Meldefehler macht Reiter zur zweifachen Bayern-Meisterin

Ramona Niederreutherwurde Gesamtzweite beim Halbmarathon mit Start in Lindau und Ziel in Bregenz.

Bregenz/Oslo – Von ihrer besten Seite präsentierten sich die Leichtathletinnen vom PTSV Rosenheim bei den Halbmarathon-Veranstaltungen in Bregenz, Oslo und Kressbronn.

Beim Skinfit Halbmarathon am Bodensee präsentierte sich Ramona Niederreuther in einer ausgezeichneten Verfassung. Auf der 21,1 Kilometer langen Distanz ging sie an den Start auf der Lindauer Insel und arbeitete sich entlang einer Strecke am Rande des Bodensees bis zum Ziel im Casino-Stadion in Bregenz. In der Endabrechnung überraschte die 32-Jährige im Feld der 861 Teilnehmerinnen mit dem ausgezeichneten zweiten Gesamtplatz ebenso wie in der Altersgruppe der Frauen W30. Dazu lief sie mit 1:23:07 Stunden zu einem neuen persönlichen Rekord. Nicht zu schlagen war die mehrfache Schweizer Vizemeisterin Michèle Gantner vom LC Vaduz mit 1:15:46 Stunden.

Julika Fidjeland ging beim Marathon im norwegischen Oslo an den Start. Diese Veranstaltung zählt längst zu den beliebtesten Laufveranstaltungen Norwegens, die ohne Schnee veranstaltet werden. Die PTSV-Athletin ging hier beim Halbmarathon-Rennen mit 9614 Läufern an den Start auf der dem flachen Rundkurs durch die Stadt entlang des Oslofjords und zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie der neuen Oper und dem Rathaus. Ins Ziel kämpfte sich die 58-Jährige schließlich an der Festung Akershus nach starken 1:34:43 Stunden auf dem 828. Gesamtplatz. Damit war sie unter den 3565 Frauen auf dem 59. Rang. In der Klasse der Frauen W55 feierte sie damit den überlegenen Sieg in einem Teilnehmerfeld von 147 Läuferinnen. 3:42 Minuten betrug hier ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte.

Aber auch auf deutschem Boden glänzte die Läuferin beim 47. Bodensee-Halbmarathon im württembergischen Kressbronn. Mit 1:33:43 Stunden wurde sie Gesamtsechste im Feld der 155 Frauen. In der Klasse W55 gewann sie ebenfalls souverän mit einem Abstand von 20:17 Minuten.

Ein Reglement gibt der PTSV-Läuferin Amanda Reiter übrigens nun recht: Vor knapp einer Woche wurde sie beim Münchner Marathon zweifache bayerische Vizemeisterin bei den Frauen und in der Klasse W50. Nun wurde ihre Platzierung nochmals korrigiert – und der Athletin wurden nach einem Einspruch seitens des PTSV Rosenheim sogar beide Goldmedaillen zugesprochen. Grund dafür war, dass die ursprünglich geehrte bayerische Meisterin Stefanie Borris vom MTV Ingolstadt aufgrund eines Meldefehlers nicht berücksichtigt werden hätte dürfen. Bei der Meldung handelte es sich nämlich um eine Nachmeldung zu den Titelkämpfen, und genau dies ist nicht zulässig. Der Bayerische Leichtathletik-Verband (BLV) nahm deshalb die Ingolstädterin wieder aus der Meisterschaftswertung heraus – und nun ist Amanda Reiter mit ihrer Leistung von 3:10:25 Stunden neue zweifache Titelträgerin. stl

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