Meisterschaftsrennen beendet: Keine Krone wegen Corona

Nach einer sensationellen Drittliga-Saison, in der die Mühldorfer den Aufstieg in die zweite Bundesliga anvisiert hatten, ist nun Schicht im Schacht: Der Spielbetrieb ist wegen des Coronavirus ab sofort eingestellt. Die Chance, sich die Meisterschafts-Krone zu holen und damit den größte Erfolg der Vereinsgeschichte zufeiern, ist damit dahin. Press
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Nach einer sensationellen Drittliga-Saison, in der die Mühldorfer den Aufstieg in die zweite Bundesliga anvisiert hatten, ist nun Schicht im Schacht: Der Spielbetrieb ist wegen des Coronavirus ab sofort eingestellt. Die Chance, sich die Meisterschafts-Krone zu holen und damit den größte Erfolg der Vereinsgeschichte zufeiern, ist damit dahin. Press

Volleyball: Spielbetrieb in allen Ligen eingestellt – Was heißt das für den möglichen Aufstieg der Mühldorfer Herrenmannschaft in die zweite Liga?

Mühldorf – Auch bei den Volleyballern ist Schluss. Corona hat dem Punktespielbetrieb ein vorzeitiges Ende bereitet. Das Präsidium des DVV und der Vorstand der VBL haben am Donnerstag beschlossen den laufenden Spielbetrieb in den 2. Bundesligen, Dritten Ligen sowie Regionalligen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus vorzeitig zu beenden.

Darunter zählen auch alle Veranstaltungen der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) und im Seniorenbereich. Für den Spielbetrieb im Hallen-Volleyball unterhalb der Regionalligen liegt die Zuständigkeit bei den Landesverbänden und hier wird eine sofortige Beendigung ebenfalls empfohlen.

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Der BVV schließt sich dieser Empfehlung an und beendet vorzeitig den Spielbetrieb in allen Bereichen (Erwachsene, Jugend, Senioren, BFS), wie er gestern Nachmittag auf seiner Internetseite bekannt gegeben hat. Was das in sportlicher Hinsicht bedeutet, etwa für die erste Herrenmannschaft des TSV Mühldorf, die den Aufstieg in die zweite Bundesliga in den Fokus gerückt hatte, steht noch nicht fest.

Der TSV Mühldorf ist aktuell in der 3. Liga Tabellenzweiter, zwei Punkte hinter dem TSV Eibelstadt, hätte am Samstag ein Nachholspiel zu absolvieren gehabt, um bei der Anzahl der Spiele gleichzuziehen und gegebenenfalls auch die Tabellenführung an sich zu reißen. Wie die Saison gewertet wird, steht aktuell noch in den Sternen. „Das wird sich in den nächsten Tagen weisen“, sagt Abteilungsleiter Stefan Bartsch vom TSV Mühldorf.

In der Pressestelle des Bayerischen Volleyballverbandes heißt es dazu nur, dass man sich mit den anderen Verbänden abzustimmen hätte. Ein Prozess, der wohl noch einige Tage in Anspruch nehmen werde. Eine Aussage sei deswegen aktuell nicht möglich.

Während im Erwachsenenbereich also noch einiges zu klären ist, herrschen im Jugendbereich vollendete Tatsachen. Schon gestern sind jede Menge Tränen bei den Jugendvolleyballern des TSV Mühldorf geflossen. Die weibliche U 13 wäre als aussichtsreicher Kandidat auf den bayerischen Meistertitel am kommenden Wochenende in Straubing an den Start gegangen.

Der männlichen U 16, die am vergangenen Wochenende erst mit dem Gewinn des Bayerischen Meistertitels in Bad Windsheim die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft Anfang April in Bremen geschafft hatte, bleibt nun ebenfalls daheim. Enttäuschung auf der einen Seite, Verständnis auf der anderen – schließlich will man niemanden einem gesundheitlichen Risiko aussetzen. je

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