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Delitzsch klar mit 3:0 dominiert

Mühldorfs Zweitliga-Volleyballer kehren mit fünf Zählern aus Sachsen zurück

Starkes Spiel in Annahme und Abwehr: MVP Kilian Nennhuber (links) auf dem Bild mit Fabian Bartsch, der überragend angriff.
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Starkes Spiel in Annahme und Abwehr: MVP Kilian Nennhuber (links) auf dem Bild mit Fabian Bartsch, der überragend angriff.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Erst ein hart erarbeiteter Sieg in Leipzig mit sieben abgewehrten Matchbällen und dann ein klarer Erfolg in Delitzsch: Der Ausflug nach Sachsen hat sich für die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer gelohnt.

Mühldorf – Das war ein knochenharter Job am Samstagabend in Leipzig. Fünf Sätze benötigte der TSV Mühldorf, um in der 2. Volleyball-Bundesliga die L. E. Volleys niederzuringen. Am Ende war es der Aufschlag von Fabian Bartsch, der das Spiel noch zugunsten der Mühldorfer gedreht hatte. Jubel pur, aber auch die Sorge, wie sich der zweieinhalbstündige Marathon vom Samstag auf die Partie am Sonntag gegen den GSVE Delitzsch auswirken würde.

Im Hinspiel hatten die Mühldorfer mit 3:0 gewonnen. Und auch beim Rückspiel hieß es am Ende 3:0 aus Sicht der Innstädter, die beim 27:25, 25:19 und 25:14 die Gastgeber nur in der ersten Hälfte der Begegnung mitspießen.

Die beiden Unterhachinger Neuzugänge im Team

Coach Michi Mayer überließ nach dem kräfteraubenden Spiel am Samstag gegen Leipzig nichts dem Zufall. Mayer ließ gleich zu Beginn der Partie die beiden Unterhachinger Neuzugänge auflaufen. Paul Gehringer sollte über die Mitte anstelle von Flo Gschwendtner angreifen. Und Juro Petrusic sollte anstelle von Laurenz Welsch die diagonalen Bälle schlagen.

Die Antwort aus Mühldorf folgte sofort

Delitzsch begann gut, erspielte sich gleich zu Beginn eine lockere 4:2-Führung. Doch die Antwort aus Mühldorf ließ nicht lange auf sich warten (4:5), zur ersten technischen Auszeit führten die Gäste aus Bayern bereits mit 8:6. Doch Delitzsch ließ nicht locker, kämpfte sich immer wieder zurück und in Führung (15:13), weil Pierre Clauss und der Diagonale Falk Köthen basierend auf seine solide Annahme starke Angriffe spielte und damit die Abwehr der Mühldorfer forderte.

Trotz einiger Aufschlagfehler blieb Mühldorf jedoch dran (18:18) und setzte sich sogar auf 22:19 ab. Die Gastgeber egalisierten den Spielstand noch (23:23). Dann aber zeigten die Mühldorfer Nervenstärke, Tom Brandstetter beendet den Satz mit einem Hammeraufschlag zum 27:25.

Gastgeber zunächst in Führung

Delitzsch war davon aber nicht lange beeindruckt. Auch im zweiten Durchgang waren es die Gastgeber aus Sachsen, die zunächst in Führung gingen 5:2. Doch genau in solchen kniffligen Situationen packte Mühldorf den Pipe aus, einen Hinterfeldangriff, um das Aufschlagsrecht zurückzuholen. Auch dank Fehleranhäufung der Delitzscher gelang es den Mühldorfern, die Führung wieder an sich zu reißen. (14:13). Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits Charles Kahn und Flo Gschwendtner auf dem Feld. Die beiden ersetzten die Mittelblocker Paul Gehringer und David Fecko.

Als Gehringer für Kahn zurück aufs Feld kam, gab es in der Folge vier Punkte hintereinander für die Mühldorfer, die mit 21:17 in Führung gingen. Das reichte, um den Satz nach zwei Blocks sicher nach Hause zu bringen (25:19), wobei vor allem Fabian Bartsch im Angriff und dann auch beim Aufschlag äußerst dynamisch zu Werke ging, kein Anzeichen dafür, dass er schon fast sieben Sätze an diesem Wochenende in den Beinen hatte.

Delitzsch komplett von der Rolle

Im dritten Satz war dann Delitzsch komplett von der Rolle. Mühldorf führte früh mit 6:2 und baute seine Führung nun mit Flo Gschwendtner und Paul gehringer von Beginn an als Mittelblocker zu den jeweiligen technischen Auszeiten auf 8:5 und 16:9 aus, auch weil Delitzsch die Chancen am Netz leichtfertig verschlug. Mühldorf mit extrem harten Aufschlägen die Gastgeber an ihre Grenzen brachte, während die Delitzscher ihre Aufschläge und Angriffe ins Aus semmelten.

Trainer Bene Bauer versuchte noch, mit Spielerwechseln dem Druck der Mühldorfer, bei denen nun alles klappte, entgegenzuwirken.

Ersten Matchball verwandelt

Aber gegen die Mühldorfer war nichts mehr auszurichten. Den ersten von zehn Matchbällen verwandelten die Gäste zum 25:14. Wieder war es Kapitän Tom Brandstetter, diesmal mit einem harten Pipe aus dem Hinterfeld. Die MVP-Medaille ging jedoch an Kilian Nennhuber, der als Libero für den sicheren Rückhalt bei den Gästen gesorgt hatte. In der Tabelle überholen die Mühldorfer den GSVE Delitzsch und steht mit acht Siegen aus 14 Spielen auf Rang acht.