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Krimi zum Saisonauftat

Mit der 3G-Regel zum ersten Sieg: Mühldorfs Volleyballer gewinnen 3:2 gegen Mimmenhausen

Bewies wieder viel Fingerspitzengefühl, foppte die Gegner aus Mimmenhausen auch mit einigen Finten: Mühldorfs Zuspieler Alex Brandstetter (Nummer 10 mit Mittelblocker Flo Gschwendtner).
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Bewies wieder viel Fingerspitzengefühl, foppte die Gegner aus Mimmenhausen auch mit einigen Finten: Mühldorfs Zuspieler Alex Brandstetter (Nummer 10 mit Mittelblocker Flo Gschwendtner).
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Eine etwas andere 3G-Regel verhalft dem TSV Mühldorf zum Saison-Auftaktsieg in der zweiten Volleyball-Bundesliga gegen den TSV Mimmenhausen: Geglaubt, gehofft, gewonnen.

Mimmenhausen  – Daran geglaubt, dann gehofft und schließlich auch gewonnen: Mit dieser 3G-Regel hat der TSV Mühldorf erfolgreich den Saisonauftakt in der 2. Volleyball-Bundesliga bewältigt. In einem spannenden Fünf-Satz-Match besiegte das Team aus Bayern den letztjährigen Tabellenfünften vom TSV Mimmenhausen, wobei vor allem zum Ende hin Kapitän Tom Brandstetter das Spiel zugunsten der Mühldorfer noch gedreht hatte. Mit einem 3:2 (25:23/18:25/25:19/18:25/15:13) feierten die Mühldorfer die ersten Punkte zum Auftakt in die neue Saison.

Eigentlich ein Auftakt nach Maß für die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer. Trainer Heiko Roth könnte sich also darüber freuen. Und doch ist seine Freude gehemmt: „Es hätten auch drei Punkte sein können, aber phasenweise haben wir aufgehört zu spielen. Wir ließen Mimmenhausen wieder ins Spiel kommen. Das hätten wir auch verhindern können!“ Doch der Mühldorfer Trainer schickt gleich hinterher, dass dies Jammern auf hohem Niveau sein. Am Ende zähle der Sieg zum Auftakt in die zweite Saison der Mühldorfer in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Und da hätten seine Mannen vom TSV Mühldorf größtenteils eine saubere Performance hingelegt.

Aufschlag als Schlüssel zum Erfolg

Das offene Geheimnis zum 3:2-Sieg: der Aufschlag. „Das war unser Schlüssel zum Erfolg. Wir haben damit immensen Druck auf den Gegner ausgeübt, was sich auch im Ergebnis nach dem ersten Satz gleich ausgedrückt hat!“, so Trainer Roth. Mit 25:23 hatten hier die Mühldorfer das bessere Ende für sich. Ein geschicktes Händchen bewies dabei Trainer Roth, als er bei einer 22:21-Führung mit einem Doppelwechsel – Fritz Vaehning für Fabian Bartsch und Leo Tille für Flo Gschwendtner – für zusätzliche Stabilität im Tem der Mühldorfer gesorgt hatte und damit den 25:23-Erfolg sicherstellte.

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War das Zuspiel von Alex Brandstetter zu Beginn der Partie noch anfällig auf Fehler, stabilisierte es sich mit zunehmender Dauer. Abstimmungsprobleme mit dem Mühldorfer Neuzugang Laurenz Welsch auf der Außenannahme-Position entschuldigt Trainer Roth mit dem Trainingsdefizit: „Welsch war den ganzen Sommer über unterwegs, auch mit der Nationalmannschaft. Mannschaftstraining war kaum möglich und daraus resultieren dann auch die Abstimmungsprobleme, wie man sie im Spiel gesehen hat“, erklärt Roth, weshalb im zweiten Satz plötzlich der Faden ab war. Mimmenhausen glich nach einem 25:18 das Satzverhältnis zum 1:1 aus.

„Es gibt nichts zu mäkeln“

Mühldorf schien in Satz drei tief beeindruckt vom Satzausgleich durch die Mimmenhausener, trottete in diesem Durchgang lange einem Rückstand hinterher. Dann aber war Topaufschläger Fabian Bartsch am Zug, er wendete das Blatt zur 12:11-Führung der Gäste aus Bayern. Ein an diesem Tag überragender Mittelblocker David Fecko baute den Vorsprung sogar auf 16:12 aus. Und dann war es auch noch Alex Brandstetter, der mit der Wucht seiner Aufschläge die Mühldorfer auf die Siegerstraße brachte (19:13). „Überhaupt haben die beiden Mittelblocker Flo Gschwendtner und David Fecko alle Register gezogen.

Druck im Angriff, gutes Stellungsspiel im Block. Es gibt nichts zu mäkeln“, fasst Roth die Partie zusammen, in der die Mühldorfer nach einem 25:19 im dritten Satz eigentlich genug Selbstvertrauen haben sollten, um die Partie mit voller Punkteausbeute zu beenden. „Doch dann trat ein gewisses Sättigungsgefühl ein. Einen Punkt hatten wir sicher. Die Mannschaft hat plötzlich nicht mehr in letzter Konsequenz weitergespielt, schien mit diesem einen Punkt bereits zufrieden zu sein“, so das Fazit von Trainer Heiko Roth.

Tatsächtlich präsentierte sich die Mühldorfer Mannschaft in Durchgang vier plötzlich völlig von der Rolle. Mimmenhausen gewann den Durchgang mit 25:18.

Spannung pur in Durchgang fünf

Spannung pur dann im entscheidenden fünften Durchgang. Mit 8:6 führten die frenetisch angefeuerten Mimmenhausener bereits, sie zogen nach einer Angabenserie sogar auf 11:8 davon. Dennoch vertraute Roth weiterhin auf den überragenden Kilian Nennhuber als Libero, der in Annahme und Abwehr über sich hinaus gewachsen war und für entsprechende Stabilität sorgte.

Ja, und dann kam „Capitano“ Tom Brandstetter zum Service. Der Mühldorfer Außenangreifer fasste sich bei einem Rückstand von 8:12 ein Herz und donnerte einen Aufschlag nach dem anderen ins gegnerische Feld. Volles Risiko. Plötzlich hieß es 12:12. Einmal wechselte noch der Aufschlag zum 12:13, doch Mühldorf setzte alles auf eine Karte. David Fecko erzeugte den entsprechenden Druck im Aufschlag und am Ende bejubelten die Mühldorfer ein 15:13. Die ersten beiden Punkte stehen damit auf dem Konto der Mühldorfer. Ein Sieg zu Saiosnbeginn, darauf lässt sich aufbauen, findet auch Trainer Roth.enk

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