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In der 2. Bundesliga gegen Gotha

Mühdorfs Volleyballer müssen Heimspiel gewinnen: Ein 2,13-Meter-Mann will das verhindern

Mittelblocker Lauritz Jastrow in Aktion: Der Mühldorfer Neuzugang (Nummer 9) steigert sich von Spiel zu Spiel. Wenn am Sonntag Gotha in die Nutz-Arena kommt, soll endlich wieder ein Sieg gefeiert werden.
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Mittelblocker Lauritz Jastrow in Aktion: Der Mühldorfer Neuzugang (Nummer 9) steigert sich von Spiel zu Spiel. Wenn am Sonntag Gotha in die Nutz-Arena kommt, soll endlich wieder ein Sieg gefeiert werden.

Erst ein Sieg steht auf der Habenseite und Drittletzter: Mühldorf muss am Sonntag, 16 Uhr, das Heimspiel gewinnen, um endlich vom Tabellenende wegzukommen. Doch auf der anderen Seite stehen die Spieler aus Gotha und ein 2,13-Meter-Mann.

Mühldorf –Nur zu siebt waren die Zweitliga-Volleyballer des TSV Mühldorf zuletzt zum Aufsteiger nach Rottenburg angereist. Ein 0:3 war die Folge mangels Wechselalternativen, doch Mühldorf hielt erstaunlich gut mit gegen den Aufsteiger. „Wenn am Ende aber keine Punkte rausspringen ist das leider nicht viel wert“, weiß natürlich auch Trainer Michi Mayer, der schon jetzt von einer harten Saison spricht. Denn die ist bislang nicht nach Plan verlaufen.

Erst ein Sieg steht auf der Habenseite, Mühldorf ist Drittletzter, muss am Sonntag, 16 Uhr, das Heimspiel gewinnen, um endlich vom Tabellenende wegzukommen. Doch da kommt mit den Blue Volleys aus Gotha eine Mannschaft, die die drei Punkte sicherlich nicht verschenken werden.

Nicht optimal gestartet

Zumal die Mannschaft aus Thüringen selbst nicht optimal in die Saison gestartet ist. Auf Platz acht rangiert das Team von Trainer Jonas Kronseder. In fünf Spielen nur sieben Punkte eingesackt – viel zu wenig für die Gothaer, die zu Beginn der Saison gegen Aufsteiger Dachau unter die Räder gekommen waren (0:3), danach folgte eine ebenso deutliche Niederlage gegen Freiburg (0:3), bevor gegen Dresden zumindest der erste Punkt herausgesprungen war (2:3). Nach dem ersten Saisonsieg gegen Delitzsch (3:2) wurde das Punktekonto beim 2:3 gegen Kriftel zumindest um einen weiteren Zähler aufgestockt.

Dass die Gothaer kleine Anlaufprobleme in die Saison hatten, mag an der Tatsache liegen, dass sie in dieser Saison auf einen wichtigen Angreifer verzichten müssen. Yann Böhme, ein extremer starker Linkshänder, der den Gothaern als Diagonalspieler viele Punkte beschwert hatte und auch immer wieder in der Vergangenheit die Mühldorfer vor Probleme gestellt hatte, ist zum Erstligisten SVG Lüneburg gewechselt.

Sein Trikot mit der Nummer zehn trägt nun Diagonalangreifer Spencer Elijah Fredrick (USA), der allerdings bislang in den Statistiken kaum auftaucht. Die MVP-Titel holten sich nämlich bislang die starken Außenangreifer auf Gothaer Seite. Christoph Aßmann zum Beispiel konnte schon zwei Medaillen sammeln, ebenso Matthew Bowers. Zuspieler Hannes Krochmann taucht bei den MVPs mit einer Medaille auf, Mittelblocker Felix Lesche wurde ebenfalls schon Mal geehrt.

Eine Macht im Bock

Vor allem auf Lesche müssen sich die Mühldorfer einstellen. Denn mit seinen 2,13 Metern ist der 23-Jährige eine Macht im Block. Mühldorf muss schnell und variantenreich spielen, um diese Mauer am Netz zu umgehen. Das weiß auch Mühldorfs Chef-Coach Michi Mayer, der seine Lehren aus der Partie gegen Rottenburg gezogen hat.

Gegen die Aufsteiger taten sich die Mühldorfer vor zwei Wochen schwer, weil diese den Angriffen der Innstädter einen ebenso großen Block dagegen gestellt hatten. Das Problem der Mayer-Truppe: Die Spieler stehen mittlerweile voll im Berufsleben, es müssen Abstriche bei den Trainings gemacht werden. Und das mache sich dann eben logischerweise in den Spielen bemerkbar, so Mayer.

Fritz Vähning steht wieder zur Verfügung

Froh ist Mühldorfs Coach darüber, dass Fritz Vähning wieder zur Verfügung steht. Der 17-Jährige hatte eine Verletzung am Rippenbogen, kann mittlerweile wieder spielen, wird am Sonntag voraussichtlich als Libero auflaufen – auf dieser Position hat er zumindest am Donnerstag trainiert. Im Außenangriff vertraut Mayer weiter auf Kapitän Tom Brandstetter und Kilian Nennhuber. „Nennhuber gefällt mir als Außenangreifer richtig gut. Er hat einen guten Aufschlag, blockt sauber und greift fein an!“

Das Gesamtpaket stimmt

Das Gesamtpaket stimmt, so Mayer, der auch wieder auf alle drei Mittelblocker zählen kann. Alex Brandstetter ist als Zuspieler gesetzt, hat mit Leo Tille diesmal einen adäquaten Ersatz, wenn es mal nicht so laufen sollte. Diese Alternative fehlte im Spiel gegen Rottenburg, in welchem Brandstetter die ein oder andere Pause gut getan hätte. Doch wegen Spielermangels war dies nicht möglich. Jugend-Zuspieler Felix Schinko wird am Sonntag ebenfalls auf der Bank Platz nehmen und mit ihm natürlich alle anderen Jugendspieler, die voll im Saft stehen und derzeit mit der zweiten Mannschaft als Tabellenführer der Landesliga an die Tür zur Bayernliga anklopfen.

Wiedersehen mit Jonas Kronseder

Wenn am Sonntag um 16 Uhr das erste Service in der Nutz-Arena an der Mittelschule angepfiffen wird, freut sich Mayer auf ein Wiedersehen mit Jonas Kronseder. Der ehemalige Vilsbiburger spielte früher zu Bayernliga-Zeiten ebenfalls in Mühldorf, trainierte von 2014 bis 2017 die Damenmannschaft der Roten Raben in Vilsbiburg (1. Bundesliga), wechselte dann als Damentrainer nach Erfurt, wo er von 2017 bis 2019 ebenfalls in der 1. Bundesliga agierte. Seit 2019 ist er nun schon Trainer beide Blue Volleys aus Gotha. In dieser Saison sogar mit Spielerpass. Er ist Zuspieler Nummer drei hinter Hannes Krochmann und Hannes Maisch.

Bemerkenswert: Gotha spielt zum zweiten Mann binnen einer Woche gegen einen Tille. Denn am vergangenen Wochenende spielten die Blue Volleys im Pokal-Achtelfinale gegen den Deutschen Meister der Berlin Recycling Volleys, wo Nationalspieler Johannes Tille Zuspieler ist. Man verlor mit 0:3, doch man will den Schwung mit an den Inn nehmen, macht Kronseder deutlich: „Wir wollen punkten. Wenn die Mannschaft an die Leistung vom vergangenen Sonnabend anschließen kann, sehe ich das als möglich an!“

enk

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