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Der „Capitano“ greift wieder an

Mühldorfs Zweitliga-Volleyballer wollen die Siegesserie gegen Dresden fortsetzen

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr: Flo Gschwendtner blockt Dresdens Zwei-Meter-Mann Christian Heymann. Dresdens Außenangreifer Martin Kross und Mühldorfs Fritz Vähning (rechts) schauen zu.
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Ein Bild aus dem vergangenen Jahr: Flo Gschwendtner blockt Dresdens Zwei-Meter-Mann Christian Heymann. Dresdens Außenangreifer Martin Kross und Mühldorfs Fritz Vähning (rechts) schauen zu.

Die letzten vier Spiele gegen Dresden haben die Mühldorfer Volleyballer alle gewonnen. Das soll auch am Samstag (13. November), 19 Uhr, im Zweitliga-Heimspiel so bleiben.

Mühldorf  – Mit dem VC Dresden nimmt eine Mannschaft am Samstag die knapp 450 Kilometer lange Reise auf sich, die den Mühldorfern liegen dürfte. Bei den vier Aufeinandertreffen der vergangenen beiden Jahre ging immer der TSV Mühldorf als Sieger vom Platz.

„Und daran soll sich auch nichts ändern“, schwört Mühldorfs Trainer Heiko Roth seine Mannen auf die Partie in der NUTZ-Arena der Mittelschule Mühldorf ein, die am Samstag um 19 Uhr beginnt. Es gelten die 2G-Regeln. Das Spiel wird aber auch im Livestream über sportdeutschland.tv übertragen.

Mühldorf liegt Dresden nicht

Der Gast aus Sachsen macht im Vorfeld der Partie kein Geheimnis daraus, dass die Mühldorfer dem VCD nicht liegt. Und tatsächlich: In der Drittliga-Saison 2019/20 wurden beide Spiele verloren, dennoch durften beide Vereine am Ende aufsteigen. Auch in der vorigen Saison in der 2. Bundesliga gab es aus Dresdner Sicht zwei Pleiten. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die nie aufgibt und nur zu bezwingen ist, wenn wir 100 Prozent geben oder mehr“, sagt der Sportliche Leiter des VCD, Sven Dörendahl.

Mühldorfs Trainer Heiko Roth rechnet mit drei Punkten

Siegen, das will aber auch Mühldorfs Trainer Heiko Roth, nachdem die Mühldorfer vor zwei Wochen beim 1:3 in Goth a erstmals ohne Punkte in der Saison geblieben waren. Er macht auch keinen Hehl daraus, dass er tatsächlich mit drei Punkten rechnet. Nicht nur aufgrund der Historie. „Dresden hat gegen Delitzsch klar mit 0:3 verloren. Mühldorf hingegen hat 3:0 gegen Delitzsch gewonnen “, von der Papierform her sollte es also klappen. Noch dazu, da Mühldorf Heimvorteil genießt und die Dresdener eine lange Anfahrt in den Beinen haben.

Jeder kann Jeden schlagen

Doch Roth weiß natürlich, dass in dieser Liga alles möglich ist, und man bis auf die Topteams ganz vorne in der Tabelle – Spitzenreiter Hammelburg, Karlsruhe und Gotha – Jeder Jeden schlagen kann. Freilich müssen auch die Voraussetzungen passen, um den Gästen aus Dresden den Zahn zu ziehen.

„Es sind alle an Bord, alle gesund“

Und die Voraussetzungen optimal. „Capitano“ Tom Brandstetter, der gegen Gotha wegen einer Schulterverletzung als Libero eingesetzt war, wird wieder als Außenangreifer die Akzente am Netz setzen. Kilian Nennhuber, der sich gegen Gotha als Angreifer austoben durfte, wird wieder auf seine Stammposition des Liberos rücken. „Es sind alle an Bord, alle gesund. Wir sind guten Mutes“, signalisiert Roth.

Vor allem die jungen Spieler werden schon mit Betriebstemperatur einlaufen, denn bevor es am Abend gegen Dresden geht, helfen James Feuchtgruber und Kilian Nennhuber noch bei der zweiten Herrenmannschaft des TSV in der Landesliga aus. Auch Charles Kahn wird am Nachmittag noch seine Erfahrung in der „Reserve“ einfließen lassen, bevor der Mühldorfer Joker seine Mittelblocker- und Aufschlag-Qualitäten später in der NUTZ-Arena zeigen kann.

Dresden zu Fehlern zwingen

Roth wird auf seine Stammformation vertrauen, das heißt mit Fabian Bartsch über Außen und Laurenz Welsch auf der Diagonalposition. Alex Brandstetter ist als Zuspieler gesetzt und im Mittelblock wollen Flo Gschwendtner und David Fecko den Dresdener Angriffen Einhalt gebieten. „Wir müssen Dresden unter Druck setzen, sie zu Fehlern zwingen“, lautet Roths Maßgabe.

Dies soll zum einen über die harten Sprungaufschläge erfolgen. Zum anderen hat Mühldorfs Chefcoach die Trainingsschwerpunkte auf eine stabile Annahme gelegt, um basierend auf einen präzisen ersten Ball das gewohnt schnelle Spiel auf Mühldorfer Seite aufzuziehen

Bei Dresden wird der Erstliga-erfahrene Libero Martin Merkel ebenso fehlen wie Diagonal-Angreifer Lukas Klapper, der krankheitsbedingt ausfällt. Damit muss Trainer Niklas Peisl wie so oft in dieser „verkorkste Saison“ seine Formation umstellen. Positiv ist allerdings, dass Mittelblocker Karl-Lennart Klehm nach Verletzungspause wieder mit von der Partie im bayerischen Mühldorf ist.

Letzter Dresdener Sieg vor acht Jahren

Ein Augenmerk gilt es auf Zuspieler Simon Gilbrich zu setzen, der in diesem Jahr schon drei Medaillen als bester Dresdener Spieler einheimsen konnte. Gerne erinnert man sich in Dresden zurück. Der letzte Lichtblick für eine Mannschaft des VC Dresden gegen den TSV Mühldorf liegt aber fast acht Jahre zurück. Am 25. Januar 2014 gelang in der 3. Liga Ost ein 3:0 der zweiten Vertretung des VCD. Die erste Mannschaft spielte damals in der 1. Bundesliga.enk

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