„Mit den Jungs ist das Spiel viel intensiver“

Emma Hofbauer spielt im österreichischen Nationalteam.

Rosenheim – Die österreichische Damen-Nationalmannschaft im Eishockey hat ihr zweites Trainingslager der laufenden Saison im Hinblick auf die Weltmeisterschaft im kommenden April in St. Pölten absolviert.

Dafür stand der vollständige Kader mit Spielerinnen aus Nordamerika und den europäischen Ligen zur Verfügung – darunter auch Emma Hofbauer, Angreiferin in der U17-Jugend der Starbulls Rosenheim. Hofbauer (15) bestritt beim ersten Lehrgang gegen Italien ihre ersten Länderspiele bei der A-Nationalmannschaft. Im Interview spricht sie über die Nominierung und besonderen Erfahrungen.

Wie ist es für Sie, für Ihr Heimatland aufzutreten?

Es ist eine sehr große Ehre für mich. Bei der A-Nationalmannschaft kann ich mir von vielen Spielerinnen einiges abschauen und neue Erfahrungen sammeln.

Sie sind erst 15 Jahre und stehen bereits im A-Kader. Wie besonders sind die Nominierungen für Sie?

Es war auf jeden Fall unerwartet und ich habe mich sehr über die Einladungen gefreut. Es ist ein sehr lässiges Gefühl und schwer zu beschreiben.

Mit Ihrem eigentlichen Team, der U18, steht als nächster Höhepunkt die Weltmeisterschaft auf dem Programm.

Für uns besteht bei der U18 die Möglichkeit, aufzusteigen. Das ist auch unser Ziel und ich hoffe, wir schaffen das gemeinsam als Team.

Sie spielen bei den Starbulls in der U17-Jugend. Wie fühlen Sie sich in Rosenheim?

In Rosenheim fühle ich mich insgesamt sehr gut. Der Zusammenhalt im Team ist außerordentlich gut, und dass man als Mädchen so gut aufgenommen wird, ist auch nicht selbstverständlich. Ich bin sehr dankbar dafür.

Wie groß ist der Unterschied auf dem Eis zwischen den Spielen bei der Damen-Nationalmannschaft und denen in der U17-Jugend?

Da ist schon ein Unterschied spürbar. Mit den Jungs ist das Spiel generell viel intensiver und auch die Pässe und Schüsse sind härter.

Sie pendeln viel von Innsbruck nach Rosenheim zum Training. Wie schaffen Sie das?

Es ist manchmal schon anstrengend, gerade wenn man im Zug sitzt, würde man am liebsten gerne einschlafen. Aber trotzdem passt es ganz gut.

Wie bringen Sie Ihre Verpflichtungen in der Schule, beim Training und in der Freizeit unter einen Hut?

Da ich eine Sportschule besuche, habe ich am Nachmittag keinen Unterricht. Das erleichtert es sehr. Lernen kann ich meistens gut im Zug. Zeit für Freunde bleibt da allerdings nicht mehr viel.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?

Schulisch würde ich sehr gerne den Abschluss im Gymnasium machen. Im Anschluss möchte ich Medizin studieren oder irgendwas im Bereich Medizin machen. Sportlich will ich das Beste aus mir herausholen und dann sehen, was möglicht ist. Im Ausland zu spielen, in Skandinavien oder Nordamerika, wäre auf jeden Fall interessant. Interview: dbu

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