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Mit schnellem, variablem Spiel zum Erfolg

Mühldorfs Volleyballer wollen Tabellenführer Karlsruhe ein Bein stellen

Mit schnellem Zuspiel zum Erfolg: Alex Brandstetter wird alles in die Waagschale werfen müssen, wenn Mühldorf Karlsruhe ärgern will.
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Mit schnellem Zuspiel zum Erfolg: Alex Brandstetter wird alles in die Waagschale werfen müssen, wenn Mühldorf Karlsruhe ärgern will.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Die Volleyballer des TSV Mühldorf fahren stark ersatzgeschwächt am Samstag nach Karlsruhe. Dennoch wollen sie sich gegen den Spitzenreiter der 2. Bundesliga stark verkaufen.

Mühldorf – Kilian Nennhuber und Charles Kahn sind immer noch Corona-Positiv. Die Nachwuchsspieler müssen als Zweite in der Landesliga ran, um den Aufstieg in die Bayernliga zu sichern. Und an einen Einsatz der verletzten Flo Gschwendtner (Unfall mit Kreissäge) und Fritz Vähning (Knie) ist noch nicht zu denken. Mühldorfs Cheftrainer Heiko Roth fährt also mit einem Rumpfteam am Samstag nach Karlsruhe. Sieben Spieler stehen ihm inklusive Libero zur Verfügung. Und das ausgerechnet gegen den Tabellenführer.

Sieg wäre ein Bonus

„Natürlich wollen wir gewinnen, aber das wäre gegen die starken Karlsruher ohnehin nur ein Bonus, den ich so nicht miteinkalkuliert habe“, redet Roth gar nicht viel um den heißen Brei herum. Denn dass der SSC Karlsruhe die Mannschaft der Stunde in der 2. Volleyball-Bundesliga ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. 19 ihrer 21 Spiele haben die Karlsruher gewonnen. Bemerkenswert allerdings, dass eine der beiden Niederlagen ausgerechnet gegen die Youngsters aus Friedrichshafen erfolgt ist. Eine weitere Niederlage beschwerte dem Tabellenprimus das Team aus Delitzsch. Und hier merkt Mühldorfs Trainer auf. Denn Delitzsch hat Karlsruhe auch beim Rückspiel vor fünf Wochen geärgert und immerhin beim 2:3 einen Punkt aus Baden entführen können. Woran das liegen mag? „Am variablen Zuspiel von Felipe Pardini Glaser“, sagt Roth. Roth kennt den Zuspieler noch aus der Jugend, weiß um die Qualitäten des Delitzschers, der schon neun MVP-Medaillen sammeln konnte in dieser Saison. Und so zieht Roth auch für den TSV Mühldorf daraus den Schluss: „Mit einem schnellen und variablen Zuspiel können wir Karlsruhe ärgern!“ Das wäre zumindest ein Rezept gegen den starken Block um die beiden Sandmeier-Brüder Jens und Thorben mit ihren über zwei Metern Größe.

Roth mag dabei die Underdog-Rolle, die der TSV am Samstagabend einnimmt, wenn er um 19 Uhr in der Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasium aufschlagen wird. „Wir haben jetzt drei Spiele in Folge gewonnen. Wir sind aus dem Gröbsten raus“, rechnet Roth vor, wenn er fünf Spieltage vor dem Ende der Saison über den Klassenerhalt nachdenkt. Zwei Heimspiele kommen da noch, gegen vermeintlich schlagbare Gegner wie den Letzten aus Grafing (9. April) und Leipzig (16. April).

Mit einer Rumpftruppe zum Rückspiel

Die Underdog-Rolle definiert sich am Samstag über den stark ausgedünnten Kader. Flo Gschwendtner, der sich mit der Kreissäge angelegt hatte, konnte immer noch nicht trainieren, steht nicht zur Verfügung. Fritz Vähning geht es nach seiner Knie-OP letztes Jahr von Woche zu Woche besser. Aber einen Einsatz in der Bundesliga ist natürlich weiterhin nicht zu denken.

Dass Roth nur mit einer Rumpfmannschaft in Karlsruhe anrückt, macht ihn nicht nervös: „Wenn die sieben Spieler funktionieren, dann würden sie auch bei einem vollen Kader durchspielen. Also macht das keinen großen Unterschied!“

Ein Sieg gegen Karlsruhe – das wäre natürlich schon etwas, sagt Roth und erinnert an das 0:3 im Hinspiel. Da führte der TSV Mühldorf im ersten Satz schon mit 23:20, bevor das Spiel kippte. Und Roth erinnert sich an die Worte des SSC-Trainers Antonio Bonelli nach dem Spiel: „Wenn Mühldorf den ersten Satz gewonnen hätte, wäre das Spiel anders gelaufen!“