MIT DEM NEUNTEN PLATZ UNZUFRIEDEN

„Mein Ziel ist definitiv das Podium“: Luca Engler wieder mitten im Renngeschehen

„Mein Ziel ist das Podium“: Luca Engler will bei den World Championships hoch hinaus. Engler Privat
+
„Mein Ziel ist das Podium“: Luca Engler will bei den World Championships hoch hinaus. Engler Privat
  • vonLeon Simeth
    schließen

Nach fast einem kompletten Jahr ohne ein einziges Rennen ist Luca Engler am vergangenen Samstag wieder auf der Ice Cross Downhill-Bahn. Beim ersten Wettkampf der World Championship im österreichischen Judenburg ist der 23-jährige Rosenheimer von 64 Teilnehmern Neunter geworden.

Judenburg – An diesem Wochenende steht gleich das nächste Rennen an.. Wie er trotz der Einschränkungen trainieren konnte, wie zufrieden er mit dem ersten Wettkampf ist und was er sich für das nächste Rennen vorgenommen hat, erklärt Luca Engler im Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Seit Februar 2020 fuhren Sie kein Rennen. Wie haben Sie diese Zeit genutzt?

Luca Engler:Normalerweise starten die Rennen immer im Dezember, also ist es zwei Monate später losgegangen. Die restliche Zeit ist wie sonst auch Off-Season gewesen.

Warum ist es später losgegangen?

Engler:Einerseits natürlich musste erst ein Hygienekonzept erarbeitet werden, dass allen Vorschriften entspricht. Dazu kommt noch, dass die Firma Red-Bull zuvor immer der Veranstalter gewesen ist und darum hat das Ice Cross Downhill nicht als professionelle Sportart gezählt. Anfang des Jahres 2021 ist Red-Bull aber ausgestiegen. Seitdem zählen wir zu den Profis und die Rennen sind wieder erlaubt.

Mussten Sie Ihr Training im letzten Jahr anders gestalten?

Engler: Relativ schwierig, aber es ist trotzdem okay gewesen. Da ich auch zuvor im Sommer viel auf Rollerblades unterwegs gewesen bin, wusste ich mir auch ohne Fitnessstudios gut zu helfen.

Sie trainieren also generell wenig auf dem Eis?

Engler: Ja, auf Eis trainiere ich nur im Winter. Im letzten Jahr habe in Bad Aibling wieder mit dem Eishockey angefangen, weil keine Rennen waren. So habe ich dann auch meine Eiszeit bekommen.

Der Rosenheimer Luca Engler beim ersten Rennen in diesem Jahr im Ice Cross Downhill in Österreich.

Inwiefern hat Sie das weitergebracht?

Engler: Im Grunde ist es sehr unterschiedlich, da die Fläche beim Eishockey flach und eben ist und beim Downhill geht es viel um Sprünge, schnelle Drehungen und Hindernissen auszuweichen. Aber ich habe viel an meiner Technik arbeiten und neue Abläufe ausprobieren können.

War das die einzige Art von Training vor dem Rennen?

Engler: Nein. Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit gehabt, auf der Bahn in Judenburg zu trainieren. So ist es auch in dieser Woche wieder, ich werde vor dem Rennen also noch ein paar Mal fahren.

Weitere Nachrichten zum Sport in der Region finden Sie hier.

Sie wollen sich im Vergleich zum letzten Wochenende verbessern?

Engler: Absolut. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mit dem neunten Platz nicht zufrieden bin. Schließlich hat es ja schon zur World Championship gezählt. Auch wenn ich als Neunter 125 von möglichen 250 Weltcup-Punkte bekommen habe, was natürlich nicht schlecht ist, will ich mehr.

Was nehmen Sie sich für den Wettbewerb am Sonntag vor?

Engler: Nach dem letzten Rennen habe ich gemerkt, dass ich ganz viel an meiner mentalen Verfassung arbeiten muss. Dafür habe ich in dieser Woche sehr viel meditiert, um klarer im Kopf zu werden. Ich will absolut fokussiert sein und bestmöglich vorbereitet antreten. Mein Ziel ist definitiv das Podium, das steht fest.

Kommentare