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Nach bitterer Abfuhr steht der Abstieg fest

Es fehlte die Gegenwehr: FC Bayern schickt 1860 mit acht Toren zurück in die Bayernliga

Das 4:0 für den FC Bayern München II in der 24. Minute durch den dreifachen Torschützen Vidovic (nicht auf dem Bild).
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Das 4:0 für den FC Bayern München II in der 24. Minute durch den dreifachen Torschützen Vidovic (nicht auf dem Bild).

Dass die Regionalliga-Fußballer des TSV 1860 Rosenheim absteigen müssen, steht eigentlich seit ein paar Wochen fest. Jetzt haben sich die Sechziger endgültig verabschiedet und das mit einer richtigen Abfuhr durch den FC Bayern München II.

München – Seit Mittwochabend herrscht Gewissheit: Der TSV 1860 Rosenheim muss sich nach sechs Jahren aus der Fußball-Regionalliga Bayern verabschieden. Durch die bittere 1:8-Abfuhr beim FC Bayern II steht der Abstieg in die Bayernliga Süd, der sich schon seit Wochen angebahnt hatte, endgültig fest.

Zuletzt vier Punkte gegen zwei Spitzenteams

Nachdem die Rosenheimer zuletzt dreimal in Folge unbesiegt geblieben waren und dabei sogar vier Punkte gegen die beiden Spitzenteams aus Bayreuth und Schweinfurt verbuchten, war noch einmal Hoffnung auf ein Wunder aufgekeimt. Der Herkulesaufgabe bei der Reserve des Rekordmeisters allerdings waren die Sechziger von Beginn an nicht gewachsen. Bereits nach 25 Minuten stand es 0:4, der Abstieg war damit schon nach nicht mal einer halben Stunde besiegelt.

„Bayern spielt in einer eigenen Liga“

„Die Art und Weise, wie Bayern Fußball spielt, verlangt einem Gegner extrem viel ab“, erläuterte 1860-Coach Florian Heller nach dem Abpfiff, „erst nach dem 0:4 sind wir ins Spiel gekommen“. Im Gegensatz zur Partie in Bayreuth (4:0), wo man „einen sehr guten Matchplan“ gehabt habe, weil „das Bayreuther Spiel im Vergleich zu Bayern doch etwas eindimensional ist“. Der Bayern-Nachwuchs, honorierte er, „spielt einfach in seiner eigenen Liga“.

Doppeltorschütze Gabriel Vidovic zuletzt im Profi-Kader

Nachdem Emilian Metu mit einem schnellen Doppelpack (9., 11.) für klare Verhältnisse gesorgt hatte, legte Gabriel Vidovic, der zuletzt zwei Spiele verpasst hatte, weil er im Profikader stand und beim 1:3 am Samstag in Mainz auch gute 20 Minuten zum Einsatz kam, mit ebenfalls zwei Treffern binnen weniger Minuten nach (21., 25.).

Zwar konnte Sam Zander noch im ersten Durchgang zum 1:4-Halbzeitstand verkürzen (29.), mit dem Treffer zum 5:1 allerdings komplettierte der erst 18-jährige Vidovic kurz nach dem Wiederanpfiff seinen Dreierpack (50.). Wenig später erhöhte Grant-Leon Ranos auf 6:1 (54.), in der Folge hatte die Partie den Charakter eines Freundschaftsspiels. Doch auch Ranos durfte noch seinen Doppelpack schnüren (80.), wenig später traf Malik Tillman zum 8:1-Endstand (84.).

Trainer Heller: „Da war kein Kraut gewachsen“

Gerade in der Schlussphase habe ihm die Gegenwehr seiner Mannschaft „nicht gefallen“, befand Heller, „da war klar: Wenn wir heute nicht zehn Stück kriegen wollen, dann müssen wir was verändern“. Davon abgesehen aber hatte er seiner Mannschaft wenig vorzuwerfen, anders als Bayreuth oder Schweinfurt „spielt Bayern einen Fußball, gegen den kein Kraut gewachsen ist“.

Ein Großteil hat noch Vertrag

Von Beginn an, so der 40-Jährige, habe er geahnt, „dass es aufgrund der Kaderzusammenstellung schwer wird“, das Ziel sei deshalb von Anfang an gewesen, „die Relegationsplätze zu erreichen“. Als Hauptmanko macht Heller die löchrige Defensive aus, „wir bekommen einfach zu viele Gegentore“. In der Tat: Drei Runden vor Schluss schlug es schon 93-mal im Rosenheimer Tor ein, sogar die 100 droht also noch geknackt zu werden.

Eyuep Aydin vom FC Bayern im Zweikampf mit Rosenheims Torschützen Sam Zander (rechts).

Immerhin können nun die Planungen für die kommende Bayernliga-Saison konkretisiert werden. Hierbei sei man schon auf einem guten Weg, berichtet Heller, „wir werden noch jünger“. Der direkte Wiederaufstieg könne deshalb heute noch nicht als Ziel ausgerufen werden. In weiten Teilen aber bleibt die Mannschaft zusammen, „ein Großteil hat noch Vertrag“, erzählt der 1860-Trainer. Zudem werde der Verein noch mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen, „die Regionalliga“, so Heller, „bleibt für uns immer das absolute Highend“. Ein Abstieg müsse deshalb „bei unserem Budget immer einkalkuliert werden“.

Letzter Regionalliga-Abstieg 2014

Nach dem letzten Abstieg (2014) hatte es zwei Jahre bis zur Rückkehr gedauert. In den letzten drei Saisonspielen aber möchte Heller „die bestmögliche Mannschaft aufbieten, wer weiß schon, wann wir wieder Regionalliga spielen können, die Jungs sollen das genießen“. Einen schmerzhaften Verlust für die Liga stellt dieser Abstieg in jedem Fall dar. Vielleicht aber kann Rosenheim schon in einem Jahr zurückkehren.

TSV 1860: Goia – Benz, Wallner, Kuchler (78. Salkic), Richter (74. Jesse) – Demolli, Steinherr (61. Marinkovic) – Sattelberger, Zander (78. Schiedermeier) – Bacher (63. Kießling), Fenninger.

Tore: 1:0 Metu (9.), 2:0 Metu (11.), 3:0 Vidovic (21.), 4:0 Vidovic (25.), 4:1 Zander (29.), 5:1 Vidovic (50.), 6:1 Ranos (56.), 7:1 Ranos (81.), 8:1 Tillman (84.). –Schiedsrichter: Grimmeißen (Löpsingen) –Zuschauer: 480

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