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Durchschlagskraft gegen Hammelburg fehlt

Mühldorfs Volleyballer verlieren Heimspiel: Zu viel mit dem Schiedsrichter gehadert

Emotionaler Spieler: Neuzugang Juro Petrusic (links) provozierte mit seinem Jubel über einen Punktgewinn eine „Rote Karte“. Überhaupt haderten Spieler und Trainer im zweiten Satz mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und ließen sich dadurch aus dem Konzept bringen.
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Emotionaler Spieler: Neuzugang Juro Petrusic (links) provozierte mit seinem Jubel über einen Punktgewinn eine „Rote Karte“. Überhaupt haderten Spieler und Trainer im zweiten Satz mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und ließen sich dadurch aus dem Konzept bringen.

Die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer boten den 120 Zuschauern im Heimspiel wieder einmal eine spannende Partie, verloren gegen das Spitzenteam aus Hammelburg aber mit 1:3. Eine Szene während des Spiels brachte die Mühldorfer dabei nachhaltig aus dem Konzept.

Mühldorf  – Man könnte jetzt nicht behaupten, dass es der Zweitliga-Partie an Dramatik gefehlt hätte. Hochkochende Emotionen, leidenschaftliche Diskussionen mit dem Schiedsrichter, am Ende aber ein Gegner, der schließlich all seine Volleyball-Routine ausspielte, um die Gastgeber vom TSV Mühldorf mit 3:1 in die Knie zu zwingen. Und die Mannschaft von Heiko Roth musste sich eingestehen: Gegen den überragenden Diagonalen auf Seiten der Hammelburger, Branko Damjanovic, war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Am Ende hieß es 27:29, 21:25, 25:23 und 16:25.

Spannung pur schon im ersten Satz

Spannnung pur bereits im ersten Satz, den die Mühldorfer in der vermeintlich besten Aufstellung, inklusive der beiden Neuzugänge Paul Gehringer und Juro Petrusic, begannen. Es entwickelte sich ein ausgeglichener Spielverlauf mit wechselnden Führungen. Zur sogenannten Crunchtime mit leichten Vorteilen für die Mühldorfer, die einen 14:16-Rückstand zum 20:18 umwandelten. Der Tabellendritte aus Hammelburg kam aber nochmal heran (23:23), machte es spannend, wehrte drei Satzbälle für Mühldorf ab und sicherte Satz eins nur deswegen, weil Petrusic bei einem Power Tip nach Ansicht von Schiedsrichter Michael Schroepel zu lange in der Hand hielt - 27:29 für Hammelburg.

Brank Damjanovic auf Betriebstemperatur

Das schien die Mühldorfer zunächst nicht allzu viel zu beeindrucken. Druckvoll schlug Mühldorf auf und ging schnell mit 3:1 in Führung. Hammelburg zog aber wieder gleich und dann sogar auf 11:8 davon, weil erstens Zuspieler Hannes Krochmann seine Angreifer wahnsinnig gut bediente und auch Brank Damjanovic langsam Betriebstemperatur erreicht hatte, mit seinen Angriffen den Block und die Abwehr der Mühldorfer forderte. Tatsächlich war die Annahme an diesem Tag nicht die beste auf der Mühldorfer Seite.

Entsprechend gefordert war Zuspieler Alex Brandstetter, um dennoch gute Bälle zu seinen Angreifern zu bringen. Leo Tille sollte in der Abwehr für mehr Sicherheit sorgen, als er für Thomas Brandstetter ins Spiel kam. Das Gastspiel war aber nur kurz, beim 10:12 erfolgte schon wieder der Rückwechsel.

Statt Punkt zum 15:13 die „Rote Karte“

Dennoch war danach Mühldorf am Drücker, führte bereits mit 14:13, als der vorher bereits ermahnte Juro Petrusic zu leidenschaftlich einen Punktgewinn bejubelte, und zwar in Richtung der Gegner. Das gilt als unfaire Geste. Die Folge: Statt 15:13 die „Rote Karte“, Spielzugverlust und Hammelburg mit dem Service bei 14:14. Das brachte die Mühldorfer nachhaltig aus dem Konzept. Plötzlich lag Hammelburg mit 20:16 in Front und verwaltete diesen Vorsprung bis zum Schluss (21:25). Zu diesem Zeitpunkt bereits in überragender Form: Die beiden Außen auf Hammelburger Seite Moritz Zeitler und Moritz Rauber, die auch druckvoll servierten und die Annahme der Mühldorfer vor eine große Herausforderung stellte.

Auch im dritten Satz lag Mühldorf vorne

Der dritte Satz begann wieder mit einer 3:0-Führung für Mühldorf, diesmal mit Flo Gschwendtner anstelle für Paul Gehringer über Mitte. Konzentriert gingen die Mühldorfer zu Werke, zogen ihr gewohntes schnelles Spiel durch und forderten so die Abwehr und den Block der Gäste von der Saale. 8:2 zur ersten technischen Auszeit, 16:10 zur zweiten.

Das schien eine klare Sache zu werden, zumal die Mühldorfer klar mit 20:13 vorne lagen. Doch inzwischen war auch Mittelbocker Oscar Benner aufs Feld gekommen, kam von Punkt zu Punkt immer besser ins Spiel und verstärkte signifikant den Block der Hammelburger. Die Führung der Mühldorfer schmolz dahin. Erst auf 22:20, kurz drauf egalisierte Hamelburg sogar auf 23:23. Knapp sicherte sich aber Mühldorf noch den Durchgang 25:23.

Von Müdigkeit keine Spur

Dann kam die Zeit von Oscar Benner, der es im Bock den Mühldorfern schwer machte durchzubrechen. Damjanovic griff weiter aggressiv an, von Einbruch oder Müdigkeit keine Spur. Und dann waren ja auch noch die beiden Auen Rauber und Zeitler, die teilweise über den Mühldorfer Block ihre Bälle ins Gastgeberfeld der Nutz-Arena droschen.

Die Körpersprache war eher defensiv

Mühldorf lag schnell im Hintertreffen (6:11), Cheftrainer Heiko Roth sah aber keine Veranlassung, irgendetwas zu ändern, um den Spielfluss auf der Mühldorfer Seite wiederzubeleben. Gehringer kam noch für Gschwendtner, um Impulse zu setzen, konnte aber nicht viel am Spielverlauf ändern. Das Spiel plätscherte dahin, der Angriff war ideenlos, die Körpersprache eher defensiv.

Als Leo Tille dann bei 22:15 doch noch aufs Feld kam, begleitet von lautstarken Leo-Tille-Anfeuerungsrufen der knapp 120 Besucher war die Messe bereits gelesen. DerTabellendritte aus Hammelburg ließ sich die drei Punkte nicht nehmen, siegte mit 25:16 und rückt damit auf Rang zwei in der Tabelle vor. Mühldorf hingegen hatte Glück, dass Delitzsch sein Spiel gegenFreiburg ebenso verlor, kann damit Platz acht verteidigen.enk

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