TSV Mühldorf will den Platz an der Sonne: Nelson greift ins Spielgeschehen ein

Im Training umgeknickt:Mittelblocker Charles Kahn (im Angriff) muss wegen einer Sprunggelenksverletzung mindestens drei Wochen pausieren. Enzinger
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Im Training umgeknickt:Mittelblocker Charles Kahn (im Angriff) muss wegen einer Sprunggelenksverletzung mindestens drei Wochen pausieren. Enzinger

Volleyball 3. Liga: Jamaikanischer Neuzugang überzeugt beim Test gegen Österreichischen Erstligisten

Mühldorf – Punktgleich mit dem Tabellenersten, bislang keine Niederlage, noch nicht einmal einen Satzverlust haben die Volleyballer des TSV Mühldorf in der noch jungen Saison bislang zu beklagen. Klar, nach zwei Spieltagen kein Stoff für die große Sensation schlechthin. Doch für einen Liganeuling, wie es der TSV Mühldorf in der 3. Volleyball-Liga ist, auf jeden Fall aller Ehren wert. Man könnte auch sagen: Die Mühldorfer hatten einen sehr guten Start in die Saison, wohl wissend, dass jetzt schon die ersten großen Herausforderungen auf die Truppe um Trainer Michi Mayer warten. Denn am heutigen Samstag geht es zum Derby in die Halle des ASV Dachau (20 Uhr).

Die Münchener Vorstädter hatten bislang noch keinen Grund zum Jubeln. Gegen den VC Dresden, der zum engen Favoritenkreis im Kampf um den Aufstieg zählt, gab es zum Auftakt eine 2:3-Niederlage. Gegen den TSV Deggendorf kamen die Dachauer mit 1:3 unter die Räder. Für Mühldorfs Außenannahmespieler Fabian Bartsch ist das aber kein Grund, Dachau auf die leichte Schulter zu nehmen: „Dachau ist ein Team mit jungen und sehr athletischen Spielern. Es wird die erste große Herausforderung für uns in dieser Liga“, warnt Bartsch. Er weiß, wovon er spricht, schließlich haben die Mühldorfer die Spielstärke Dachaus bereits kennen gelernt, als sie zum Sportnanka-Cup nach Dachau gereist sind und die Gastgeber im Halbfinale mit 3:2 aus dem Turnier gekickt und am Ende sogar den Cup gewonnen haben.

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Mit Erfahrung und druckvolle Aufschlägen will der TSV Mühldorfer versuchen, den Dachauern die drei Punkt abzuluchsen. Doch gerade der eigene Aufschlag stellt die Mühldorfer aktuell vor Probleme. Wenn das Service kommt, ist es die effektivste Waffe der Mühldorfer im Kampf um den Sieg. Doch die Fehlerquote war zuletzt doch ziemlich groß, findet auch ein Fabian Bartsch. Auch im letzten Test vor diesem Wochenende, im Vorbereitungsspiel gegen den österreichischen Erstligisten UVC Ried, hatten die Mühldorfer ebenfalls Probleme mit dem Aufschlag. Alles andere lief dafür sehr gut, fasst Bartsch die Partie am Tag der Deutschen Einheit in der Mittelschule zusammen. Vor allem konnte Neuzugang Nelson endlich Spielpraxis sammeln, nachdem er in den ersten beiden Saisonspielen noch verletzungsbedingt ausssetzen musste. Es dauerte etwas, bis der Jamaikaner auf Betriebstemperatur kam, dann aber sorgte der Diagonalspieler mit starken Angriffen und großartigen Blocks für Begeisterung der knapp 80 Zuschauer in der Halle. Die Mühldorfer, die im Test gegen Ried auf Nico Philipeit und Fabian Liemer verzichten mussten, schlugen sich insgesamt sehr gut, verloren nur mit 2:3, wobei der erste Satz mit 24:26 denkbar knapp an Ried ging. Im zweiten Satz war Mühldorf auf der Siegerstraße (25:22), ehe ein klares 18:25 für Ried und die Mühldorfer Retourkutsche in Abschnitt vier (25:22) den entscheidenden fünften Satz zur Folge hatte. Auch hier hielten die Mühldorfer, die mit Fabian Bartsch, Tom Brandstetter und Hauke Ferch Abwechslung in den Außenangriff brachten, erstaunlich gut mit, Ried behielt knapp mit 15:13 die Oberhand.

Einziger Wermutstropfen für das Spiel in Dachau: Charles Kahn wird nicht mitspielen. Er hat sich zur Wochenmitte im Training eine Sprunggelenksverletzung zugezogen, wir drei bis vier Wochen ausfallen. Ein schmerzlicher Ausfall, auch deshalb, weil die Mühldorfer nicht nur am Samstagabend gefordert sind. Am Sonntag geht es gleich weiter mit Volleyball, wenn die Truppe um Michi Mayer zum Bayerischen Pokalfinale nach Sonthofen aufbricht. Vier Mannschaften haben sich dafür qualifiziert, zwei Landesligateams und eine Zweitliga-Mannschaft, den TV/DJK Hammelburg, den Fabian Bartsch ganz selbstbewusst als möglichen Finalgegner ausgemacht hat. „Das wird sehr interessant für uns. Solche Spiele bringen uns weiter nach vorne!“, meint Bartsch.

Vielleicht reicht es aber schon am Samstag für einen Platz ganz an der Sonne? Auf Rang eins nämlich rangiert aktuell punktgleich der TSV Friedberg, der am Samstag allerdings gegen die bislang schwächste Mannschaft der Liga antritt. Der VC Zschopau hat bei seinem ersten Saisonspiel letzte Woche gegen Mühldorf keinen Satz gewonnen, ist Letzter. je

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