mayr - PP1), 2:1 (54.) Daxlberger (Mitchell, Smith), 3:1 (60.) Maurer (Quaas, Lobach - empty net).

Zuschauer: 3023; Schiedsrichter: Erich Singaitis. Strafzeiten: Riessersee 14 plus zehn für Lobach, 10 plus zehn für Smith. or

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