Motorradrennfahrer Markus Reiterberger bei der Langstrecken-WM: „Es ist eine klasse Strecke“

Er freut sich schon jetzt auf seinen Einsatzbeim Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Sepang: Markus Reiterberger. BMW Motorrad

Motorradrennfahrer Markus Reiterberger hat die Saison in der Superbike-Weltmeisterschaft mit dem 14. Gesamtplatz abgeschlossen, doch das Finale in Doha (Katar) war nicht sein letzter Rennauftritt in diesem Jahr.

Obing – Der 25-Jährige Markus Reiterberger darf nun noch am 14. Dezember in Sepang (Malaysia) zu einem Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft antreten. Beim Acht-Stunden-Rennen in Malaysia wird er sich mit Kenny Foray (Frankreich) und Ilya Michalchik (Ukraine) im Sattel der BMW S 1000 RR abwechseln.

Das Team BMW Motorrad World Endurance bestreitet mit der neu entwickelten Langstreckenversion der BMW S 1000 RR seine Debütsaison in der Langstrecken-WM (FIM EWC). Bereits beim ersten Rennen, dem Bol d’Or im September in Le Castellet (Frankreich), fuhren Foray und Michalchik gemeinsam mit Julian Puffe (Deutschland) einen beeindruckenden dritten Platz ein.

Für Reiterberger ist bei seinem Gastspiel in Sepang vieles vertraut: Das Motorrad, die Rennstrecke, und Teamchef Werner Daemen. Der Obinger hat auch auf der Langstrecke viel Erfahrung, denn in den vergangenen Jahren trat er immer wieder mit BMW-Teams in der FIM EWC an. Bereits 2014 sorgte er in Oschersleben für Aufsehen, als er mit der Superstock-RR des Teams Penz13.com die Pole Position holte. Zuvor war noch nie ein Superstock-Motorrad vom ersten Startplatz aus in ein FIM-EWC-Rennen gegangen. Mit demselben Team feierte Reiterberger 2017 den zweiten Platz beim Bol d’Or.

„Wir freuen uns Markus im BMW Motorrad World Endurance Team in Sepang an Bord zu haben“, sagte auch BMW-Motorrad-Motorsport-Direktor Marc Bongers. „Wir sind zuversichtlich, dass Markus in der Zusammenarbeit mit seinen Teamkollegen Kenny und Ilya mit seiner großen Erfahrung seinen Beitrag dazu leisten kann, dass wir in Sepang gute Ergebnisse holen. Dazu kommt, dass er das Team um Werner Daemen bestens kennt. Das Rennen in Sepang ist sehr stark besetzt, da es zur Qualifikation für das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka dient. Mit diesem schnellen und erfahrenen Trio sind wir dafür bestens aufgestellt.“

Auch Teammanager Werner Daemen ist begeistert: „2016 war Markus unheimlich schnell in Sepang. Damals ist er dort in der Superbike-WM fast auf das Podium gefahren, und vielleicht kann er ja damit den Unterschied machen.“ Er ergänzt: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserem Bike gut mitfahren können. Vielleicht spielt ja auch das Glück wieder mit, so wie in Le Castellet.“

Besondere Erinnerung an Sepang

Reiterberger selbst freut sich ebenfalls: „Ich möchte mich bei Werner und dem Team für die Gelegenheit bedanken, in Sepang an den Start zu gehen. Ich freue mich schon sehr auf Sepang. Es ist eine klasse Strecke, und 2016 war ich dort auf dem Weg zu meinem besten Ergebnis in der Superbike-WM. Ich lag bis kurz vor Schluss auf dem sicheren vierten Platz, schied dann aber wegen eines Defekts aus. Von daher verbinde ich besondere Erinnerungen mit Sepang. Die Strecke bietet viel Grip, und ich denke, dass wir mit unserem Bike dort sehr gut aufgestellt sind. Ich habe zwei starke Teamkollegen, und gemeinsam werden wir alles geben, um ein Top-Ergebnis zu holen.“ Um gut vorbereitet zu sein, wird das Team übrigens in der Woche vor dem Renne in Malaysia bereits vor Ort einen Test absolvieren.

Im Verlauf der Superbike-WM gab es für Reiterberger Licht und Schatten. Das galt auch für das Saisonfinale: Im ersten Lauf gelang ihm beim Sieg von Weltmeister Jonathan Rea (Großbritannien/Kawasaki) der hervorragende achte Platz – nur gut 2,7 Sekunden hinter Platz fünf – und damit endlich wieder ein Top-Ten-Platz. Im zweiten Durchgang musste sich Reiterberger mit Rang 14 begnügen, sein Teamkollege Tom Sykes (Großbritannien) im Team BMW Motorrad World SBK wurde hier Zwölfter, Sandro Cortese (Berkheim/Yamaha) Zehnter.In der WM-Gesamtwertung ging der Titel mit 663 Punkten an Jonathan Rea vor Alvaro Bautista (Spanien/Ducati/498) und Alex Lowes (Großbritannien/Yamaha/341). Sykes (223) wurde Achter, Cortese (134) Zwölfte und Reiterberger als 14. brachte es auf 83 Punkte. who

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