Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ein großes Fußballfest

Mutige Buchbacher erst im Finish 3:2 besiegt: Ausgerechnet Lex bester Löwe beim Pokalsieg

Bester Löwe in Buchbach: Stefan Lex.
+
Bester Löwe in Buchbach: Stefan Lex.
  • VonMichael Buchholz
    schließen

„Buchbach spielt sehr guten Fußball. Hier ist richtig Rambazamba,“ lobte Michael Köllner, Trainer des Fußball-Drittligsten 1860 München den Gastgeber, nach dem knappen 3:2-Sieg der Löwen..

Buchbach – Ausgerechnet der Ex-Buchbacher Stefan Lex war der beste Löwe beim großen Fußballfest am Freitagabend vor 2500 Zuschauern in der ausverkauften SMR-Arena: Der Löwen-Kapitän bereitete das 1:1 durch Tim Linsbichler vor, erzielte das 2:2 selbst, verschuldete zwar den Elfmeter zum 2:1 für Buchbach, hätte aber selbst kurz danach einen Elfmeter bekommen müssen.

„Im Pokal zählt das Weiterkommen, das haben wir geschafft“, zeigte sich Löwen-Trainer Michael Köllner nach dem 3:2 im Achtelfinale erleichtert.

„Buchbach hat uns teilweise hergespielt“

Die erste Hälfte kann dem Coach der Blauen allerdings überhaupt nicht gefallen haben, da spielten seine Sechziger viel zu verhalten. „Da hat uns Buchbach teilweise hergespielt, da hatten wir gar keinen Auftrag“, gestand auch Lex nach der Partie, in der die Rot-Weißen den Gegner 45 Minuten lang sehr gut anliefen, ihn immer wieder zu Fehler zwangen und selbst einige Chancen hatten. Insofern war die 1:0-Pausenführung von Christian Brucia, der eine Flanke von Jonas Wieselsberger in der 43. Minute über die Linie drückte, klar verdient.

Mit Mölders unglaublich viel Wucht

„Wir hatten den Gegner vor der Pause wirklich gut im Griff und konnten uns Feldvorteile erarbeiten“, so Buchbachs Trainer Andreas Bichlmaier, der jedoch auch klar erkannte: „ Mit dem Faktor Sascha Mölders hat der Gegner nach der Pause unglaublich viel Wucht reingebracht.“

Der angeschlagene Mölders, der während der Woche nur dosiert trainieren konnte, entzündete jedenfalls das Kämpferherz der Blauen. Köllner: „Mölders sollte geschont werden und nur im Notfall spielen, dieser Notfall ist eingetreten.“ Und so stemmten sich die Löwen im zweiten Abschnitt gegen die drohende Pokalpleite.

Schiedsrichter „hörte“ den Kontakt

Dazu war freilich eine hartes Stück Arbeit nötig, denn nur drei Minuten nach dem Ausgleich durch den Kopfball-Treffer von Linsbichler jubelten die Rot-Weißen erneut: Schiedsrichter Wolfgang Haslberger aus St. Wolfgang zeigte nach einem Rempler von Lex gegen Brucia auf den Punkt und Samed Bahar verwandelte zum 2:1 (60.). „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Elfmeter verschuldet habe“, war Lex erstaunt und klärte auf: „Brucia hat hinten bei mir eingefädelt und ist dann über mich drübergefallen. Der Schiedsrichter hat nur gesagt, dass er den Kontakt deutlich gehört hätte.“

Trainer Köllner sah Gelb

Nach der nächsten Szene, als Lex nach einem Solo im Buchbacher Strafraum zu Boden ging, rannte Köllner auf den Platz sah Gelb und echauffierte sich nach Abpfiff: „Beide Elfmetersituationen waren ganz schwierig. Aber wir haben diese Nackenschläge weggesteckt. Da war unheimlich wichtig in einer Phase der Saison, in der es nicht so läuft. Wir haben dann voll dagegengehalten, viel Druck und Wucht entfacht.“

Als Lex einen Freistoß des Ranoldsbergers Richard Neudecker, der bis zur E-Jugend in Buchbach gespielt hat, in der 73. Minute rechts unten im Kasten von Daniel Maus versenkte, glaubten die wütenden Löwen wieder an sich. „So wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, wollten wir von Anfang an auftreten“, gestand Lex und Köllner erklärte: „Was uns beim 1:1 gegen Berlin gefehlt hat, haben wir heute gezeigt. Genau das brauchen wir.“

Siegtreffer durch Dennis Dressel

Buchbach konnte sich in dieser Phase kaum mehr befreien, spielte die Konter nicht gut und bekam am Ende durch den allein gelassenen Dennis Dressel, der die Kugel aus 16 Metern unter die Latte hämmerte, den K.o.-Schlag. „Ganz bitter“, so Buchbachs Kapitän Aleksandro Petrovic und Bichlmaier erkannte: „Wir haben die Gegentore dann etwas unglücklich gefressen.“

Buchbach hat sich teuer verkauft

Trotz des Ausscheidens haben sich die mutigen Buchbacher wieder einmal einer breiten Öffentlichkeit im besten Licht präsentiert. „Wir haben uns bei einem tollen Fußballfest sehr teuer verkauft“, erklärte Abteilungsleiter Georg Hanslmaier und Köllner lobte: „Buchbach spielt sehr guten Fußball. Hier ist richtig Rambazamba.“

TSV Buchbach: D. Maus – Bahar, Winterling, M. Spitzer, Orth (90. + 1 Leberfinger) – Rosenzweig, Petrovic (81. Steinleitner) – Wieselsberger, Muteba (57. A. Spitzer), Brucia (72. Sztaf) – Winklbauer.

Tore: 1:0 Brucia (42.), 1:1 Linsbichler (57.), 2:1 Bahar (60., Foulelfmeter), 2:2 Lex (73.), 2:3 Dressel (89.)

Schiedsrichter: Haslberger (TSV St. Wolfgang) –Zuschauer: 2500 (ausverkauft).

Mehr zum Thema

Kommentare