EISHOCKEY

Michael Pohl Trainer in Timmendorf

Michael Pohl bricht seine Zelte in Südtirol ab und wird neuer Trainer beim CE Timmendorfer Strand in der Eishockey-Regionalliga Nord.

Der 53-jährige frühere Rosenheimer Meisterspieler will im Norden längerfristig arbeiten. „Wir haben das zunächst mal auf zwei Jahre angelegt“, so Pohl, der sich freut: „Ich hatte schon immer im Kopf, mal im Norden arbeiten zu wollen.“

Derzeit organisiert der gebürtige Rosenheimer die Rückkehr nach Deutschland. In Südtirol war Pohl neun Jahre lang engagiert, sechs Spielzeiten bei den Sterzing Broncos und zuletzt drei Spielzeiten bei den Pustertal Wölfen in Bruneck. „Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die neun Jahre sind schon an die Substanz gegangen“, sagt Pohl, der an beiden Standorten in Doppelfunktion gearbeitet hat. In Sterzing sei er stets auf 140 bis 150 Spiele gekommen, die er als Trainer betreut habe, so Pohl, Bruneck sei mit der Nachwuchsleitung und der sportlichen Verantwortung für die erste Mannschaft „noch intensiver“ gewesen. Pohl freut sich deshalb, „dass ich mich in Timmendorf auf eine Mannschaft konzentrieren kann“. Weil die Nachwuchsarbeit aber ein Steckenpferd des früheren Angreifers ist, wird er auch die Nachwuchsarbeit mit seinem Wissen unterstützen.

In den 90er-Jahren spielte Timmendorf sogar in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, danach folgten aber Sponsorenausstiege und drei Insolvenzen, zuletzt 2018. Nach Letzterer gründete sich ein neuer Verein, der mit zwei Meisterschaften direkt den Sprung von der Landes- in die Regionalliga Nord katapultierte. „Diese Liga ist in etwa mit der Bayernliga zu vergleichen“, sagt Pohl über die vierte Spielklasse im Norden. Von Südtirol aus steht Pohl in Verbindung mit der Vereinsführung: „Am Kader wird ordentlich gebastelt“, so der neue Trainer, der seine über die vielen Jahre gewachsenen Verbindungen bezüglich der zwei Ausländerpositionen nutzen möchte. Im Juli wird der Rosenheimer seinen Antrittsbesuch in Timmendorf machen, der Saisonstart ist dann für den 1. September geplant. Als Timmendorf-Coach hat Mitch Pohl übrigens prominente Vorgänger: Einst trainierten der frühere Bundestrainer Greg Poss sowie Tom Pokel, der in der vergangenen Saison die Straubing Tigers auf Rang drei in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geführt hat, am Strand. tn

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