Eishockey-Testspiele

Mit Gibbons, ohne Baindl ‒ Starbulls Rosenheim mit Heim-Derbys gegen Tölz und Landshut

Die jungen Rosenheimer Spieler überzeugten in den beiden Spielen gegen Peiting. Jetzt müssen sie sich gegen zwei DEL2-Vereine beweisen.
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Die jungen Rosenheimer Spieler überzeugten in den beiden Spielen gegen Peiting. Jetzt müssen sie sich gegen zwei DEL2-Vereine beweisen.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Ein Heimspiel-Wochenende der Starbulls Rosenheim gegen Bad Tölz und Landshut – da schnalzen die Eishockeyfans normalerweise mit der Zunge, streifen ihre Fan-Trikots über, pilgern in Scharen ins Rosenheimer Eisstadion und hoffen auf einen Derby-Heimsieg. Aktuell ist aber alles anders.

Rosenheim – Die Rosenheimer Eishockeyspieler bestreiten am Wochenende zwei attraktive Heimspiele ‒ allerdings ohne Zuschauer. Wegen der steigenden Corona-Zahlen dürfen weder am Freitag, 19.30 Uhr, gegen Bad Tölz, noch am Sonntag, 17 Uhr, im Heimspiel gegen Landshut Zuschauer ins Rosenheimer Eisstadion. Auch das letzte Testspiel Höchstadt findet ohne Fans statt. Was bleibt, ist die Live-Übertragung der beiden Spiele in Sprade TV und da werden sicher wieder viele Starbulls-Fans mit ihrer Mannschaft mitfiebern.

Starbulls-Coach Sicinski: „Wir müssen das Beste aus der Situation machen“

Starbulls-Coach John Sicinski wäre natürlich auch lieber, wenn Zuschauer ins Stadion dürften, aber er sagt: „Wir müssen alle die Situation so akzeptieren wie sie ist und das Beste daraus machen.“

Die beiden härtesten Vorbereitungsgegner

Das will auch seine Mannschaft tun, die sich gegen zwei starke Zweitligisten beweisen muss. „Das sind unsere beiden härtesten Vorbereitungsgegner, bessere Mannschaften werden in dieser Saison nicht mehr kommen“, sagt Sicinski, der seinem Team aber einiges zutraut: „Wir können auf alle Fälle mit dem Tempo mithalten. Allerdings müssen wir immer hellwach sein und vor allem ist eine gute Defensivarbeit gefragt, denn über die individuelle Klasse von Tölz und Landshut müssen wir nicht reden. Da ist einiges an Offensiv-Power vorhanden.“

Kyle Gibbons fehlte letzten Sonntag beim Gastspiel in Peiting, aber gegen Bad Tölz und Landshut ist der Starbulls-Neuzugang wieder dabei.

Andreas Mechel gegen seinen Ex-Verein im Tor

Der Starbulls-Coach kann am Freitag auf alle Fälle wieder auf Kyle Gibbons zurückgreifen, der am vergangenen Sonntag gegen Peiting kurzfristig ausfiel. Genauso wie Kapitän Michael Baindl, der sich verletzte und auch gegen Tölz und Landshut fehlt. „Nichts Schlimmes“, gibt Sicinski Entwarnung. Mit dabei sind auch wieder die jungen Spieler wie Maierhofer, Steinmann und Gottwald, die letzten Sonntag im U20-Team spielten. Im Tor gegen seinen Ex-Verein Bad Tölz steht Andreas Mechel.

Sicinski will weitere Fortschritte in seinem Team sehen

In den beiden Vorbereitungs-Derbys gegen die Zweitligisten will Sicinski weitere Fortschritte in seinem Team sehen. Dem Coach hat gefallen, was ihm seine Mannschaft im Heimspiel gegen Peiting (4:1) angeboten hat: „Tempo, Intensität, Laufwege und Kombinationen waren gut. Auch beim Spiel in Peiting (2:5-Niederlage) haben wir es zwei Drittel ganz gut gemacht, wobei uns im letzten Drittel etwas die Kraft ausgegangen ist.“ Sicinsk sprach von einem typischen Spiel in Peiting: „Wir haben gespielt und Peiting hat seine Chancen effektiv ausgenutzt.“

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20 Jahre Starbulls Rosenheim

Das sollten die Starbulls gegen Tölz und Landshut auch tun, denn viele gute Möglichkeiten werden die Zweitligisten den Rosenheimern nicht gestatten. In diesen Spielen geht es auch um das Prestige und da wollen sich weder Tölz noch Landshut eine Blöße geben.

Bad Tölz und Landshut kommen mit fünf Ex-Rosenheimern und einem Hochkaräter

Beide DEL2-Teams kommen mit namhaften Spielern nach Rosenheim, darunter auch fünf ehemalige Starbulls-Spieler. Bei Bad Tölz sind das Tyler McNeely und Manuel Edfelder, bei Landshut Robin Weihager, Stephan Kronthaler und Max Hofbauer. Ein Ex-Rosenheimer fehlt: Shawn Weller, hat die Bad Tölzer verlassen. Für ihn hat der Tölzer Geschäftsführer Christian Donbeck hochkarätigen Ersatz verpflichtet. Reid Gardiner kommt aus der DEL an die Isar und wird Shawn Weller als vierten Kontingentspieler in der kompletten Saison ersetzen. Gardiner war vergangene Saison Topscorer der Düsseldorfer EG und wird höchstwahrscheinlich am Freitag in Rosenheim sein Debüt für die Tölzer geben.

„Ich denke, wir haben einen sehr guten Griff gemacht“, freut sich Donbeck, der aus Bad Aibling stammt und in der Anfangszeit der Starbulls von 2001 bis 2003 auch 18 Spiele (4 Tore) für die Rosenheimer absolvierte.

Keine Zuschauer in den restlichen Testspielen

Traurige, aber verständliche Nachrichten für alle Starbulls Fans: Nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden der Stadt Rosenheim sind auch in den drei abschließenden Heimspielen der Saisonvorbereitung 2020/2021 gegen Bad Tölz, Landshut und Höchstadt keine Zuschauer im Rofa-Stadion erlaubt.

Dennoch müssen alle Grün-Weißen Fans nicht komplett auf Mannschaft verzichten: Das Spiel wird wie gewohnt im Starbulls-Livestream auf SpradeTV angeboten. Der Preis für alle Vorbereitungsspiele auf SpradeTV beträgt sechs Euro pro Partie. Für alle Dauerkartenbesitzer wird die Übertragung, wie schon bereits am vergangenen Wochenende gegen Peiting, kostenlos freigeschaltet. Voraussetzung hierfür ist die korrekte Angabe des persönlichen SpradeTV-Accounts (E-Mail-Adresse) bei der Dauerkartenbestellung, sowie die vollständige Bezahlung der erworbenen Dauerkarte.

Die nächste Gelegenheit zur Abholung der bestellten Dauerkarte an der Geschäftsstelle der Starbulls ist am Sonntag, 25. Oktober von 9 und 11 Uhr. Die Abholung erfolgt nicht in der Geschäftsstelle, sondern über die Stehplatz-Tageskasse an der Stirnseite des Rofa-Stadion.

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