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AKTUELLES INTERVIEW

„Mein Traum: 900 Zuschauer pro Spiel“

Dicht gedrängt auf der Gegengeraden, so wie beim Heimspiel gegen den FC Bayern München II: So sollte es nach der Vorstellung von Hans Kroneck bei jedem Heimspiel von 1860 Rosenheim aussehen.  Ziegler
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Dicht gedrängt auf der Gegengeraden, so wie beim Heimspiel gegen den FC Bayern München II: So sollte es nach der Vorstellung von Hans Kroneck bei jedem Heimspiel von 1860 Rosenheim aussehen. Ziegler

Er ist ein Fußballverrückter, er hat Ziele und Visionen, die er mit dem Fußball-Regionalligisten 1860 Rosenheim verwirklichen will. Der 47-jährige Ameranger Hansjörg Kroneck, Sportlicher Leiter des Rosenheimer Traditionsvereins, sprach mit der OVB-Sportredaktion vor dem Top-Heimspiel am Sonntag, 14 Uhr, gegen 1860 München über seine Anfänge bei den Sechzigern, über Fans und über den Nachwuchs.

Wie kommt ein Ameranger dazu, bei 1860 Rosenheim Sportlicher Leiter zu sein?

(lacht) Das weiß ich eigentlich auch nicht genau. Als ich meinen Heimatverein Amerang übernommen habe, sind wir von der B-Klasse bis in die Bezirksliga aufgestiegen, und das ist anscheinend auch den Sechziger-Verantwortlichen nicht verborgen geblieben. Deshalb kam eine Anfrage. Wir haben uns dann getroffen und beim ersten Treffen vor zweieinhalb Jahren habe ich abgesagt. Nach dem zweiten Gespräch, das hatte Sandro Sacco angeregt, der mich kannte, habe ich dann das Gefühl gehabt, dass das ein Projekt ist, bei dem ich gerne mitarbeiten will. Und es hat mich gereizt. Zu diesem Zeitpunkt haben die Sechziger noch gegen den Abstieg in die Landesliga gekämpft.

Was hat Sie letztendlich überzeugt?

Letztendlich hat mich die Ehrlichkeit von Franz Höhensteiger, Nico Foltin und Sandro Sacco überzeugt. Sie haben mir das Gefühl gegeben, dass sie meine Hilfe auch wollen. Als ich dann gekommen bin, habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich zwar bei der Nummer Eins in der Region bin, aber die Strukturen bei fast allen Dorfvereinen besser sind.

Zum Beispiel?

Der Platz im Stadion, die Trainingsbedingungen, die Trainingsklamotten und noch viele, viele Kleinigkeiten. Wir sind zum Beispiel sogar mit Amerang in einigen Spielen der Bezirksliga mit dem großen Bus gefahren, 1860 Rosenheim – in der Bayernliga wohlgemerkt – ist mit drei kleinen Bussen zu viel weiter entfernten Auswärtsspielen angereist.

„Sechziger-TV in Vorbereitung.“

Hans Kroneck

Gibt es zusätzliche Aktionen, um auf 1860 aufmerksam zu machen?

Wir bereiten gerade das Sechziger-TV vor. Hier berichten wir über aktuelle Dinge, machen Interviews mit Spielern und geben unter anderem Vertragsverlängerungen bekannt. Wir wollen nach außen noch präsenter und dadurch auch für Sponsoren interessanter werden, die uns auf unserem Weg unterstützen wollen.

Die Zuschauerresonanz könnte trotz der Steigerung im letzten Jahr noch besser werden.

Mein Traum wäre, dass wir in den Heimspielen 800 bis 900 Zuschauer haben, dass wir eine Fanszene mit friedlichen Ultras von rund 100 Leuten haben, die uns lautstark unterstützen. Wir lassen uns da auch etwas einfallen. Zum Beispiel sollen sie eine Fanausstattung von uns und eine Jahreskarte bekommen. Wer dazu Lust hat, kann sich gerne bei uns melden oder bei unserem bereits existierenden Fanclub.

Thema Nachwuchsarbeit: Wie ist 1860 Rosenheim da aufgestellt?

17 von unseren 21 Kaderspielern haben bereits in der Jugend bei 1860 Rosenheim gespielt. Allerdings ist es in der Jugendarbeit in den letzten Jahren stetig bergab gegangen. Mit dem Start der neuen Vorstandschaft war die erste Prämisse, wirtschaftlich die Zahlen in Ordnung zu haben und dann den Nachwuchs wieder auf Vordermann zu bringen. Das ist aber nicht immer einfach, bestehende Strukturen aufzubrechen und Personalentscheidungen zu treffen.

Aktuell bekommen ja auch wieder drei vielversprechende Talente ihre Einsatzzeiten in der Regionalliga.

Mit Bruno Goncalves, Markus Hartl, Christoph Funkenhauser und unserem Torhüter Mario Stockenreiter haben wir wieder vier Spieler aus den eigenen Junioren, die in unserem Regionalliga-Team hervorragend mithalten und ihre Einsätze bekommen. Die müssen sich jetzt als Stammspieler in der ersten Mannschaft etablieren und in vier bis fünf Jahren sollten sie Führungsspieler sein. Um weiter junge Spieler einzubauen, brauchen wir die U19, die U17 und die U15 in der Bayernliga. Das ist aber momentan alles nicht so einfach, weil wir auch im näheren Umkreis Konkurrenz haben. Da stehen wir jetzt vor einer großen Herausforderung. Das geht aber sicher nicht von heute auf morgen, sondern im Jugendbereich dauert das einfach eine Zeit, bis die Arbeit Früchte trägt.

Teil 2 des Interviews über die Philosophie des Vereins, über den Trainer, über Sponsoren und auch über den Profi-Fußball in Rosenheim steht in der Sonderbeilage „1860 gegen 1860“ in dieser Ausgabe. Interview Hans-Jürgen Ziegler

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