Motiviert bis auf die Fingerspitzen: TSV mit viel Selbstvertrauen nach Friedberg-Sieg

Zuletzt in Topform,doch diesmal zwickt die Wade: Zuspieler Alexander Brandstetter (rechts) ist angeschlagen. Muskuläre Probleme hat Xander Mühlbauer. Bartsch
+
Zuletzt in Topform,doch diesmal zwickt die Wade: Zuspieler Alexander Brandstetter (rechts) ist angeschlagen. Muskuläre Probleme hat Xander Mühlbauer. Bartsch

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel: Tabellenführer TSV Mühldorf will nun auch gegen Verfolger Eibelstadt punkten. Bei Zuspieler Alexander Brandstetter zwickt die Wade, bei Xander Mühlbauer sind es muskuläre Probleme.

Mühldorf – Optimismus, Zuversicht, Selbstvertrauen: Nach dem grandiosen 3:0 Sieg in der 3. Volleyball-Liga gegen den Mitverfolger TSV Friedberg wartet auf die ungeschlagenen Tabellenführer vom TSV Mühldorf am Samstag der nächste direkte Konkurrent um den Platz an der Sonne. Knapp dreieinhalb Stunden geht es für das Team um Trainer Michi Mayer quer durch Bayern, um nach Unterfranken zu fahren und dem Tabellenzweiten TSV Eibelstadt ab 19.30 Uhr die Stirn zu bieten.

Der Blick in die Vereinschronik hat zunächst Ernüchterung zur Folge: kein Sieg, stattdessen zwei Niederlagen – das ist die Bilanz der Mühldorfer, wenn sie bisher in der Eibelstädter Halle aufgeschlagen haben.

+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

An die letzte kann sich Michi Mayer noch ganz gut erinnern: „Vor fast zwei Jahren sind wir schwer gedemütigt worden“, erinnert sich der TSV-Trainer ungern an die Schmach an jenem Märztag zurück, als die Mühldorfer mit 1:3 unter die Räder kamen. „Doch diesmal ist es anders“, zeigt sich Mayer kämpferisch. Der bisherige Erfolg der Mühldorfer gibt ihm Recht: In sieben Spielen haben die Mühldorfer erst zwei Sätze abgegeben, sie haben bislang das volle Punktekontingent ausgeschöpft und stehen zurecht auf Platz eins. Eibelstadt hingegen hat sich schon einen Schnitzer geleistet, ging gegen den VC Dresden mit 0:3 Baden. Außerdem hat Mayer eine ganz besondere Verknüpfung mit dem Ort Eibelstadt: „Dor wurde die Basis für meine Karriere gelegt“, ist sich der 39-Jährige sicher und dreht dabei die Zeit zurück in seine Jugend. Als Zwölfjähriger habe er die Bayerische Meisterschaft in Eibelstadt gespielt und dabei mit dem TV Viechtach auch Eibelstadt besiegt. Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft und schließlich der Titelgewinn waren die Folge. „Das hat angespornt weiterzumachen!“, verrät Mayer.

Gute Erinnerungen an Eibelstadt – als Jugendspieler

Jetzt steht er als A-Lizenz-Trainer an der Seite der Mühldorfer Volleyballer, die in Eibelstadt Sieg Nummer acht in dieser Saison holen sollen. Die drei Mittelblocker: in Topform. Die drei Außenangreifer: ohne Beanstandung. Und die Diagonalspieler: beide schlagkräftig. Sorgenfalten treibt dem Mühldorfer Trainer nur die Fitness von Zuspieler und Libero auf die Stirn. Bei Zuspieler Alexander Brandstetter zwickt die Wade, Libero Xander Mühlbauer hat muskuläre Probleme an den Armen. Für beide stehen allerdings Ersatzkräfte ur Verfügung: Lars Rommel hat bei seinen bisherigen Auftritten gezeigt, dass er mit seinen 35 Jahren immer noch eine Alternative für Brandstetter sein kann. Und sollte Mühlbauer als Libero ausfallen, hat Mayer mit Hauke Ferch ebenfalls eine erfahrene Wechselalternative auf der Bank sitzen.

„Spielen den besten Volleyball, den es ja gab!“

„Wir spielen zur Zeit das beste Volleyball, dass es in Mühldorf je gab! Wenn wir so spielen wie gegen Friedberg, gewinnen wir auch gegen Eibelstadt!“, meint Außenangreifer Fabian Bartsch.

Doch nicht nur die Mühldorfer haben sich vor der Saison verstärkt, auch die Unterfranken haben sich zwei gestandene Zweitligaspieler vom TV/DJK Hammelburg geholt. Diagonalspieler Felix Bendikowski, der bisher mit fünf MVP-Auszeichnungen aus acht spielen glänzen konnte, und Lukas Spachmann, der als Außenangreifer oder Libero für eine stabile Annahme sorgt. Die Annahme ist es auch, die Mayer in den Fokus seiner Taktik gerückt hat. Nach dem Friedberg-Spiel war Mayer voll des Lobes über den immensen Druck, den seine Angreifer über den Aufschlag gemacht haben. Wenn sie diese Sträke auch gegen Eibelstadt ausspielen, dann dürfte es der Gastgeber schwer haben, den Mühldorfern Paroli zu bieten.

Größtes Manko am samstäglichen Spieltag: Die lange Anfahrt. „Wir werden schon um 13 Uhr von Mühldorf abfahren und Pausen einlegen, damit wir einigermaßen ausgeruht in Würzburg ankommen“, sagt Mayer. Zumindest geistig ausgeruht, weil die Spieler zumindest diesen einen Luxus genießen können, nicht selbst fahren zu müssen.

Heimspiel für die Aufstiegsaspiranten der Herren-II-Mannschaft

Fahren, das müssen auch die Spieler der Herren-II-Mannschaft nicht: Denn die dürfen am heutigen Samstag in die Mittelschulturnhalle, in der Hoffnung, dem Abenteuer Aufstieg zwei weitere Siege zu schenken nach dem sensationellen 3:2-Erfolg vergangene Woche im Bezirksliga-Derby gegen den Mitaufstiegsaspiranten VSG Isar-Loisach erwarten sie heute um 14 Uhr den SC Freising und die Vereinskollegen der dritten Mühldorfer Mannschaft. je

Mehr zum Thema

Kommentare