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2. Volleyball-Bundesliga

Mühldorfer Erfolg: Und dann dreht Fabian Bartsch das Spiel

Fabian Bartsch übernahm Verantwortung und drehte mit beherzten Angriffen, selbst gegen Zwei-Meter-Mann Christian Heymann (2), und harten Aufschlägen das Spiel zugunsten der Mühldorfer.
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Fabian Bartsch übernahm Verantwortung und drehte mit beherzten Angriffen, selbst gegen Zwei-Meter-Mann Christian Heymann (2), und harten Aufschlägen das Spiel zugunsten der Mühldorfer.

Einen Krimi lieferten der TSV Mühldorf und der VC Dresden in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd. Nach spannenden 150 Minuten Spielzeit behielten die Hausherren im fünften Durchgang knapp die Oberhand. Dabei wehrten die Mühldorfer zuvor bereits vier Matchbälle gegen sich ab.

Mühldorf– Zwei Großmann-Blocks, Hammerangriffe von Fabian Bartsch, eine sensationelle Abwehr von Kilian Nennhuber und ein David Fecko, der den Dresdnern ungeachtet ihrer Matchbälle den Volleyball um die Ohren haut. Der fünfte Satz in der Partie der 2. Volleyball-Bundesliga Süd zwischen dem TSV Mühldorf und dem VC Dresden hatte es in sich. Vier Matchbälle hatten die Mühldorfer bereits gegen sich, alle wehrten sie ab, bevor sie ihren ersten zum 19:17-Erfolg im fünften Durchgang nutzten. Mit 3:2 (27:25/24:26/22:25/25:21/ 19:17) gewann Mühldorf den Krimi, in dem es hin und her ging.

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Mühldorf ohne den Kapitän

Die Ausgangslage war für beide Mannschaften nicht gerade optimal. Verletzte und aufgrund von Corona-Quarantäne bedingte Ausfälle musste der Gast aus Sachsen kompensieren. Nur ein Mittelblocker des ursprünglichen Zweitligakaders, Christian Heymann, stand zur Verfügung. Dresdens Trainer Niklas Peisl nominierte deswegen Regionalligaspieler Florian Rietz nach, um die Lücke zu füllen. Mühldorf fehlte mit Tom Brandstetter der Kapitän und Motivator im Team. Für ihn rückte Fritz Vähning in die Startformation, ansonsten setzte Mühldorfs Trainer Michi Mayer auf die bewährten Kräfte mit Alex Brandstetter (Kapitän) als Zuspieler, Fabian Bartsch und Tobi Besenböck im Angriff sowie David Fecko und Flo Gschwendtner im Mittelblock. Kilian Nennhuber war als Libero für präzise Annahmen zuständig.

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Die Minuten des Zwei-Meter-Mannes

Dresden musste sich erst einmal ordnen, bis der neue Mittelblocker Florian Rietz ins Spiel gefunden hatte, machte das aber gar nicht schlecht, was sich in der 8:6- und 14:12-Führung ausdrückte. Mühldorf konnte immer wieder gleichziehen, weil vor allem David Fecko im Mittelblock für die Akzente am Netz sorgte. Mit Fabian Bartsch am Aufschlag erspielte sich Mühldorf dann erste deutliche Vorteile (21:17). Doch dann kamen die Minuten vom Dresdner Zwei-Meter-Mann Heymann, der nicht nur am Netz seinen Mann im Block stand, sondern auch im Aufschlag Durchschlagskraft bewies und zum 22:22 gleichzog. Dresdens Trainer hatte eine gute Wahl getroffen, als er den 1,96-Meter-Zuspieler Nils Püschel anstelle von Marc-Leon Vogt brachte (18:21), um damit den Block zu verstärken. Annahme und Abwehr wackelten, Hauke Ferch kam zwischenzeitlich für Vähning, um die Verteidigung zu stabilieren, doch Dresden war das Team mit dem ersten Satzball (23:24). Mühldorf jedoch kämpfte, Fecko blockte und griff erfolgreich an, den Schlusspunkt setzte Bartsch mit seinem erfolgreichen Angriff zum 27:25.

Einzig Bartsch durchbrach die Dominanz

Danach allerdings war Mühldorf komplett von der Rolle. Unvermeidbare Fehler, Übertritt und Netzberührungen, spielten den Dresdenern in die Hände, die nun sensationell gut abwehrten und die daraus resultierenden Angriffe zur 8:2-Führung nutzten. Mühldorf blieb im Angriff zu harmlos, Dresden brauchte die Führung nur zu verwalten. Das gelang den annahmestarken Sachsen bis zum 16:20 ganz gut. Einzig Fabian Bartsch durchbrach die Dominanz der Dresdner, als er beherzt angriff, vorne wie hinten, und mit seinem Aufschlag die Wende zur 21:20-Führung schaffte. Doch die Satzbälle hatte am Ende Dresden, ein Ball, der unglücklich im Feld der Mühldorfer landete, besiegelte den Satzverlust für Mühldorf (24:26).

Die Gastgeber waren nun komplett aus dem Tritt gekommen, lagen schnell in Satz drei zurück (1:6), nachdem der Dresdener Rookie Rietz druckvoll serviert hatte. Wieder kam Ferch für Vähning, um die Abwehr zu verstärken (6:12), Tim Aust ersetzte Alex Brandstetter (6:13) im Zuspiel. Doch Dresden ließ nicht locker, holte sich nach Klasse-Abwehraktionen Punkt für Punkt. Die Schmach stand unmittelbar bevor (15:24), dann aber fasste sich Fecko ein Herz, katapultierte ein Service nach dem anderen ins Feld der Dresdener, Aust lieferte und die Angreifer um Bartsch und Besenböck setzten die Gäste unter Druck. Mühldorf schloss bis 22:24 auf, doch der Satz ging an Dresden (25:22).

Neue Herausforderung für Dresdens Block

Mayer verstärkte in Abschnitt vier den Block mit Luis Großmann, der anstelle von Mittelblocker Gschwendtner ins Spiel kam, um als Linkshänder den Dresdner Block vor eine neue Herausforderung zu stellen. Mühldorfs Trainer setzte auch relativ früh auf ein System mit zwei Zuspielern, so wie er auch im zweiten Satz schon probiert hatte. Beim 8:10 kam Aust für Besenböck auf das Spielfeld, spielte schnell und verwirrte damit den Bock der Dresdener, die bis zum 17:17 immer leicht die Nase vorne hatten. Zwei wichtige platzierte Aufschläge von Mühldorfs Charles Kahn brachten dann die Mühldorfer auf die Siegerstraße (19:17). Bartsch klopfte den Ball aus allen Lagen ins Feld der Dresdner, Druck kam auch auch von Vähning und Fecko – das 25:21 war der verdiente Lohn für Mühldorfs Mannschaft.

Schnelle Zuspiele von Tim Aust

„Plötzlich war die Motivation wieder da, Fabian Bartsch hat unheimlich viel Stimmung auf dem Feld gemacht“, kommentierte Tim Aust nach dem Spiel den Krimi, der im fünften Satz an Spannung nicht zu überbieten war. Aust suchte immer wieder mit seinem schnellen Zuspiel Bartsch, der nicht nur einmal Dresdens Mittelblocker Heymann im Block links liegen ließ, sondern auch aus dem Hinterfeld ordentlich Druck machte. Fünf Matchbälle gab es, vier für Dresden einen für Mühldorfer. Der eine reichte dem TSV zum 19:17-Sieg.

Nach drei sieglosen Spielen sammelten die Mühldorfer zwei wichtige Punkte, um Platz acht mit nun 35 Zählern weiterhin zu verteidigen. Vier Spieltage stehen noch an, alles Heimspiele, verteilt auf die nächsten beiden Wochenenden. Am Samstag geht es gegen Hammelburg (16 Uhr),am Sonntag gegen Schweig.enk

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