Mit Wächter nach Rosenheim? – Vor Inn/Salzach-Derby bei 1860: Burghausen holt Rückkehrer

1860 Rosenheims Moritz Moser spielte einst für Burghausen.
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1860 Rosenheims Moritz Moser spielte einst für Burghausen.

Der verlorene Sohn kehrt heim: Stefan Wächter ist nach einem Jahr zurück beim SV Wacker Burghausen und könnte bereits am Samstag (26. September) eingesetzt werden, wenn die Salzachstädter im Ligapokal der Fußball-Regionalliga Bayern um 14 Uhr beim TSV 1860 Rosenheim antreten.

Rosenheim/Burghausen – Der verlorene Sohn kehrt heim: Stefan Wächter ist nach einem Jahr zurück beim SV Wacker Burghausen und könnte bereits am heutigen Samstag eingesetzt werden, wenn die Salzachstädter im Ligapokal der Fußball-Regionalliga Bayern um 14 Uhr beim TSV 1860 Rosenheim antreten. Der Allrounder, der vor wenigen Tagen seinen 23. Geburtstag feiern konnte, hat an der Salzach einen Ein-Jahres-Vertrag bis Saisonende unterschrieben.

Kasparetti ist zuversichtlich

Stefan Wächter ist zum SV Wacker Burghausen zurückgekehrt.

Eine Woche nach der ebenso unglücklichen wie bitteren 2:3 (2:1)-Last-Minute-Niederlage zum Re-Start beim SV Schalding Heining steht für den TSV 1860 Rosenheim am Samstagnachmittag die zweite Ligapokal-Aufgabe auf dem Spielplan. Trainer Thomas Kasparetti zeigte sich im Vorfeld des Inn/Salzach-Derbys durchaus zuversichtlich, zumal seine Mannschaft im Passauer Vorort trotz langer Unterzahl eine ansprechende Vorstellung abgeliefert hatte: „Wir wollen an die gute Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpfen und leistungsmäßig noch einmal einen drauf setzen.“ Dieses Vorhaben müssen die Sechziger allerdings ohne Louis Zimmerschied angehen. Der 19-Jährige hatte sich in der vergangenen Woche noch in der ersten Halbzeit mit der gelb-roten Karte verabschiedet.

„Burghausen muss uns erst einmal schlagen

Obwohl der 1860-Coach beim Gegner „enorme Qualität“ sieht, ist die Marschroute für ihn klar: „Wenn wir schnell aus unseren Fehlern lernen und uns nicht wieder selbst schwächen, dann muss uns Burghausen zuhause erst einmal schlagen.“ Auch Rosenheims Sportlicher Leiter Hans Kroneck freut sich auf das erste Heimspiel nach der langen Corona-Pause: „Es ist wunderschön, dass endlich wieder unter Wettkampf-Bedingungen gespielt werden kann. Die Spiele im Liga-Pokal sind dabei echte Prüfsteine vor dem Re-Start der Ligaspiele im Oktober.“ Kroneck sah ebenfalls gute Ansätze beim Auftakt in Schalding und sprach Mannschaft und Trainerteam sein volles Vertrauen aus: „Die Mannschaft hat schon in Schalding viel Gutes gezeigt– dies gilt es nun gegen Burghausen zu bestätigen.“

Stefan Wächter kommt zurück

Beim SV Wacker freut man sich über die Nachverpflichtung von Stefan Wächter. Der Ampfinger kann trotz seiner Jugend mit der Erfahrung von 108 Regionalligaspielen auftrumpfen, davon 97 für seinen Heimatverein Burghausen. Beim Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München, für den er nur elf Mal ran durfte, wurde Wächter im Sommer aussortiert und war seither vertragslos. „Ich will endlich wieder Fußball spielen, in die Stammformation kommen und durch gute Leistungen der Mannschaft weiterhelfen ihre Ziele zu erreichen“, brennt Wächter auf seine ersten Einsätze seit einem Jahr. „Für uns ist Stefan nicht nur eine super Verstärkung, sondern auch ein Spieler, der das Wacker-Gen wie kein anderer absolut verinnerlicht hat. Wir waren trotz des Abgangs im vergangenen Jahr immer wieder in Kontakt und haben diesen nach der Meldung der Vertragsauflösung intensiviert,“ erklärt Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk. „Mit Stevie bekommen wir einen sehr flexiblen Spieler hinzu, der für jeden Trainer ein Traum ist.“

Gegen Rosenheim war es noch nie leicht

Inwieweit Trainer Leo Haas den Rückkehrer, der erst seit Donnerstag mit der Mannschaft trainiert, heute bereits berücksichtigt, ist mehr als fraglich, zumal Wächter ja seit März nicht mehr im Trainingsbetrieb war. „Wir haben ja nach dem Spiel in Rosenheim zehn Tage Pause“, kann sich Fenk eine Eingewöhnungszeit für Wächter vorstellen. Zudem gibt es nach dem 4:2-Erfolg von letzter Woche gegen den TSV Buchbach auch keinen zwingenden Grund, große Umstellungen vorzunehmen. Bis auf Andi Scheidl, der wohl in diesem Jahr nicht mehr spielen wird, hat Haas alle Mann an Bord. Blauäugig fahren die Burghauser trotz des Auftaktsieges aber nicht ins Jahnstadion. „Wir haben uns gegen Rosenheim immer schwergetan. Da will ich gleich mal den warnenden Zeigefinger heben“, so Fenk, der auch bestätigen kann, dass Mittelfeldspieler Maximilian Reiter (20) in der Winterpause aus Kirchanschöring zurückkehrt. „Maxi hat in der Vorbereitung drei Wochen bei uns mittrainiert und wird dann im Winter von unserem Kooperationspartner aus Kirchanschöring zurückkommen.“

Genaue Regeln für die erlaubten Zuschauer

Für die Derby-Zuschauer – nur 200 sind am Samstag im Jahnstadion zugelassen – gelten übrigens genaue Vorgaben: Abgabe der Kontaktdaten, Maskenpflicht bis zum Platz, Abstandsregel – und Personen mit Corona-Symptomen erhalten keinen Einlass! mb/re

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