Nach 0:2-Rückstand in Selb mit 4:2 gewonnen – Ein starker Auftritt der Starbulls Rosenheim

Das 3:2 durch Fabian Zick (verdeckt), der den Pass von Max Vollmayer (hinter dem Tor) aus kurzer Distanz verwandelte. Wiedel
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Das 3:2 durch Fabian Zick (verdeckt), der den Pass von Max Vollmayer (hinter dem Tor) aus kurzer Distanz verwandelte. Wiedel

Vier Auftritte in Selb, vier Niederlagen: Diese Bilanz aus den vergangenen beiden Oberliga-Spielzeiten wollten die Starbulls Rosenheim am Freitagabend ein wenig aufpolieren. Und das gelang auch mit einem verdienten 4:2-Sieg nach einem 0:2-Rückstand.

Selb – Zwei der vier Rosenheimer Tore erzielten die beiden Kontingentspieler Tadas Kumeliaskas und Josh Mitchell. Das spielentscheidende Tor zum 3:2 ertzielte Fabian Zick. Am Sonntag, 17 Uhr, kommt es somit in Rosenheim zum Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten Starbulls und Spitzenreiter Deggendorf, der am Freitag Sonthofen 7:3 besiegte. Dreifacher Torschütze: Topscorer und Ex-Nationalspieler Thomas Greilinger.

Schwungvoller Start der Starbulls – 2:0 für Selb

Die Oberbayern starteten am Freitag schwungvoll in die Begegnung. Rosenheim war in den ersten zehn Minuten die deutlich aktivere Mannschaft, kombinierte schnell und gefällig, legte ein hohes Tempo vor und schoss Wölfe-Keeper Deske regelrecht warm. Die Hausherren mussten in der Defensive Schwerstarbeit verrichten und hatten bei ihren eher seltenen Angriffen den Gästen zunächst aber eines voraus: Die Effektivität beim Abschluss. McDonald vernaschte in der zehnten Minute zwei Rosenheimer samt Torwart Endres und schoss den VER zur zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Führung. Bis die Stadiondurchsage des sehenswerten Treffers erklang, hätte es aber schon wieder 1:1 heißen können. Erneut war Wölfe-Keeper Deske aber gegen den erst vor einer Woche aus Landshut nach Rosenheim gewechselten Kumeliauskas auf der Höhe. Als die Hausherren Sekunden später zu einem Überzahlspiel kamen, fackelten sie nicht lange. Auf Zuspiel von McDonald drosch Ondruschka die Scheibe zum 2:0 in den Winkel.

Spielverlauf auf den Kopf gestellt

Der Spielverlauf war ein wenig auf den Kopf gestellt, was sich aber bald wieder ändern sollte. Den Starbulls war nur kurz etwas der Wind aus den Segeln genommen, ehe sie wieder blitzschnelle Attacken fuhren und noch im ersten Drittel durch Mitchell und Kumeliauskas Powerplaytreffer zum verdienten Ausgleich kamen.

Auch im Mittelabschnitt war Rosenheim die Mannschaft, die zunächst wieder deutlich mehr Offensivaktionen hatte. Die Wölfe standen aber gut in der Defensive, kämpften aufopferungsvoll und hatten knapp 1500 Fans im Rücken, die ihrem Team den Rücken stärkten.

Alleine Kampf reichte nicht gegen die Starbulls

Gefährlich vor das Rosenheimer Gehäuse kamen die Hausherren aber erst nach 30 Minuten wieder. Nach einem dicken Patzer der Gäste schienen Turner, Schiener und Klughardt aber zu überrascht. Drei Minuten später fehlte nach einer feinen Einzelleistung von Graaskamp nicht viel zur erneuten Selber Führung. Die gelang nach 38 Minuten dann erstmals den Starbulls durch Fabian Zick, der einen Pass von Max Vollmayer verwandelte. In den Schlusssekunden des zweiten Drittels hatte Selb durch McDonald und Bär noch zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich.

Der sollte nun eben im Schussabschnitt her, doch wie bereits in den ersten 40 Minuten klemmte es bei den Wölfen zu oft schon im Spielaufbau. Alleine Kampf reichte an diesem Tag nicht gegen starke und abgezockte Rosenheimer, die in der 52. Minute durch Bergmann ihre Führung weiter ausbauten. Alle Versuche der Hausherren, noch einmal heranzukommen, blieben dagegen – auch in Überzahl – erfolglos. Nach zuletzt sechs Heimsiegen in Folge verließen Selb wieder einmal.

Tore: 1:0 (10.). McDonald (Schmidt, Gare), 2:0 (11.) Ondruschka (McDonald, Gare; 5-4), 2:1, (15.) Mitchell (Kumeliauskas), 2:2 (19.) Kumeliauskas (Höller, Vollmayer; 5-4), 2:3 (38.) Zick (Vollmayer) 2:4 (49.) Bergmann (Daxlberger, Henrquez) - Strafminuten:Selb 14, Rosenheim 6. – Schiedsrichter: Westhaus (Erfurt). – Zuschauer: 1422. pö/bz

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