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Am Samstag (24.September) in der Nutz-Arena gegen Schwaig

Mühldorfs Volleyballer mit Heimspielauftakt: So will der Zweitligist den ersten Sieg holen

Auf die Annahme kommt es an: Kapitän Tom Brandstetter und Fabian Bartsch (von rechts) konnten am ersten Spieltag gegen Hammelburg im Angriff immerhin neun beziehungsweise 12 direkte Punktgewinne feiern.
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Auf die Annahme kommt es an: Kapitän Tom Brandstetter und Fabian Bartsch (von rechts) konnten am ersten Spieltag gegen Hammelburg im Angriff immerhin neun beziehungsweise 12 direkte Punktgewinne feiern.

Das erste Spiel in Hammelburg ging mit 0:3 verloren, doch jetzt wollen die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer den ersten Saisonsieg landen. Trainer Michi Mayer weiß, was sich verbessern muss, um erfolgreich zu sein.

von Kathrin Enzinger

Mühldorf – Der Heimspielauftakt in der Mühldorfer Nutz-Arena in der Mittelschule beginnt am heutigen Samstag gleich mit einem richtigen Kracher: Der SV Schwaig kommt zum Bayern-Derby nach Mühldorf. Man kann sich auf eine harte Auseinandersetzung einstellen. Denn beide Teams waren mit einem blauen Auge in die Saison gestartet: Mühldorf unterlag gegen Hammelburg mit 0:3, der SV Schwaig kam gegen den TuS Kriftel nicht über 1:3 hinaus.

Letzte Saison machte Schwaig keinen Stich

„Eine sehr erfahrene Mannschaft“, weiß Mühldorf Cheftrainer Michi Mayer über die Schwaiger, die die vergangene Saison als Tabellenvierter abgeschlossen haben. Aber immerhin: Letzte Saison machte Schwaig keinen Stich gegen Mühldorf. Zweimal kamen die Franken mit 0:3 unter die Räder. Beide Mannschaften haben in dieser noch sehr jungen Saison noch nicht die Betriebstemperatur erreicht. Für Schwaig besonders bitter: Zum Saisonauftakt zu Hause gegen den TuS Kriftel brach eine Serie.

Denn in den vier Jahren zuvor hatten sie kein Spiel zum Saisonauftakt verloren. „In allen Spielelementen – Aufschlag, Annahme/Abwehr, Angriff – lief es noch nicht harmonisch zusammen“, hieß es nach der Auftaktpartie.

Hauptproblem: Kein fester Libero

Ein Problem, von dem auf Mühldorfer Seite auch Trainer Michi Mayer berichten kann: „Wir waren zu wenig vorbereitet gegen Hammelburg“, gibt er zu und sieht das Hauptproblem der Mühldorfer Mannschaft darin, dass es keinen festen Libero gibt. Man hatte sich mit den dafür in Frage kommenden Spielern auf ein Rotattionssystem geeinigt. Kilian Nennhuber, Fritz Vähning und Leo Tille sollten sich diese Position teilen. Michi Mayer hält auch große Stücke auf Youngster Felix Schinko. Der steht nur an diesem Spieltag zu Hause in der Nutz-Arena nicht zur Verfügung, er ist anderweitig eingesetzt.

Doch auch von den anderen Kandidaten wird keiner ins Libero-Leiberl schlüpfen. Stattdessen wird Co-Trainer Sebastian Dollinger die Annahme stabilisieren. „Ein erfahrener Mann, die Annahme sollte für ihn kein Problem sein“, ist sich Mayer bei dem 38-jährigen 2,06-Meter-Mann sicher. Dollinger ist eigentlich im Sand zu Hause, war in der vergangenen Beach-Saison der Partner von Fabian Bartsch. In dieser Hinsicht sollte die Abstimmung also passen.

Deutliches Verbesserungspotenzial

Wenn aber Mayer auf den Angriff zu sprechen kommt, dann sieht er schon noch deutliches Verbesserungspotenzial. „Zuspieler Alex Brandstetter ist noch nicht bei 100 Prozent, allenfalls bei 90 Prozent und das reicht in der 2. Bundesliga eben nicht.“ Auch bei den beiden Hauptangreifern Fabian Bartsch (12 Punkte im Spiel gegen Hammelburg) und Tom Brandstetter (9 Punkte gegen Hammelburg) sieht Mayer noch Luft nach oben. Alle drei Namen fallen bei Mayer dann auch, wenn es um das entscheidende Element im Spiel der Mühldorfer geht, den Aufschlag.

Eigenfehlerquote reduzieren

Zweimal Brandstetter, einmal Bartsch – an ihnen liegt es, damit Druck aufzubauen. Gesetzt gegen Schwaig ist Mittelblocker Lauritz Jastrow, der bei seiner Debütvorstellung – nicht nur im Team des TSV Mühldorf, sondern auch in der 2. Liga überhaupt – einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatte. „Klar, auch er hatte zwei, drei blöde Fehler. Aber die sind auch dem Alter und der Unerfahrenheit geschuldet“, meint Mayer. Überhaupt so Mayer weiter, sollte das Team die Eigenfehlerquote reduzieren. „Das summiert sich und am Ende verliert man dadurch vielleicht sogar ein Spiel.“

David Fecko oder Flo Gschwendtner

Die zweite Mittelblockerposition ist nach Angaben Mayers für Samstag noch unbesetzt. Das Freitagstraining, so Mayer, werde entscheidend sein, ob David Fecko oder Flo Gschwendtner erste Wahl sind. Über Diagonal spielte zum Auftakt Kilian Nennhuber. Hier erwartet sich Mayer noch etwas mehr Druck, „wir brauchen drei spielstarke Angreifer“, ergänzt Mayer dazu. Und das nicht nur im Angriff, sondern auch in der Feldabwehr. Das hatte er am ersten Spieltag noch etwas vermisst.

Auf die Frage nach der Einschätzung des Gegners bleibt Mayer gewohnt zurückhaltend: „Ich konzentriere mich in erster Linie auf unsere Spielstärke!“

Dennoch dürfte ihm beim Blick auf die Mannschaftsliste der Schwaiger, aktuell Tabellenneunter, nicht entgangen sein, dass sich am Netz etwas getan hat. Mit Simon Breinbauer haben die Schwaiger einen 2,03 Meter großen Hünen im Mittelblock stehen, gegen den die Mühldorfer entsprechend schnell spielen sollten, um ihn auszuschalten.

Offener Schlagabtausch erwartet

In Acht nehmen sollten sich die Mühldorfer auch vor Max Bibrack. Der hatte in der zweiten Hälfte der Partie gegen Kriftel ordentlich aufgedreht, wurde am Ende zurecht zum besten Spieler auf SVS-Seite gekürt. Diese Ehre wurde auf Mühldorfer Seite Leo Tille zuteil, der im Spiel gegen Hammelburg für Zuspieler Alex Brandstetter eingewechselt wurde und beinahe noch das Spiel in Satz drei gedreht hätte.

Es wird also ein offener Schlagabtausch in der Nutz-Arena, die ab 18 Uhr geöffnet haben wird. Mit Blick auf die Partie schwelgt Michi Mayer dann aber noch in Erinnerungen. Er kennt Schwaigs Trainer Milan Maric noch aus seiner aktiven Zeit in der Bundesliga. Mayer als Spieler und Maric damals schon als Trainer. „Wir haben alle unsere Spiele gewonnen!“, verrät Mayer. Nur dieses Mal wird das nicht so sein. „Einer wird diesmal nicht gewinnen. Und ich hoffe, dass es nicht wir sind!“

Am Sonntag um den Regionalpokal

Der TSV Mühldorf spielt am Sonntag noch um den Regionalpokal in Dingolfing. Gegner sind Eitting, Isar-loisach und München-Ost. „Wir sind drei Ligen drüber und hoffen mal stark, dass wir uns für das bayerische Pokalfinale am 9. Oktober qualifizieren. Das wäre dann in Mühldorf“, so Abteilungsleiter Stefan Bartsch.enk

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