2. VOLLEYBALL-BUNDESLIGA

Mühldorf-Coach Mayer will Siegesserie fortsetzen

Ein guter Block wird gegen die langen Kerle aus Kriftel nötig sein. Im Hinspiel taten sich die Mühldorfer noch schwer, wie auf dem Bild Flo Gschwendtner und Fabian Bartsch gegen Jannik Weber.
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Ein guter Block wird gegen die langen Kerle aus Kriftel nötig sein. Im Hinspiel taten sich die Mühldorfer noch schwer, wie auf dem Bild Flo Gschwendtner und Fabian Bartsch gegen Jannik Weber.

Seit fünf Spielen sind die Zweitliga-Volleyballer des TSV Mühldorf ungeschlagen und streben damit dem vorzeitigen Klassenerhalt entgegen. Im Heimspiel gegen den TSV Kriftel wollen die Spieler von Coach Mayer ihre Erfolgsserie fortsetzen und dem Saisonziel näherkommen.

Mühldorf– Tohuwabohu in der Tabelle der 2. Volleyball-Bundesliga Süd. Friedrichshafen hat bereits 16 Spiele absolviert, Delitzsch hinkt mit zehn absolvierten Partien deutlich hinterher. Aussagekraft? Gleich null in der Chaos-Saison, in der das Corona-Virus Woche für Woche für Spielabsagen oder -verlegungen sorgt. Welchen Platz das Team des TSV Mühldorf aktuell einnimmt, spielt für Trainer Michi Mayer aber auch keine Rolle. „Ob wir am Ende als Drittplatzierter oder als Achter den Klassenerhalt schaffen, ist völlig egal. Hauptsache ist, wir bleiben in der Liga!“

„Der Klassenerhalt ist so gut wie gesichert“

Und dafür stehen die Zeichen eigentlich ganz gut. Denn die Innstädter haben bereits 13 Partien absolviert und haben 26 Punkte auf dem Konto. Für Mayer steht schon jetzt fest: „Der Klassenerhalt ist so gut wie gesichert!“ Die Punkteausbeute, vor allem in den letzten Spielen, verschafft Zuversicht und nimmt auch etwas Druck aus dem Kessel, gibt Mayer zu. Und so spricht er auch im Bezug auf das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Kriftel (16 Uhr/Livestream über www.sporttotal.tv) voller Optimismus: „Ein Sieg ist Pflicht!“

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Harmonie im Team als Erfolgsgeheimnis

Diese Verpflichtung rührt aus der zuletzt nahezu makellosen Bilanz der Mühldorfer. Seit fünf Spielen ist die Truppe des Trainergespanns Michi Mayer und Sepp Wolf ungeschlagen, die jüngsten drei Partien gegen Dresden, Bliesen und Mainz gewannen die Mühldorfer sogar ohne Satzverlust. Das Geheimnis des Erfolgs? Starke Aufschläge, eine stabile Abwehr und ein präzises Zuspiel, „vor allem aber Harmonie im Team“, meint Trainer Mayer, der zur Stammformation um den aktuell überragenden Kapitän Tom Brandstetter über großes Potenzial auf der Auswechselbank verfügt. Der erst 16-jährige Fritz Vähning trumpfte zuletzt gegen Mainz auf. Charles Kahn, der wegen eines Jochbeinsbruchs einige Wochen lang ausgefallen war, riss das Spiel gegen Mainz herum und servierte zum Sieg. Kurzum: Die Maschinerie läuft beim TSV.

Und so ist den Mühldorfern auch nicht bange, wenn am Sonntag der TuS Kriftel zu Gast ist. Kriftel zählt nach einer rabenschwarzen Serie von sechs Niederlagen in Folge zu den Abstiegskandidaten. Erst vier Siege stehen auf der Habenseite. Erster Lichtblick für die Krifteler: Der 3:2-Sieg am vergangenen Wochenende gegen die L.E. Volleys aus Leipzig, der dem Team aus Hessen etwas Luft zum Tabellenende verschaffte. Zwölf Zähler stehen zu Buche, sieben sind es beim Verfolger, dem Drittletzten aus Bliesen.

Das Hinspiel noch verloren

Ein 3:2 – das dürfte auch dem Mühldorfer Coach noch in guter Erinnerung sein. Denn so lautete auch das Ergebnis des Hinspiels in Kriftel Anfang Oktober. Es war der erste Saisonsieg der Krifteler damals in Südhessen – in einem Spiel, in dem die damals noch unerfahrene Mühldorfer Mannschaft Bundesliga-Lehrgeld zahlen musste. Wichtige Leistungsträger hätten damals vor der Partie nicht ordentlich trainieren können, entschuldigte Mayer die Niederlage. Kriftels Libero Felix Blume hatte zudem eine starke Partie gespielt, am blockstarken 1,95-Meter-Mann der Krifteler, dem Diagonalspieler Philip Büchi, hatten sich die Mühldorfer die Zähne ausgebissen. Doch das Spiel bot damals auch die Chance für Youngster Vähning, Spielpraxis zu sammeln. Er hatte damals bei seinem Bundesliga-Debüt den dritten Satz zugunsten der Mühldorfer gedreht.

Alle Spieler sind an Bord

Nach dem 3:2 von Kriftel gegen Leipzig ist die Mühldorfer Mannschaft gewarnt, sie rechnet mit einem kampfbereiten und abwehrstarken Gegner. Und so wird einmal mehr der Fokus auf einen harten Aufschlag gelegt. Ein Rezept, das zuletzt gegen Bliesen und Mainz aufgegangen ist. Alle Spieler sind an Bord. Auch Zied Chalghmi, der zuletzt an Knieproblemen laborierte, den Hauke Ferch über die Außenannahmeposition hervorragend vertreten hatte, ist voll einsatzfähig. enk

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