Mühldorfer Volleyballer beim Aufstiegsaspiranten – Schwere Hürde zum Bundesliga-Start

Tim Aust kommt vom TSV Grafing, nutzt sein Zweitspielrecht, um die Mühldorfer als Zuspieler zu unterstützen.
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Tim Aust kommt vom TSV Grafing, nutzt sein Zweitspielrecht, um die Mühldorfer als Zuspieler zu unterstützen.

Die Hausaufgaben sind gemacht, die Jungs haben fleißig trainiert, jetzt kann es losgehen, das Abenteuer 2. Bundesliga für die Volleyballer des TSV Mühldorf. Am kommenden Samstag fahren die Mannen um Trainer Michi Mayer aber mit einer gehörigen Portion Respekt zu ihrem Auftaktgegner, den Baden Volleys vom SSC Karlsruher

Mühldorf – Jetzt kann es losgehen, das Abenteuer 2. Bundesliga für die Volleyballer des TSV Mühldorf. Am kommenden Samstag fahren die Mannen um Trainer Michi Mayer aber mit einer gehörigen Portion Respekt zu ihrem Auftaktgegner, den Baden Volleys vom SSC Karlsruher. Ursprünglich war diese Partie als Heimspiel in der Innstadt geplant. Wegen der unsicheren Situation rund um das Corona-bedingte Wettkampfverbot in Bayern, hat man nun die Heimspiele getauscht und so geht am Samstg die Reise nach Baden. Dass die Mühldorfer zum Auftakt gleich eine Topmannschaftder vergangenen Saison zum Gegenüber haben, nötigt den Mühldorfern zwar Demut ab. „Allerdings ist mir ein starker Auftaktgegner lieber als eine Mannschaft, die wir vielleicht, je länger die Saison dauert, schlagen können“, gibt Trainer Michi Mayer zu.

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Mit dem kompletten Kader nach Karlsruhe

Nach Karlsruhe reist er mit seinem kompletten, zwölf Mann starken Kader. „Wir sind technisch und taktisch noch nicht so weit“, gibt Trainer Michi Mayer zu, wenngleich man sich in Testspielen gegen Dachau, Niederviehbach, Grafing, Unterhaching, gegen den österreichischen Ried - alles Gegner von der 3. Liga bis zum Challenge-Cup - auf die Aufgaben in der zweiten Liga gut vorbereiten konnte. Deswegen ist der Mühldorfer Trainer auch gar nicht unglücklich darüber, dass einer der stärkeren Gegner der zweiten Liga gleich zu Beginn auf die Mühldorfer wartet und nicht unbedingt mit einem Sieg zu rechnen sei. „Ein Satzgewinn wäre schon ein Erfolg“, stapelt auch Abteilungsleiter Stefan Bartsch tief. Man werde das Spiel nutzen, um erst einmal die Liga kennen zu lernen. „Respekt fährt mit, aber auch Selbstbewusstsein!“ Und auch Mayer ist Realist: „Man darf nicht vergessen, dass das Gros der Mannschaft vor drei Jahren noch Sechster in der Regionalliga war.“

Junge Spieler dürfen Zweitliga-Luft schnuppern

Doch der Aufwärtstrend lässt sich ebenso wenig leugnen. Man setzt auf die Zukunft und will deswegen auch die Chance nutzen, junge Spieler Zweitliga-Luft schnuppern zu lassen. Tim Aust wird neben Youngster Jonas Zusann die Zuspieler-Position besetzen, die Lars Rommel frei gemacht hatte, weil er nach Berlin gezogen ist. Aust ist als Partner des Mühldorfer Youngsters Kilian Nennhuber (16) nicht nur auf dem Beachplatz erfolgreich. Auch in der Halle hat der 15-Jährige Grafinger ein sehr feines Händchen und konnte das letzte Saison in der Regionalliga beim VCO München, in der Grafinger U18 und in der Bayernauswahl unter Beweis stellen. In Mühldorf nutzt er sein Zweitspielrecht neben dem Internatsteam in der 3. Liga.

„Wir treffen auf eine erfahrene, saustarke Mannschaft, rundum solide“, ist sich Trainer Mayer nach den erfolgten Videoanalysen vor dem Spiel am Samstag sicher. Darüber soll auch die 0:3-Niederlage der Karlsruher gegen Leipzig zum Saisonauftakt nicht hinwegtäuschen. Und wie will Mühldorf die Karlsruher ärgern? „Mit effektiven Aufschlägen. Hier hat die Mannschaft enorm zugelegt und wird hoffentlich das richtige Maß an Risikobereitschaft einsetzen.“

Pech für Fabian Liemer – Bänderriss im Köchel zugezogen

Verzichten muss Mayer auf Fabian Liemer (Diagonal), der sich im Training einen Bänderriss am rechten Sprunggelenk zugezogen hat und mindestens vier Wochen pausieren muss. Ebenfalls noch keine Option wird Charles Kahn sein, der sich einen Finger gebrochen hat und das Blocken nun Nico Philipeit, Flo Gschwendtner und David Fecko überlassen muss.

Und was erwartet die Mühldorfer? Eine hungrige Karlsruher Mannschaft, die auf den ersten Blick zwar deutlich ihr Auftaktspiel gegen Leipzig verloren hatte. Doch die Satzergebnisse spiegeln ein kampfbetontes Spiel wider. In drei engen Sätzen fanden die Karlsruher nie zu ihrem Spiel und müssen den Gästen aus Leipzig mit 23:25, 23:25, 36:38 geschlagen geben.

„Das solle gegen Mühldorf besser werden“

Auch Karlsruhes Coach Bonelli zeigte sich frustriert über die Leistung seiner Mannschaft zum Saisonstart: „Obwohl das unser schlechtestes Heimspiel meiner Amtszeit war, hatten wir oft die Chance, zurück ins Spiel zu kommen, konnten das aber nie nutzen.“ Das soll gegen Mühldorf besser werden. Eine zweite Pleite in eigener Halle soll nicht mehr passieren.

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