NACH ACHT WOCHEN SPIELPAUSE

Mühldorfer Bundesliga-Volleyballer wollen gegen die Kellerkinder punkten

Angreifer Fabian Bartsch (Bild) und Co. haben in den vergangenen Wochen fleißig trainiert, blieben von Blessuren verschont und wollen mit sechs Punkte vom Auswärtsmarathon heimkehren.
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Angreifer Fabian Bartsch (Bild) und Co. haben in den vergangenen Wochen fleißig trainiert, blieben von Blessuren verschont und wollen mit sechs Punkte vom Auswärtsmarathon heimkehren.

Seit Anfang Dezember kein Wettkampf mehr. Acht Wochen sind mittlerweile ins Land gezogen, in denen die Mühldorfer wegen zu hoher Corona-Inzidenzwerte kein Spiel mehr bestreiten konnten. Jetzt stehen am Wochende gleich zwei Spiele auf dem Programm.

Mühldorf – Mühldorfs Volleyballer haben in der achtwöchigen Pause fleißig trainiert, aber von Müdigkeit keine Spur: „Wir hatten um Weihnachten eine zehntägige Pause eingelegt. Aber sonst konsequent unser Training durchgezogen, teilweise zwei Einheiten pro Tag“, freut sich Trainer Michi Mayer schon darauf, dass die Mühldorfer endlich wieder ihre volle Schlagkraft am Wochenende auspacken können.

Starker Neuling: Sechs Siege nach elf Spielen

Alle sind fit, alle an Bord, die Motivation ist uneingeschränkt hoch, nachdem die Mühldorfer einen starken Auftakt als Neuling in der 2. Bundesliga hingelegt hatten. Elf Spiele hatten sie absolviert, davon sechs gewonnen, bevor für den Tabellenachten nach dem 5. Dezember erst einmal Schicht im Schacht war. Zu hohe Infektionszahlen bei den auswärtsangesetzten Spielen hatten die Durchführung der Spiele schließlich auf Eis gelegt. Jetzt aber wurden die Nachholspiele neu terminiert, die Partien der Rückrunde neu sortiert, bis Ende April sind die Mühldorfer Volleyballer nun gefordert.

Mühldorfer müssen durch die Republik reisen

Doch der Terminplan hat es in sich, teilweise müssen die Mühldorfer gleich zweimal pro Wochenende ran, um das Pensum aufzuholen. So auch an diesem Wochenende, wenn die Mühldorfer quer durch die Bundesrepublik reisen müssen. Am Samstagabend geht es zunächst zum Rückspiel nach Bliesen, wo sich die Drittletzten der Tabelle für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren wollen. Spielbeginn im Sportzentrum St. Wendel ist um 17 Uhr.

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Volleyballer unterbrechen die Saison

Am Sonntag dann zieht der Tross aus Mühldorf weiter nach Mainz, wo der Vorletzte in der Sporthalle des Otto-Schott-Gymnasums die Oberbayern um 15 Uhr zum Geisterspiel erwartet. Beide Spiele finden wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Spiele werden aber im Internet auf sporttotal.tv übertragen.

Schlagkräftig genug um beide Spiele zu gewinnen

„Klar, die lange Fahrerei ist kein Spaß, aber ich denke wir sind schlagkräftig genug, beide Spiele zu gewinnen“, Trainer Michi Mayer strotzt vor Selbstbewusstsein, hat in seinem 14 Man starken Kader die Qual der Wahl, wem er am Wochenende den Vorzug lassen wird. Eine Personalie erwähnt Mayer besonders: Hauke Ferch wird wohl endlich als Außenangreifer zum Zug kommen, soll das Team als Alternative zu Zied Chaghmi in der Abwehr verstärken und für Akzente im Angriff sorgen. „Wir haben in den vergangenen Wochen unseren Fokus auf die Blockstärke gelegt und uns gut weiterentwickelt. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, sollten wir in den Spielen unsere Dominanz nicht in Punkte ummünzen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Gegner so ein großes Trainingspensum hingelegt haben“, zeigt sich Mayer selbstbewusst. Wegen der Corona-Pandemie musste der Verein zwar auf Freundschaftsspiele verzichten. Doch die Kaderstärke kompensierte dies, zumindest zum Teil.

Samstaggegner erst mit drei Siegen

Der Samstagsgegner Bliesen hat in dieser Saison erst drei Siege verbucht. Und wartet ähnlich wie die Mühldorfer seit Anfang Dezember darauf, wieder in den Punktsielbetrieb einzugreifen. Sportlich muss Bliesen seit Beginn des Jahres auf die Abgänge Philipp Sigmund (Zuspiel) und Johannes Klotz (Libero) reagieren. Und nach der langen Spielpause wird man sehen, wie mühsam sich die Partie gegen den TSV Mühldorf gestalten wird.

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15-Jähriger dreht ersten Satz

Als Ersatz im Zuspiel freut man sich über die Rückkehr des 25-jährigen Lukas Scholtes, der sich zur Winterpause nach über zwei Jahren im Rhein-Main-Gebiet dem TVB wieder angeschlossen hat. Mit Maurice van Landeghem, der zwischen Luxemburg und dem Saarland pendelt, steht ein weiterer Akteur in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung. „Er steht vor wichtigen Prüfungen und will das nicht durch Quarantäne oder Ähnliches gefährden“, erläutert Sportlicher Leiter Gerd Rauch. Der Verein habe dafür vollstes Verständnis. „Wir sind eben nicht die besagten Profis“.

Mainz hat mehr Wettkampferfahrung

Wenn Mühldorf am Sontag gegen die TGM Mainz-Gonsenheim antritt, wird der Gegner im zweiten Auswärtsspiel des Wochenendes ebenfalls ein Spiel in den Beinen haben. Den am Tag zuvor müssen die Mainzer gegen den SV Schwaig bestehen, aktuell Tabellenfünfter in der 2. Liga. Allerdings hat Mainz gegenüber Mühldorf eine Woche mehr Wettkampferfahrung. Schon in der vergangenen Woche wurde bei den Rheinländern die Saison fortgesetzt, wenn auch ohne gutes Ende für den Vorletzten, gegen den Tabellenprimus Mimmenhausen setzte es eine klare 0:3-Niederlage. Nach 13 Spielen steht bei den Mainzern erst ein Sieg auf der Habenseite.

Tabelle nicht sehr aussagekräftig

Überhaupt ist die Tabelle derzeit schwer zu analysieren. Durch Absagen und Spielverschiebungen ist ein ziemliches Ungleichgewicht entstanden, die Tabelle ist nicht sehr aussagekräftig, denn es gibt Mannschaften, die bereits 14 Spiele absolviert haben, andere jedoch haben erst neun Spiele hinter sich. Vorausgesetzt die Corona-Tests an den Vorabenden der Spiele bleiben negativ, könnte Mühldorf nachziehen. (enk)

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