Mühldorf immer noch ohne Satzverlust in der 3. Liga: Die Null soll weiterhin stehen bleiben

Eines der größten Talenteaus dem Nachwuchs der Mühldorfer Volleyballer: Der erst 15-jährige Kilian Nennhuber hatbei den Testspielen einen sehr guten Eindruck hinterlassen, könnte als Alternative für Xander Mühldorfer als Libero kommen. Enzinger
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Eines der größten Talenteaus dem Nachwuchs der Mühldorfer Volleyballer: Der erst 15-jährige Kilian Nennhuber hatbei den Testspielen einen sehr guten Eindruck hinterlassen, könnte als Alternative für Xander Mühldorfer als Libero kommen. Enzinger

Volleyball: TSV Mühldorf muss beim TSV Deggendorf ran, dem Ex-Verein von Trainer Michi Mayer – Charles Kahn ist verletzt, Xander Mühlbauer hütete das Bett: Die Chance für Kilian Nennhuber, sich als Libero zu empfehlen?

Mühldorf – Wenn die Drittliga-Volleyballer des TSV Mühldorf heute beim Lokalrivalen TSV Deggendorf ihre Visitenkarte abgeben, dann ist das so etwas Ähnliches wie ein Heimspiel für Mühldorfs Trainer Michi Mayer. Denn in Deggendorf spielte der Niederbayer zwei Spielzeiten lang. Als Jungspunkt in der Saison 1996 und 1997 und später, 2010 und 2011, als er schon die Feier seines 30. Geburtstag hinter sich gelassen hatte. Jetzt, als 39-Jähriger, gibt es ein Wiedersehen mit der ihm so vertraute Abteilungsleitung um das Ehepaar Richard und Nina Schwarz, deren beiden Söhne Sebastian und Johannes auf dem Spielfeld stehen werden.

Während Michi Mayer inzwischen seine Volleyballschuhe an den Nagel gehängt hat, um sich vollends auf seine Trainertätigkeit zu konzentrieren, greift sein ehemaliger Spielgefährte der Saison 2010/2011 immer noch selbst ins Spielgeschehen ein: Michi Brunner wird als Spielertrainer seine Zuspielerqualitäten gegen Mühldorf abrufen. Und noch ein bekanntes Gesicht wird am heutigen Samstag um 19 Uhr auf das Spielfeld in Deggendorf treten: Konstantin Schmid, Beachpartner des Mühldorfer Eigengewächses Fabian Wagner, kam von Grafing nach Deggendorf, ihn gilt es mit dem Block zu zähmen. Mit Vincent Graven fällt Michi Mayer noch als gefährlicher Annahmespieler ein. Gefährlich deswegen, weil sich die Mühldorfer auf einen Linkshänder einstellen müssen. „1861 Deggendorf ist einer der ganz wenigen Vereine, die sich über 30 Jahre lang mit kleinen Unterbrechungen in der 3. Liga gehalten haben.“ Kontinuität werde bei den Niederbayern groß geschrieben, weiß Mayer. Und doch zeigt er sich selbstbewusst, was die Erwartungen der Mühldorfer an diesem Samstagabend betrifft: „Wir wollen die weiße Weste anbehalten. Alles andere als ein 3:0 kommt heute nicht in die Tüte!“ Gesunde Zuversicht, die sich alleine durch den Blick auf die bisherigen Spiele der Mühldorfer erklären lässt. Vier Spiele liegen in der noch jungen Saison hinter den Mühldorfern. Vier Mal gingen die Innstädter als Sieger vom Platz. Und das bislang ungefährdet, denn bis dato hat die Mayer-Truppe keinen einzigen Satzverlust zu beklagen.

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Und sie wollen weiter am Ball bleiben, habe sich in der Woche ohne Spiel mit Testspielen fit gehalten. Gegen den Zweitligisten aus Grafing haben sich die Mühldorfer mit einem 2:3 achtbar aus der Affäre gezogen. Gegen Unterhaching, ebenfalls zweite Liga, war man beim 2:2 fast ebenbürtig, „besonders das 25:18 im ersten Satz hat mich gefreut“, so Mayer, der beim Spiel in Deggendorf auf den verletzten Charles Kahn verzichten muss (Verletzung am Sprunggelenk). Auch hinter dem Einsatz von Libero Xander Mühlbauer steht noch ein Fragezeichen. „Er hatte sich diese Woche krank gemeldet. Mal schauen, wie fit er im Freitagstraining ist. Dann wird sich entscheiden, wer als Libero auf dem Feld steht.“ Zumal Mayer mit dem 15-jährigen Kilian Nennhuber auf einen sehr talentierten Ersatz zurückgreifen könnte. „Der hat beim Test gegen Unterhaching saugut gespielt“ attestiert ihm Trainer Mayer eine weiterhin aufsteigende Tendenz.

„Wir haben mit Iven Ferch den besten Mittelblocker der Liga, mit Fabian Bartsch und Tom Brandstetter die effektivsten Angreifer“, so Mayer. Im Freitagstraining werde sich entscheiden, wer neben Ferch die zweite Mittelblockerposition bekleiden wird – Flo Gschwendter oder Nico Philipeit. Über die Diagonalposition ist Nelson gesetzt, der sich nach einer Magen-Darm-Erkrankung am vergangenen Wochenende im Training wieder gut erholt zeigte. Einzig eine Sache bereitet Mayer Kopfzerbrechen: In den Testspielen hat Mühldorf immer wieder Serien zugelassen, fünf, sechs Punkte am Stück zugunsten des Gegners, „das müssen wir abstellen“. Vor allem an die erfahrenen Spieler im Team appelliert Mayer, dann die Verantwortung zu übernehmen. „Aber das werden wir uns im Abschlusstraining noch genau anschauen!“ je

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