MTV Rosenheim erst im Finale gestoppt – Vizemeisterschaft für Männer 35-Faustballteam

Die Rosenheimer Medaillengewinner (von links): Günter Ortmeier, Knut Fischer, Steve Schmutzler, Abdilaziz Lamharraf, Christian Weiß, Marcel Hebling.
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Die Rosenheimer Medaillengewinner (von links): Günter Ortmeier, Knut Fischer, Steve Schmutzler, Abdilaziz Lamharraf, Christian Weiß, Marcel Hebling.

Nach dem Meistertitel der Halle 2019 und Bronze im Feld 2019 machte Rosenheims Faustballteam der Altersklasse Ü35 auf der Sportanlage des NLV Stuttgart-Vaihingen mit dem Gewinn von Silber ihren Medaillensatz komplett.

Stuttgart – Nach verlustpunktfreiem Durchmarsch mit vier Vorrundensiegen und einem knappen Halbfinalsieg gegen den VfB Stuttgart fand das Rosenheimer Ü35-Faustballteam um Spielführer Steve Schmutzler im Finale in der pfälzischen TSG Tiefenthal seinen Meister.

Hohe Leistungsdichte bei den Spitzenteams

Angesichts der Leistungsdichte insbesondere der ersten drei Teams legte sich im MTV-Lager der Finalniederlagen-Frust schnell. Aufgrund der aktuellen Situation fand diese Feld-DM ohne Vorqualifikation statt. Teilnahmeberechtigt waren die Teams, die sich für die diesjährige Hallen-DM qualifiziert hatten, die dann abgesagt werden musste. Die Rosenheimer hatten sich hierbei als Süddeutscher Meister das Ticket gesichert.

Problemloser als erwartet konnte man sich an Tag eins den 1. Platz in der Vorrunde sichern. Nach einem 2:0 (11:8, 11:5) gegen den SV Erolzheim hielt man auch Bayer 04 Leverkusen mit zwei 11:4-Satzgewinnen deutlich nieder. Und auch im dritten Spiel gegen den hessischen TV Rendel hatten die MTV-ler mit 11:4 und 11:6 am Ende die Nase klar vorne.

Weiße Weste behalten

Mit einem überzeugend herausgespielten 11:4-Satzerfolg gegen den TV Waldrennach war der Gruppensieg und Halbfinaleinzug dann fix. Der anschließende Satz gegen die Schwarzwälder gestaltete sich offen, doch mit einem 12:10 konnten die Oberbayern ihre weiße Weste wahren.

Stuttgart mit Ex-Nationalspielern

Im Spiel um den Einzug ins Finale traf man auf den VfB Stuttgart, der drei ehemalige deutsche Nationalspieler und zwei Ex-Internationale aus der Schweiz in seinen Reihen stehen hatte. Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine sehenswerte Partie auf Augenhöhe. Nach einem 11:8 im ersten Satz konterten die VfB`ler und erzwangen durch ein 11:9 einen Entscheidungssatz. Hier gerieten die Rosenheimer bedrohlich mit 1:4 ins Hintertreffen. Dank einer Auszeit und Formations-Umstellung mit vorgezogener Mittelmannposition konnte man sich aber stabilisieren und mit 6:5 erstmals in Führung gehen. In der Folge konnten die Schwaben zwar noch dreimal ausgleichen, doch mit starken Aufschlägen und konsequentem Verwerten der sich bietenden Chancen, wurde mit 11:9 der Einzug ins Endspiel klar gemacht.

Im Finale missglückte Aktionen

Hier traf man auf die TSG Tiefenthal, einer namhaft zusammengestellten Truppe aus insgesamt fünf Erst- und Zweitbundesligavereinen. Mit wenig zwingendem aber auf Sicherheit bedachtem Spiel hielt man anfangs noch Schritt. Mit fortlaufenden Spieldauer schlichen sich aber einige missglückte Aktionen ein und darüber hinaus versenkten die Pfälzer eine Reihe gut vorgetragener Angriffe in den Reihen des MTV`s. Mit 5:11 setze es ein einen klaren Satzverlust. Hoffnungsvoll gestaltete sich der Start in Runde zwei, in den Schmutzler & Co. mit 4:0 vorlegen konnten. Mit ungenauem Aufbauspiel und Fehlern in der Offensive machte man es der TSG aber leicht, um auf 5:5 zu egalisieren. Ähnliche Malheure unterliefen dann noch zweimal in der Folgezeit, als man sich wieder in der Erfolgsspur wähnte. So konnte der Satz nach Zwischenständen von 8:5 und 9:6 nicht ins Ziel gebracht werden und mit 10:12 musste man den Deutschen Meistertitel der TSG Tiefenthal überlassen.

Der MTV Rosenheim spielte mit: Steve Schmutzler, Abdilaziz Lamharraf, Marcel Hebling, Christian Weiß, Günter Ortmeier, Knut Fischer

Der Endstand

1.TSG Tiefenthal

2.MTV Rosenheim

3.VfB Stuttgart

4.NLV S-Vaihingen

5.Bayer 04 Leverkusen

6.TV Waldrennach

7.TV Rendel

8.TV Dieburg

9.TuS Frammersbach

10.SV Erolzheim cw

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