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Die Veilchen kehren als Meister in die Kreisliga zurück

Aschaus Kapitän Wintersteiger im Interview: „Die Party ging bis tief in die Nacht“

Der SV Aschau am Inn steht vorzeitg als Meister der Kreisklasse 3 fest.
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Der SV Aschau am Inn steht vorzeitg als Meister der Kreisklasse 3 fest.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Was für ein dramatisches Ende: In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte der SV Aschau/Inn im Heimspiel gegen den TuS Engelsberg den 1:0-Siegtreffer. Damit war die Meisterschaft perfekt und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Im Gespräch mit beinschuss.de verrät Kapitän Maximilian Wintersteiger, wie er den Treffer erlebte, wie danach gefeiert wurde und warum dieser Aufstieg etwas Besonderes für ihn ist.

Aschau am Inn - Es ist vollbracht: Der SV Aschau/Inn steht bereits vorzeitig als Meister der Kreisklasse 3. fest. Nach dem 1:0-Heimsieg in der Nachspielzeit, Erhan Yazici traf in 95. Spielminute, stehen die Veilchen mit 49 Punkten bereits vorzeitig als Meister fest. Damit kehrt der SVA nach fünf Jahren wieder in die Kreisliga zurück.

Der SV Aschau/Inn kassierte erst sieben Gegentore in dieser Saison

Dabei zeigen alle relevanten Daten, welch starke Saison die Aschauer spielen. Mit 49 Toren hat der frisch gekürte Meister die beste Offensive der Liga. Noch beeindruckter allerdings sind die nur sieben Gegentore, die der SVA in 18 Ligaspielen kassierte. Das ist mit Abstand die beste Defensive der Liga.

Nach dem Siegtreffer von Yazici kannte der Jubel in Aschau keine Grenzen mehr. beinschuss.de sprach mit Kapitän Maximilian Höhensteiger über das Spiel, die Aufstiegsfeier und was noch geplant ist.

Hallo Maximilian, Glückwunsch zur Meisterschaft. Wie geht es dir ein paar Tage nach diesem Spiel?

Maximilian Wintersteiger: Man kann die Glücksgefühle kaum beschreiben. Das war einfach nur Gänsehaut pur. Das sind Momente, die man niemals vergessen wird.

Wintersteiger: „Das war wie bei einer Büffelherde.“

Der Siegtreffer fiel in der 95. Spielminute. Beschreibe doch mal den Moment.

Wintersteiger: Wir haben uns eigentlich schon mit dem 0:0-Remis abgefunden, denn auch damit wären wir aufgestiegen. Aber wir wollten unbedingt mit einem Sieg die Meisterschaft perfekt machen. Ich habe dann den Ball in der fünften Minute der Nachspielzeit einfach mal nach vorne in den Strafraum geschlagen. Dort kam Erhan zum Glück mit dem Kopf an den Ball und verwandelte diesen ins kurze Eck. Danach brachen alle Dämme. Alle Spieler, auch die der 2. Mannschaft, Betreuer und Fans stürmten danach auf das Spielfeld. Das war wie bei einer Büffelherde. Das war der Wahnsinn (lacht).

Wie ging es danach weiter?

Wintersteiger: Beim Abpfiff gab es Bierduschen und wir konnten endlich unsere Meistershirts anziehen. Danach hat ja noch unsere 2. Mannschaft gespielt, aber das war uns egal. Sie mussten erst einmal den Anpfiff etwas nach hinten verschieben. Es ging dann mit lauter Musik in der Kabine weiter. Dabei gab es auch ein selbstgebrautes Aufstiegsbier. Die Party ging anschließend bis tief in die Nacht. Einige von uns haben dann auch noch am Sonntag weitergemacht. Ich war aber nicht am längsten mit dabei (lacht).

Wintersteiger: „Dieser Aufstieg ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer.“

Welche Faktoren waren für dich in dieser Saison entscheidend, dass es mit dem Aufstieg geklappt hat?

Wintersteiger: Von Anfang an hatten wir so ein unglaubliches „Wir“-Gefühl. Man hat gemerkt, dass wir eine Einheit sind. Wir hatten uns bereits vergangene Saison vieles ausgerechnet, aber dann wurde diese aufgrund der Pandemie abgebrochen. In dieser Spielzeit hat man einfach gemerkt, dass jeder Bock hat dieses Ziel zu erreichen. Wir haben eine junge und hungrige Truppe. Und auch unsere Zahlen mit beispielsweise nur sieben Gegentoren sprechen eine deutliche Sprache. Wir waren in allen Belangen überlegen.

Du warst 2017 beim Abstieg aus der Kreisliga bereits dabei, jetzt kehrst du mit Aschau wieder zurück. Macht das den Aufstieg besonders?

Wintersteiger: Mir ging das damals sehr nahe und ich hatte mit Tränen zu kämpfen. Der Verein hat sich danach neu aufgestellt und eine junge und ehrgeizige Mannschaft aufgestellt, die eine Spielidee hat. Deshalb ist der Aufstieg, auch wegen unserer Dominanz, noch einmal eine andere Hausnummer.

Wintersteiger: „Wir schenken absolut nichts her.“

Vier Spiele habt ihr noch vor der Brust. Habt ihr da noch Ziele?

Wintersteiger: Absolut, wir schenken nichts her. Wir wollen das Maximum herausholen und wollen 61 von 65 möglichen Punkten am Ende der Saison auf dem Konto haben. Das wäre mit Sicherheit ein Rekord. Zudem wollen wir uns hinsichtlich von einer möglichen Wettbewerbsverzerrung nichts nachsagen lassen.

Gibt es anlässlich des Aufstiegs noch weitere Planungen?

Wintersteiger: Es wird mit Sicherheit noch eine größere Meisterfeier mit allen Fans und Vereinsverantwortlichen geben. Wann, ist allerdings noch nicht sicher. Auch ein Mannschaftsausflug ist geplant, eventuell geht es nach Mallorca. Aber auch das ist noch nicht spruchreif.

Ein weiteres Highlight wirft bereits seinen Schatten voraus. Am 22. Juni geht es in einem Testspiel zu Hause gegen den TSV 1860 München. Wie groß ist darauf die Vorfreude.

Wintersteiger: Die ist natürlich riesig. Ich habe das bereits einmal mitgemacht und weiß, dass es etwas ganz besonders ist, vor 2.000 Zuschauern zu spielen. Das macht einfach richtig Spaß. Aber jetzt wollen wir die Saison ordentlich zu Ende spielen und verletzungsfrei bleiben. Und dann freuen wir uns auf die Löwen!

Maximilian Wintersteiger, vielen Dank für das Interview.

ma